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Mein schöner Garten
Schmucklilie umtopfen

Kathrin 
Hofmeister.
Kathrin Hofmeister. FOTO: TV / Kathrin Hofmeister
Der Schmucklilie (Agapanthus) hat der bisherige Sommer gefallen. Es war aber auch mediterran: Sonne satt, Blütenfülle auch! Bekanntermaßen laufen Schmucklilien zur Hochform auf, wenn es im Topf eng wird.

Steht der Kübel jedoch kurz davor, vom Wurzelwerk der südafrikanischen Exoten gesprengt zu werden, empfiehlt sich ein Umtopfen. Mit dem Ende seines Sommerflors im August ist der beste Zeitpunkt dafür gekommen.

Als erstes schneidet man die verblühten Stiele an der Basis mit der Gartenschere ab. Dann versucht man den Wurzelrand mit dem Spaten zu lockern. Bessere Erfahrungen habe ich mit einem scharfen Brotmesser gemacht. Legt man den Kübel zur Seite, lässt sich die Pflanze mit ihrem verfilzten Wurzelwerk leichter rausziehen. Zu zweit geht das oft besser: Einer hält den Topf, der zweite zieht am Blattschopf. Wird einem die nächste Topfgröße zu schwer und unhandlich, teilt man die Kübelschönheit in zwei Teilstücke. Dazu einfach den Wurzelballen mit dem Spaten in der Mitte teilen.

Frühestens nach drei Jahren erreichen die Teilstücke wieder ihre volle Blühreife – meist dann, wenn sie den Topf wieder voll ausfüllen. Zum Blütenerfolg tragen aber auch Düngung und die richtige Überwinterung bei. Schmucklilien dürfen nicht zu warm überwintert werden. Ich schiebe sie erst in die Garage, wenn das Thermometer unter Null Grad sinkt. Davor achte ich darauf, dass der eingepackte Topf unter Dach, an die Hauswand gerückt, nicht unter der Herbst- und Winternässe leidet. Im Frühling dagegen brauchen sie ausreichend Wasser und Dünger. In der Vegetationsperiode ist eine wöchentliche Düngergabe angebracht. Um diese Zeit stellt man das Düngen ein.

Für gleichmäßige Feuchtigkeit muss man dagegen weiterhin sorgen. Im Übertopf sollte das Wasser aber nicht stehen bleiben. Staunässe vertragen die fleischigen Wurzeln gar nicht.

Kathrin Hofmeister

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