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Gesunder Schlaf - ein Schlüsselaspekt in der heutigen Welt?

Gesunder Schlaf - ein Schlüsselaspekt in der heutigen Welt?

Auch wenn zuletzt vor allem Japan im Bereich der Schlafstörungen für Furore gesorgt hat, sieht es in Deutschland diesbezüglich ebenfalls nicht rosig aus.

Laut einer Statistik der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) leiden ca. 25%der Menschen in Deutschland unter Schlafstörungen und 11% der Betroffenenempfindet den eigenen Schlaf nur als "häufig nicht erholsam". Schlafstörungenkönnen dabei die eigene Leistungsfähigkeit und das Empfinden stark negativbeeinträchtigen. Doch wie sehen die Folgen genau aus und was können Betroffenedagegen tun? In diesem Ratgeber sollen die wichtigsten Fakten zusammengetragenwerden.

Welche Folgen bringen Schlafstörungenmit sich?DieFolgen von Schlafmangel werden auch heute immer noch erforscht. Demnach ziehtschlechter oder zu wenig Schlaf tatsächlich eine ganze Reihe von negativen Auswirkungenauf unsere Gesundheit nach sich:

- Durch Schlafmangelwerden Stresshormone ausgeschüttet, die unser Essverhalten beeinflussen unddamit Übergewicht fördern.

- Auch die Gefahr für Diabetes ist durchSchlafmangel aufgrund des Einflusses auf den Zuckerstoffwechsel erhöht.

- NegativeEinflussnahme auf das Herz-Kreislauf-Systemund damit einhergehend ein erhöhtesRisiko für Herzinfarkte werden Schlafstörungen heute ebenfallszugeschrieben.

- Mittlerweile gibt eszudem auch Hinweise darauf, dass Schlagmangel das Gedächtnis lahmlegt und Betroffene somit Informationen schlechterbehalten können. Gleiches gilt für das Erlernen komplexer Zusammenhänge undBewegungen.

Die oben genannten Folgen von Schlafstörungen wirken sichvor allem langfristig negativ auf unsere Gesundheit aus. Darüber hinaus kommtes jedoch auch zu einer Beeinträchtigung unserer Leistungsfähigkeit, wenn wiruns nachts nicht richtig erholen können. Dies kann laut der Bundesärztekammer mitunter fatale Auswirkungen haben:

- Eine mittelfristigeingeschränkte Leistungsfähigkeit kann die eigene Situation im Jobverschlechtern und im schlimmsten Fall sogar zu Arbeitslosigkeit führen.

- Durch Schlafmangelpassiert es mitunter, dass Menschen sich selbst auf einfachste Dinge nur schwerkonzentrieren können. Dies stellt eine schwerwiegende Fehlerquelle dar.

- Auch die Unfallgefahrsteigt durch die schlechtere Konzentration. Somit bringen Menschen mit Schlafstörungenim Straßenverkehr ein deutlich erhöhtes Risiko für sich und andere Verkehrsteilnehmermit.

Ausdiesem Grund empfiehlt die Bundesärztekammer, bei ernsthaften Schlafstörungeneinen Arzt zu konsultieren. Auf keinen Fall sollten Betroffene die Probleme mitdem eigenen Schlafrhythmus auf die leichte Schulter nehmen.

Die richtige Schlafmenge - gibt esRichtwerte?

VerschiedeneStudien und Umfragen haben mittlerweile zutage gefördert, dass die Schlafmengenicht unbedingt normiert werden kann. Es gibt verschiedene Typen von Schläfern,so dass letztlich jeder für sich herausfinden muss, wann er sich erholt fühlt.Trotzdem lassen sich einige Orientierungswerte nennen:

- 5 Stunden Schlaf proNacht (Minimum für Kurzschläfer)

- 6 - 8 Stunden Schlaf(normale Spanne für die meisten Menschen)

- 9 - 10 Stunden Schlaf(Maximum für Langschläfer)

Eskommt jedoch nicht nur auf die Menge an Schlaf an, sondern auch auf diejeweilige Tageszeit. Mittlerweile empfehlen Ärzte, hier auf die eigene innereUhr zu hören. Es bringt also wenig, sich zu einer gewissen Urzeit ins Bett zulegen und auf das Einschlafen zu hoffen, wenn der eigene Körper diesen Rhythmusnicht mitgeht. Auch wenn für viele Menschen die normale Schlafphase zwischen 23und 7 Uhr liegt, kann diese in Einzelfällen auch leicht davon abweichen. Weralso seinen Job durch Gleitzeit zeitlich etwas freier gestalten kann, solltesich der inneren Uhr anpassen.

Was können Betroffene gegenSchlafstörungen unternehmen?

Schlafstörungenbeeinträchtigen unser gesamtes Leben, sind für schlechte Stimmung und schwacheKonzentration verantwortlich und bedrohen langfristig sogar unsere Gesundheit.Doch was lässt sich dagegen tun? Diese Frage kann leider nicht so einfachbeantwortet werden, denn zunächst muss die Ursache für das Problem gefundenwerden. Es gibt jedoch gewisse grundsätzliche Gegebenheiten, die für einengesunden Schlaf wichtig sind:

1. Das Schlafzimmersollte frei von Lichtquellen sein, damit ein erholsamer Schlaf gewährleistetwerden kann.

2. Lärm undNebengeräusche können dazu führen, dass wichtige Schlafphasen immer wiederunterbrochen werden.

3. Das Bett sollte demeigenen Körper angemessen sein. Dabei kommt der Matratze eine große Bedeutungzu. Je nach bevorzugter Schlafposition und dem Körpergewicht sind dabei jedochandere Härtegrade Produktionsarten interessant. Ein interessanter Ratgeber auf Schlaftempel.de zeigt wichtige Qualitätsmerkmale für Matratzen auf.

4. Vor dem Einschlafen sorgenschwere Mahlzeiten für Probleme. Aus diesem Grund ist es gerade bei einem spätenAbendbrot sinnvoll, nur leichte Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Werdiese grundsätzlichen Punkte beachtet, kann zumindest die richtigenRahmenbedingungen für einen gesunden Schlaf schaffen. Leider gibt es jedochauch krankhafte Schlafprobleme, die sich nicht so einfach lösen lassen. Diesist unter anderem bei folgenden Ursachen der Fall:

- Depressionen

- Restless-Legs-Syndrom

- Narkolepsie

- Schlaf-Apnoe

- Schlaflähmungen undAlpträume

- Schlafwandeln

Solltendiese Erkrankungen aus dem Bereich der Parasomnien auftreten, ist es fürBetroffene sehr wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Gemeinsam können Wege für eineerfolgreiche Therapie gefunden werden. Im Fall von Depressionen ist esbeispielsweise sehr wichtig, die Grunderkrankung zu bekämpfen, um dieSchlafstörungen als Begleitsymptom beseitigen zu können. Grundsätzlich solltenSchlafstörungen jedoch auf keinen Fall einfach ignoriert werden, da dies dieProbleme am Ende nur verschlimmert.

Schlafstörungen sind kein seltenesPhänomen

Im Alltag ständig müde - Schlafstörungen senken die Leistungsfähigkeit der Betroffenen rapide. Foto: © Jedidja (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

InDeutschland leiden mittlerweile sehr viele Menschen unter Schlafstörungen .Das Volksleiden kann nicht nur die Leistungsfähigkeit der Betroffenen drastischsenken, sondern darüber hinaus auch die Gesundheit nachhaltig schädigen. Ausdiesem Grund ist die Ursachenforschung in diesem Bereich sehr wichtig. Werherausfindet, warum er unter Problemen beim Schlafen leidet, kann auch Wegefinden, wieder von gesundem Schlaf zu profitieren. Neben einem dunklen undleisen Schlafumfeld spielen dabei auch die Qualität der Schlafstätte sowie dieeigene Ernährung vor dem Schlafen eine sehr wichtige Rolle. Sollten sichSchlafstörungen allerdings als krankhaft erweisen und nicht durch Hausmittelbekämpfen lassen, bleibt nur der Weg zum Arzt. Mit der richtigen Therapie sinddie Erfolgschancen jedoch durchaus hoch.