Den Durchblick bewahren: So werden Brillengläser richtig sauber

Tipp : Den Durchblick bewahren: So werden Brillengläser richtig sauber

In Deutschland sind circa 40 Millionen Menschen auf eine Brille angewiesen. Mehr als die Hälfte davon trägt sie dauerhaft, um eine Kurz- oder Weitsichtigkeit auszugleichen, die anderen benötigen sie lediglich zum Lesen.

Doch Fingerabdrücke, Staub, Regentropfen oder Schlieren auf den Gläsern machen es Brillenträgern nicht immer leicht, den Durchblick zu bewahren. Entsprechend fragen sich viele, wie sie ihre Sehhilfe schonend und dennoch gründlich reinigen können. Wir haben einige Tipps zusammengefasst.

Egal, ob schickes Designermodell von Ray-Ban oder anderen Marken oder günstige Brille aus dem Supermarkt - geht die Sehhilfe kaputt, ist das in jedem Falle ärgerlich. Dabei ist eine Brille nicht nur unbrauchbar, wenn sie beispielsweise herunterfällt - auch zerkratzte Gläser können eine Neuanschaffung nötig machen. Umso wichtiger ist es, die Brille schonend zu säubern.

Wer schnell mit dem Geschirrtuch, dem Ärmel oder einem Papiertaschentuch über die Gläser wischt, tut sich keinen Gefallen. So entstehen nämlich bei jedem Putzvorgang mikrofeine Kratzer auf den Gläsern. Verursacht werden sie durch Staub- oder Schmutzpartikel, die auf dem Brillenglas haften und bei unsachgemäßer Reinigung lediglich hin und her gerieben werden - und dabei das Glas zerkratzen.

Anders sieht es hingegen aus, wenn man zu einem Mikrofaser-Putztuch greift. Dessen wabenförmige und besonders weiche Oberfläche kann Körner und Schmutzteilchen wesentlich besser aufnehmen als Papier oder Baumwolle. So werden diese wirksam entfernt und die Oberfläche bleibt heil.

Für eine gründliche Reinigung raten Experten dazu, die Gläser vor dem Polieren unter lauwarmem Wasser abzuspülen. Fettige Rückstände beseitigt ein kleiner Tropfen Spülmittel. Anschließend kann man die Gläser trocknen und dazu ruhig zu einem sauberen Stück Papier mit gröberer Oberflächenstruktur greifen, beispielsweise Küchenpapier. Nicht verwenden sollte man Handtücher, insbesondere, wenn diese bereits gebraucht sind. Wichtig ist außerdem, dass man beim Polieren nicht zu viel Druck ausübt, da ansonsten die Gläser aus der Fassung brechen können. Anders als beispielsweise Autoscheiben sollte man Brillengläser niemals mit einem Schaber bearbeiten. Ansonsten riskiert man, dass die einzelnen Glasschichten Schaden nehmen und die Sehhilfe dadurch unbrauchbar wird.

Sollte die Brille mit besonders hartnäckigen Schmutzpartikeln wie etwa Farbe verdreckt sein, kann man das Gestell für längere Zeit in ein lauwarmes Wasserbad legen. Doch Vorsicht: Ist das Wasser zu heiß, kann sich das Gestell verziehen. Daher sollte die Wassertemperatur nicht mehr als 36 Grad Celsius betragen.

Viele Brillenträger vergessen, dass auch das Gestell hin und wieder etwas Pflege benötigt. Eine gute Reinigungswirkung erzielt man ebenfalls mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel. Wichtig ist jedoch, dass man die Brillengläser beim Putzen gut festhält, damit das Gestell beim Polieren nicht verbiegt. Besondere Aufmerksamkeit sollte man bei der Reinigung auch den Bügeln hinter den Ohren sowie dem Nasenpad schenken, da diese Teile der Brille direkten Hautkontakt haben. Mit der Zeit setzt sich hier Hautfett ab und bewirkt, dass die Brille schneller verrutscht. Abhilfe schafft man, indem man das Nasenpad austauscht oder es durch ein Gummi fixiert.

Wer diese Tipps befolgt, kann seine Brille auf Jahre hinaus tragen und muss sie nur dann wechseln, wenn sich die Sehkraft verändert - oder wenn er oder sie ein modischeres Modell haben möchte.

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