1. Magazin
  2. Familie

Von A wie Adipositas bis R wie Rückenleiden: Daran leiden die Deutschen

Von A wie Adipositas bis R wie Rückenleiden: Daran leiden die Deutschen

In der Volksfreund-Serie „Ihre Gesundheit“ stellen wir eine Übersicht über die häufigsten Erkrankungen vor.

Adipositas


In Deutschland sind zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig, so das Robert Koch-Institut (RKI). Ein Viertel der Erwachsenen ist adipös, also stark übergewichtig. Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für Folgeerkrankung wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Darmkrebs. Infos: www.adipositas-gesellschaft.de In der Region: www.adipositas-trier.de (Adipositaszentrum Trier)
Diabetes


Mit rund sechs Millionen Patienten und mit vermutlich ebenso vielen Menschen mit unerkanntem Diabetes oder hohem Risiko für diese chronische Stoffwechselerkrankung zähle der Diabetes mellitus zu den größten Volkskrankheiten in Deutschland, so das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD). Zu den Risikofaktoren zählen neben einer erblichen Veranlagung Übergewicht und Bewegungsmangel. Nicht diagnostizierter oder unzureichend kontrollierter Diabetes erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenversagen. Infos: www.diabetesde.org (Deutsche Diabetes Hilfe) In der Region Trier: www.schulungszentrum-wittlich.de (Schulungszentrum Diabetes Wittlich)Herz/Kreislauf


Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nummer 1 in Deutschland: 2012 verursachten sie etwa 40 Prozent, 92 Prozent der an einer Krankheit des Herz-Kreislaufsystems Verstorbenen waren 65 Jahre und älter, informiert das Statistische Bundesamt. Risikofaktoren, die die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen, sind vor allem Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, ein erhöhter Cholesterinspiegel und Diabetes. Infos: www.herzstiftung.de (Deutsche Herzstiftung) In der Region Trier: www.gesundheitspark-trier.de (Verein für Herzsport & Bewegungstherapie Trier)

Psychische Erkrankungen


Im Jahr 2012 wurde nahezu jede zweite Frühverrentung (42 Prozent) durch psychische Erkrankungen verursacht, so die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Auch Krankschreibungen erfolgten immer häufiger in Verbindung mit psychischen Erkrankungen. Studien zeigen, dass psychische Belastungsstörungen in der modernen Arbeitswelt das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen. Dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und der betrieblichen Gesundheitsförderung komme deshalb bei der Prävention psychischer Erkrankungen eine wichtige Rolle zu. Infos: www.bptk.de In der Region: www.psychosozialerkrisendienst-regiontrier.de (Psychosozialer Krisendienst für die Region Trier)

Rückenleiden


Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes verursachen laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die meisten Arbeitsunfähigkeitstage: 2012 lag der Anteil bei 23,4 Prozent. Eine Umfrage unter Erwerbstätigen in Vollzeit im gleichen Jahr ergab, dass Rückenleiden nach wie vor zu den häufigsten Beschwerden zählen, die während der Arbeit beziehungsweise an Arbeitstagen auftreten. Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich nennen dabei Frauen (63,5 Prozent) deutlich häufiger als Männer (39,7 Prozent). Kreuzschmerzen gaben 51,4 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer an. Infos: www.deinruecken.deDemenz


In Rheinland-Pfalz leben rund 80 000 Menschen mit Demenz, in ganz Deutschland sind es etwa 1,5 Millionen. Zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jedes Jahr treten mehr als 300 000 Neuerkrankungen auf. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelinge, werde sich nach Vorausberechnungen der Bevölkerungsentwicklung die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf etwa drei Millionen erhöhen, so die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft. Infos: www.deutsche-alzheimer.de (Deutsche Alzheimer Gesellschaft) In Rheinland-Pfalz: www.demenz-rlp.deBluthochdruck


Hypertonie, also Bluthochdruck, ist einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Meistens entsteht er durch das Zusammenwirken von Erbanlagen, Alter, Geschlecht und verschiedenen ungünstigen Ernährungs- und Lebensbedingungen wie Übergewicht und Bewegungsmangel, schreibt das Robert Koch-Institut in der Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA) aus dem Jahr 2010. Damals litten 31 Prozent der Frauen und 31, sechs Prozent der Männer an Hypertonie. Infos: www.herzstiftung.de In der Region: www.gesundheitspark-trier.de (Verein für Herzsport & Bewegungstherapie Trier)Arthrose


Das Alter ist ein starker Risikofaktor für die Entwicklung einer Arthrose, der weltweit häufigsten Gelenkerkrankung. Von dieser rheumatischen Erkrankung sind vor allem Knie- und Hüftgelenke betroffen.

In der Gruppe der über 65-Jährigen leiden gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer unter Arthrose, so das Robert Koch-Institut. Risikofaktoren sind neben einer genetischen Veranlagung Verletzungen der Gelenkstrukturen, wiederholte Überbeanspruchung sowie, vor allem im Fall der Kniegelenkarthrose, Übergewicht. Infos: www.rheuma-liga-rp.de (Deutsche Rheuma-Liga, Landesverband Rheinland-Pfalz)
Allergien


Pollen, Tierhautschuppen, Nahrungsmittel, Hausstaub, Insektengifte - es gibt mehr als 20 000 Auslöser für Allergien. Auch die Symptome sind vielfältig: Fließschnupfen, juckende und tränende Augen, Husten, Atemnot, Hautausschlag gehören dazu. Ob und an welcher Allergie man leidet, stellt ein Allergologe in Gesprächen und mit verschiedenen Tests fest. Infos: www.daab.de (Deutscher Allergie- und Asthmabund)
Essstörungen


Bei Essstörungen unterscheidet man drei verschiedene Grundformen: Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) und Binge-Eeating-Störung, unter der man unkontrolliertes Essen von sehr großen Nahrungsmengen versteht. Daneben existieren zahlreiche Mischformen. Essstörungen werden oft von weiteren psychischen Erkrankungen wie Depression, Zwangs- und Angststörungen und/oder Suchterkrankungen begleitet, informiert das Netzwerk Essstörungen Trier.

Laut dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert Koch-Instituts liegt bei etwa einem Fünftel aller elf- bis 17-Jährigen in Deutschland ein Verdacht auf eine Essstörung vor. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der auffälligen Mädchen zu, der der Jungen ab. Bei jedem dritten Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren gibt es Hinweise auf eine Essstörung. Infos: www.bzga-essstoerungen.de (Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) In der Region: www.essstoerungen-trier.de (Netzwerk Essstörungen Trier)
Krebs


Krebserkrankungen waren 2012 die zweithäufigste Todesursache in Deutschland: Mehr als ein Viertel aller Verstorbenen erlag einem Krebsleiden, so das Statistische Bundesamt. Krebs kann in den verschiedensten Organen des Körpers auftreten. Bei Männern wird mit Abstand am häufigsten Prostatakrebs diagnostiziert, gefolgt von Lungen und Darmkrebs. Bei Frauen steht der Brustkrebs an erster Stelle, danach kommen Darm und Lunge (Quelle: Zentrum für Krebsregisterdaten). Infos: www.krebsgesellschaft-rlp.de

Lungenerkrankungen


Asthma, Lungenfibrose, Lungenhochdruck und -krebs sowie COPD, umgangssprachlich auch Raucherlunge genannt, zählen unter anderem zu den Lungenerkrankungen. Diese gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen, so der Lungeninformationsdienst. Infos: www.lungeninformationsdienst.de In der Region: www.pat-liga.de/ortsverbaende (Ortsverbände der Patientenliga Atemwegserkrankungen)