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Schädlingsplage
Buchsbaumzünsler aus Ostasien auch in Europa

Seit 2012 vermehren sie sich wie verrückt, sie sind schön anzusehen, aber auch unfassbar gefräßig und man wird sie nur schwer wieder los. Die Rede ist vom Buchsbaumzünsler. Viele Menschen haben Probleme mit diesem Schädling, er breitet sich seit Jahren extrem schnell in Deutschland und anderen europäischen Ländern aus und oft hört man, dass dieser Schädling zu einem echten Problem werden kann. Wie man dem Befall von Buchbaumzünslern vorbeugt, ihn frühzeitig erkennt und was man machen sollte, wenn es bereits zu spät ist, erklären wir euch in folgendem Artikel.

Doch warum ist der Buchsbaumzünsler so ein großes Problem?

Der Buchsbaumzünsler kommt ursprünglich aus Ostasien, verbreitet sich aber seit Jahren auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Eine einzige Raupe dieser Art frisst im Schnitt bis zu 45 Blätter - und pro Buchsbaum können bis zu Hunderte Raupen vorkommen. Davon mal abgesehen besitzen die Buchsbaumzünsler nahezu keine natürlichen Feinde. Dazu kommt, dass die Populationsdichte des Buchsbaumzünslers stark ansteigt, da er sich pro Jahr in drei Generationen vermehren kann.

Kann man den Befall durch den Buchsbaumzünsler irgendwie verhindern?

Am besten geht man Problemen mit den Zünslern natürlich aus dem Weg, in dem man präventiv handelt und versucht seine Pflanzen von Anfang an vor den Schädlingen zu schützen. Eine effektive Möglichkeit seine Pflanzen vor dem Zünsler zu schützen ist seine Pflanzen mit Netzen abzudecken. Wichtig dabei ist, dass die Netze engmaschig genug sind, sodass die Schädlinge keine Chance haben in das Innere der Buchsbäume zu gelangen und dort ihre Eier abzulegen.

Dabei sollte man darauf achten, die Pflanzen bereits im Frühjahr, bevor der Zünsler aktiv wird, abzudecken. Sobald die Temperaturen wieder unter 7°C sinken, verpuppen sich die Zünsler zwecks Überwinterung und Sie können die Netze bis zum nächsten Frühjahr wieder entfernen. Damit man die optischen Einschränkungen so gering wie möglich hält, empfiehlt es sich auf grüne Netze oder am besten sogar spezielle und bereits fertige Pflanzennetze zurückzugreifen. Solche speziellen Netze sollte man eigentlich in jedem Gärtner-Fachhandel oder auch auf Amazon finden.

Wie kann man den Befall eines Buchsbaumes durch den Buchsbaumzünsler frühzeitig erkennen?

Buchsbaumzünsler passen sich sehr gut an ihre Umgebung an und sind somit selbst bei sehr genauem Hinsehen nur schwer zu entdecken. Es handelt sich hierbei um kleine, grüne Tiere mit weißen und grauen Streifen, sowie schwarzen Punkten. Diese Raupen werden in der Regel bis zu 5 Zentimeter groß. Ein wichtiges Merkmal dieser lästigen Schädlinge ist, dass sie sich von innen nach außen durch den Buchs fressen, wodurch der Befall durch die Zünsler meistens erst sehr spät entdeckt wird. Ein wichtiger Hinweis auf die Zünsler können Gespinste an der Pflanze sein, die mit gelb-grünen Kotkrümeln der Zünsler übersät sind.

Aber kommen wir nun zum Wichtigsten: Was tun, wenn meine Pflanze befallen ist?

Eine Möglichkeit wäre natürlich auf chemische Mittel zurückzugreifen. Wer aber nicht auf chemische und damit meist umweltunfreundliche Mittel zugreifen will, der hat auch andere Alternativen. Eine der bekanntesten und meistbenutzten Mittel den Raupenfraß zu bekämpfen ist Schmierseife. Ja, Sie haben richtig gelesen: Schmierseife gegen Buchsbaumzünsler. Man sollte aber darauf achten, dass man öl- und fettfreie Seife verwendet, da ölhaltige Seifenprodukte den Pflanzen schaden können, indem sie die Poren mit ihrer verklebenden Wirkung verstopfen.

Zuerst einmal lösen Sie die Schmierseife in Wasser auf. Anschließend befüllen Sie eine Sprühflasche mit dem Wasser-Seifen-Gemisch. Nun sprühen Sie die befallene Pflanze mehrmals und sehr großzügig mit dem Wasser-Seifen-Gemisch ein. Dabei ist drauf zu achten, dass zwischen den einzelnen Sprühvorgängen genügend Zeit verstreicht, damit die Seifenlauge genügend Zeit hat um abzutrocknen. Hat man dies erfolgreich gemacht, sollte man die nervigen Schädlinge schon bald loswerden und kann sich wieder, ohne von den Zünslern gestört zu werden, an seinen Pflanzen erfreuen.

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