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Sparen im Alltag: 5 clevere Tipps

Ein Umdenken beim eigenen Konsum : Sparen im Alltag: 5 clevere Tipps

Die Alltagskosten bewältigen viele Deutsche mit dem eigenen Einkommen nur knapp. Größere Ausgaben sind schwer zu stemmen. Jedem Monat haftet ein klammes Gefühl an. Finanzen sind vielerorts ein Tabuthema - vor allem Probleme mit ihnen. Mit diesen alltagstauglichen Tipps bleibt am Ende des Monats etwas übrig für langfristige Rücklagen.

Wer beruflich nicht mit Finanzen zu tun hat, dem fehlt im Alltag das Gefühl für das Geld. Obwohl Finanzen ein entscheidender Punkt sind, werden die entsprechenden Grundlagen nicht vermittelt. Die meisten Kinder ziehen aus dem Elternhaus aus, ohne ein Gefühl für Geld entwickelt zu haben. Ein guter Umgang mit Geld ist kein Wunderwerk, sondern eine Kompetenz, die jeder lernen kann. Wer die eigenen Alltagskosten kritisch unter die Lupe nimmt, findet rasch Sparmöglichkeiten. Ein Umdenken beim eigenen Konsum unterstützt nicht nur das eigene Portemonnaie, sondern zeitgleich die Umwelt. Laut Umwelt Bundesamt sind diese drei Felder für bis zu 80 Prozent der Umweltbelastung durch Konsum verantwortlich:

- Mobilität

- Bauen & Wohnen

- Ernährung

Tipp 1: Ist das Auto notwendig oder nur Gewohnheit?

Deutschland ist ein Auto-Land. Für die meisten Deutschen ist ein eigenes Auto selbstverständlich. Ein Auto ist ein Symbol für Wohlstand und Freiheit. Oft stehen die Kosten für das Statussymbol Auto in keinem ausgewogenen Verhältnis zum Nutzen des Autos. Allerdings bestehen gesundheits- und umweltfreundliche Alternativen zum Auto:

- mit dem Fahrrad fahren

- zu Fuß gehen

- nutzen öffentlicher Verkehrsmittel

Viele Menschen brauchen ihr Auto nicht im Alltag. Sie benötigen ein Auto in bestimmten Situationen, um etwa bequemer in den Urlaub zu fahren oder für längere Strecken. In einigen Fällen wird das Auto für Ausflüge oder den Großeinkauf benötigt. Für all diese Situationen ist ein Mietwagen deutlich günstiger als der Besitz eines Autos mit seinen laufenden Kosten. Arbeitswege und weitere Wege im Alltag lassen sich gesünder mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen. Wer einen weiten Arbeitsweg hat, nutzt Bus und Bahn. Tatsächlich fahren mehr Menschen mit dem Zug. In der Folge werden die Netze ausgebaut und die Verbindungen besser. Zusätzlicher Bonus: Die Fahrzeit lässt sich mit Podcasts oder Büchern nutzen.

Tipp 2: Einkauf optimieren

Lebensmittel und Drogerieartikel sind eine weitere große Ausgabe in jedem Monat. Dabei schmeißen private Haushalte in Deutschland viele Lebensmittel weg. Eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zeigt, dass mit 6,1 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall 52 Prozent des jährlichen Lebensmittelabfalls in Deutschland auf private Haushalte entfallen. Das ist für den privaten Haushalt teuer und für die Umwelt schlecht. Aber wie lassen sich Lebensmittelabfälle und unnötige Kosten vermeiden? Zwei Schritte helfen Konsumenten:

- Haushaltsbuch

- Essensplan

Beide Mittel schaffen Struktur und zeigen Problemfelder. In einem Haushaltsbuch werden die Quittungen von jedem Einkauf eingeklebt. Wer unsicher ist, an welcher Stelle wie viel Geld fließt, fasst am Ende des Monats Lebensmittelgruppen und Drogerieartikel zusammen: Brot, Gemüse, Konserven, Getränke, Süßigkeiten, Backwaren oder Kosmetik mit der entsprechenden Monatssumme. Eine solche Abrechnung zeigt die Verteilung der Ausgaben. Interessanterweise sorgt alleine die Existenz eines Haushaltsbuches bei vielen Menschen für ein bewussteres Einkaufen.

Der Essensplan hilft, Lebensmittelabfall zu vermeiden. Wer am Ende der Woche die großen Mahlzeiten der nächsten Woche plant, kauft mit einem klaren Plan ein. Außerdem ist in der Woche keine weitere Überlegung notwendig. Gerade Menschen ohne ausgeprägte Kochpassion profitieren von einem Plan, der Entspannung und Abwechslung in den Speiseplan bringt.

Tipp 3: Lebenskosten unter die Lupe nehmen

Experten raten dazu, Rücklagen von gut drei Monatsnettoeinkommen zur Verfügung zu haben. Lediglich die Hälfte der Deutschen gab in einer Studie an, über eine solche Rücklage zu verfügen. Bei der anderen Hälfte werden die Einnahmen durch die laufenden Ausgaben aufgebraucht. Miete oder der Abschlag für das Eigenheim sind ein weiterer großer Kostenpunkt im monatlichen Budget. Wer nicht umziehen möchte, um die Kosten zu sparen, wirft einen intensiven Blick auf die Wohnnebenkosten. Die Kosten für Strom, Gas und Wasser sind jeden Monat hoch und bieten häufig Sparpotenzial. Um Stromkosten zu sparen, ist es sinnvoll, Standby zu vermeiden.

Die wenigsten Geräte müssen permanent verfügbar sein. Außerdem ist es sinnvoll, bei den entsprechenden Verträgen auf günstige Tarife zu achten. Vielleicht gibt es einen Nacht-Tarif? Dann wird das Waschen der Wäsche oder des Geschirrs in der Nacht günstiger. Bewusstes Heizen und sparsame Beleuchtung sind weitere Möglichkeiten, bei den Nebenkosten zu sparen. Konsequent auf das laufende Wasser beim Duschen, Händewaschen oder Zähneputzen zu verzichten, spart ebenso ein. Sparwasserhähne und Stopp-Tasten beim WC sind in vielen Haushalten eine sinnvolle Investition.

Tipp 4: Wie viel kostet die Freizeit?

Der Großteil unserer Gesellschaft hat mittlerweile so viel Freizeit wie noch nie. In dieser werden Freundschaften, Bekanntschaften und Hobbys intensiv gepflegt. Das ist häufig ebenfalls ein großer Kostenfaktor. Freundschaften und Bekanntschaften lassen sich aber nicht nur durch Besuche in Restaurants, Cafés, Theater, Kino oder Ähnliches pflegen. Stattdessen vertiefen gegenseitige Besuche im Zuhause eine Beziehung. Hier gibt es keine Ablenkung und die Kosten lassen sich kontrollieren. Dabei muss es nicht ein 4-Gänge-Menü sein, ein Kaffee oder Tee reichen.

Auch Hobbys müssen kein Geld kosten. Mitgliedschaften im Fitnessstudio sind bei vielen Sportarten nicht notwendig. Bei allen Abonnements und Mitgliedschaften steht die Frage im Vordergrund:

"Nützt es mir oder stresst es mich?"

Denn so sehr er belächelt wird, Freizeitstress ist eine Belastung. Lieber weniger intensiv genießen und dafür regelmäßig beim Nichtstun entspannen.

Tipp 5: Kontrollierter Konsum

Impulskäufe treiben viele Konten Monat für Monat bis ins Minus. Mit einer einfachen Regel sind sie schnell Geschichte: Die 30-Tage- und 10-Minuten-Regel hilft, Impulskäufe zu stoppen. Bei einer größeren Anschaffung gibt es mindestens 30 Tage Vorlauf für die Entscheidung. Nach den 30 Tagen wird geschaut: Kauf - ja oder nein? Bei einer kleineren Ausgabe sollte die Sache zurückgestellt und 10 Minuten weitergeschaut werden. Ist nach diesen 10 Minuten noch immer der Wunsch nach dem Artikel da, wird gekauft. Wer diese Regel einen Monat bewusst übt, merkt, wie sich das eigene Kaufverhalten verändert.