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Jugend
Die Pubertät – wenn die Hormone verrückt spielen

FOTO: pixabay.com / marcino
Kommen Mädchen und Jungen in die Pubertät, so ist das nicht nur aufregend, sondern zeitweise auch sehr verwirrend. Die ersten optischen Änderungen stellen sich ein und die Hormone sorgen dafür, dass aus den Kindern junge Erwachsene werden.

Da es für den Nachwuchs nicht immer einfach ist, mit den vielen Änderungen und Neuerungen umzugehen, rebellieren viele Teenager in der Pubertät, stellen Regeln neu auf und testen ihre Grenzen. Von einem auf den anderen Moment können sich die Gefühle ändern – von himmelhochjauchzend zu todtraurig.

Wann beginnt die Pubertät?

Von Kind zu Kind ist dies ganz verschieden. Ist ein Mädchen sehr früh dran, dann kann es bereits mit etwa acht Jahren sein, dass die Brüste beginnen zu wachsen. Bei anderen Mädchen kann es aber auch bis zum zwölften oder 13. Lebensjahr dauern. All das ist vollkommen normal.

Für ein Mädchen ist die Pubertät sehr eindeutig spürbar. Die Periode setzt meistens zwischen dem elften und 15. Lebensjahr ein. Im Eierstock der jungen Frau reift eine Eizelle heran, in der Gebärmutter hat sich eine Schleimhaut gebildet. Aus dieser Eizelle kann nun bei einer erfolgreichen Befruchtung erstmals ein Baby entstehen.

Bei den Jungs geht es oftmals etwas später los. Meistens sind die Heranwachsenden zwischen elf und 15 Jahre alt, wenn der erste Samenerguss einsetzt – oft auch im Schlaf. Auch der Bartwuchs ist typisch für den Beginn der Pubertät, wobei auch hier die Intensität ganz verschieden ausfallen kann.

Hilfreiche Anlaufstellen für Eltern

Nicht nur den Kindern verlangt die Pubertät Höchstleistungen ab, auch die Eltern haben in dieser Zeit ordentlich zu tun. Die jungen Erwachsenen stoßen ihre Eltern oftmals vor den Kopf, weisen sie zurück oder sehnen sich danach, auszubrechen und ihr eigenes Ding durchzuziehen. Um nicht vollkommen allein auf sich gestellt zu sein, werden in Deutschland zahlreiche Angebote zur Verfügung gestellt.

Ob Berlin, Hamburg, München oder Köln – es gibt unzählige Beratungsstellen in Deutschland.

Zu den zentralen Trägern der Familienberatung gehören unter anderem

● das Deutsche Rote Kreuz,

● aber auch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V. (kurz DAJEB).

● Auch bei der Diakonie Deutschland lassen sich Beratungsstellen (auch Online-Beratungsstellen) in ganz Deutschland ausfindig machen.

Damit mögliche Eskapaden der „Kleinen“ nicht allzu sehr ins Geld gehen, kann eine private Haftpflichtversicherung Abhilfe schaffen. Besonders kleinere Schäden wie beispielsweise beschädigte Fensterscheiben werden dabei von den meisten Versicherungsanbietern gemäß vorliegenden Informationen der Gothaer in der Regel schnell und problemlos ersetzt.

Wer telefonisch Hilfe sucht, kann sich an die 0800 111 0 550 wenden. Dies ist eine kostenlose Hotline des NgK (Nummer gegen Kummer e.V.), die speziell für Eltern, Großeltern und Erziehungsberechtigte eingerichtet wurde.

Anlaufstellen für Kinder

Wenn einzig und allein die Pubertät Kindern und Eltern zu schaffen macht, dann ist eine Beratungsstelle für die ganze Familie sinnvoll. Es gibt allerdings auch Situationen, in denen sich in der Pubertät eine psychische Störung entwickelt. Das Robert Koch Institut weist auf etwa 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen hin, die aufgrund psychischer Probleme auf psychologische Beratung angewiesen sind, fünf Prozent benötigen dagegen eine psychotherapeutische Behandlung.

Als erste Anlaufstelle kann anonym und vollkommen kostenlos (vom Handy und vom Festnetz) eine Kinder- und Jugend-Telefonnummer angerufen werden. Die Nummer gegen Kummer lautet 116111 und wird durch die Deutsche Telekom unterstützt. Die Berater stehen den Kids von 14 bis 20 Uhr am Montag bis Samstag zur Verfügung. Rund um die Uhr und ebenfalls anonym bietet der Verein auch eine Online-Beratung per E-Mail.