TV-Kolumne der Verbraucherzentrale zu Mischungen

Kolumne Mahlzeit : Wieviel Gewürz ist in Würze?

Speisen lassen sich, Dank der vielfältigen heimischen und fernen Gewürze, im Handumdrehen aufpeppen. Diese duftenden, farbenprächtigen, natürlichen Helfer sorgen dafür, dass Essen gut riecht, schmackhaft ist und bekömmlicher wird. Das Sortiment im Gewürzregal ist groß, doch in so manchem Produkt steckt nur ein Spur an Gewürzen. Ein „Was ist Was?“ sorgt für mehr Klarheit.

Gewürzmischungen bestehen ausschließlich aus getrockneten Pflanzenteilen. Sie werden nach Art der Gewürze oder dem Verwendungszweck bezeichnet wie Gulaschgewürz. In Gewürzzubereitungen müssen mindestens 60 Prozent Gewürze stecken. Zudem können sie andere Zutaten enthalten, wie Stärke, Zucker, Geschmacksverstärker und Aromen.

Auf dem Etikett von Fertigprodukten, wie Suppen, Fleischbrühen, herzhaften Snacks und etlichen anderen Lebensmitteln, ist häufig Würze, Speisewürze oder Suppenwürze gelistet. Das sind flüssige, pastenförmige oder trockene Erzeugnisse, die sowohl Geschmack als auch Geruch beeinflussen. Zur Herstellung werden eiweißreiche Rohstoffe wie Weizen, Mais, Raps, Soja, Milch oder Fleisch- und Fischmehl chemisch oder enzymatisch in ihre Bestandteile zerlegt. Diese Rohstoffe sind reich an der Aminosäure Glutaminsäure. Bei der Würzen-Herstellung entstehen daraus geschmacksverstärkende Glutamate. Hersteller können damit bequem und preiswert hochwertige Zutaten sowie Gewürze und Kräuter bei Fertiglebensmitteln einsparen.

Dass es auch ohne geschmacksverstärkende Substanzen geht, wissen die, die Mahlzeiten selber zubereiten und ihre Lieblingsgewürze dafür mischen. Also einfach mal selbst den Kochlöffel schwingen und das Fertiggericht im Regal lassen.

Susanne Umbach ist Ernährungsberaterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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