Abfälle richtig entsorgen

Umwelt : Abfälle richtig entsorgen

Die generelle Mülltrennung funktioniert in Deutschland einigermaßen, wenn auch noch nicht perfekt. In vielen Gemeinden wird daher immer genauer geschaut, ob der Müll auch wirklich ordentlich getrennt wurde. Ist beispielsweise Plastik im Biomüll zu sehen, bleibt die Tonne stehen und muss gegebenenfalls in einer Sonderentleerung abgeholt werden, die auch Extrakosten verursacht. Mit den vier Abfallwegen lässt sich der Großteil des anstehenden Abfalls entsorgen, aber eben nicht alles. Denn es gibt Abfälle, die gehören weder in den Biomüll, Gelben Sack noch in den Papiermüll oder die Restmülltonne. Hier kommt es klar auf die Art des Abfalls und seine Gefährlichkeit an.

Großmengen an Abfall

Wenn große Mengen Müll anfallen, dann reicht der normale Hausmüll meist nicht, auch wenn Grünschnitt und organisches Material in der Biotonne entsorgt werden dürfen. Hier ist es ratsam ein Entsorgungsunternehmen zu beauftragen den Abfall fachgerecht zu entsorgen. Das gilt auch für anderen Müll, der in großen Mengen anfällt, unter anderem Bauschutt und Sperrmüll. Mittlerweile kann man Entsorgungen online buchen, sodass eine Vergleichsmöglichkeit besteht. Die Buchung erfolgt mit wenigen Klicks. Der Container wird zum angegebenen Datum abgestellt und am ausgemachten Tag auch wieder abgeholt. Der Preis steht in der Regel von vorneherein fest, böse Überraschungen sind also eher selten.

Gefährlicher Abfall

Grünschnitt, Bauschutt und Sperrmüll werden zum Wertstoffhof transportiert, wo der Abfall dann weiterverarbeitet wird, sei es in der Biogasanlage oder dem Zementwerk. Doch nicht jeder Abfall kann so einfach von der Welt geschafft werden. Gefahrgut bedarf besonderer Vorsicht je nach Gefahrenstufe. Lösungsmittel, Farben, Lacke und weitere organische Chemikalien sind gut gekennzeichnet an den Wertstoffhof abzugeben. Ähnliches gilt auch für metallische und anorganische Chemikalienabfälle. Wenn möglich sollte man die Behältnisse möglichst sicher verschließen und Gefahrenquellen vermeiden.

Wer beispielsweise ein Heimlabor betreibt, kann, wenn möglich, Chemikalien neutralisieren und so das Gefahrenpotenzial reduzieren. Wer allerdings komische Substanzen im Keller oder auf dem Dachboden findet, sollte lieber die Finger davonlassen und einen Fachmann rufen. Mittlerweile nicht mehr so präsent, aber weiterhin gefährlich ist Asbest. In alten Gebäuden findet man es immer noch von Zeit zu Zeit. Hier müssen Spezialfirmen ran, denn die Entfernung und Entsorgung des mineralischen Materials ist hochgefährlich. Selbst beim Verdacht von Asbest sollte bereits gehandelt werden. Denn wird Asbest zu spät erkannt, kann beim Renovieren feiner und hochgefährlicher Staub entstehen, der Asbest so gefährlich macht.

Weitere Abfälle

Windeln gehören nicht in den normalen Hausmüll. Windeln enthalten ein spezielles hygroskopisches Pulver, welches gesondert entsorgt werden muss. Daher gehören Windeln in einen eigenen Sack. Die Windelmüllsäcke werden dann aber oft wie Restmüll behandelt. In vielen Gemeinden können Windeln also doch in den Restmüll. Die Windelmüllsäcke sind ein Angebot der Gemeinden, um die Restmülltonne nicht so oft vollzumachen. Ein großes Problem stellen Feuchttücher dar. Diese bestehen nämlich nicht aus herkömmlicher Zellulose, wie Klopapier oder Taschentücher, sondern aus festeren und oft behandelten Fasern. Sie lösen sich daher nicht so gut im Wasser und können die Kanalisation verstopfen. Auch die Filterung in den Klärwerken wird dadurch erschwert. Besser ist die Entsorgung im Restmüll.

Gleiches gilt für Kosmetiktücher und Wattepads. Auch diese lösen sich in Wasser nur geringfügig auf und führen zum gleichen Problem. Außerdem können so Kosmetikrückstände im Wasser landen, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Also auch hier wieder: Restmüll. Fehlt nur ein besonderer Abfall, nämlich Batterien. Diese können in speziellen Tonnen entsorgt werden, die im Handel oder in öffentlichen Gebäuden zu finden sind. Auch die Entsorgung bei Wertstoffhöfen oder der Schadstoffsammlung ist möglich.

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