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Wirtschaft
Deutschlands Wirtschaft boomt – Trier profitiert

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Die wirtschaftliche Lage Deutschlands könnte besser nicht sein: Das bereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Prozent angestiegen, die Wirtschaft um 2,3 Prozent gewachsen und die Zahl der Arbeitslosen hat sich verringert. Die Bundesrepublik bleibt auch weiterhin ein Wirtschaftsstandort, in den ausländische Investoren aus der ganzen Welt nur zu gern investieren. Gleichzeitig boomt der Außenhandel: Obwohl die Lage im europäischen Raum sowie in den USA angespannt bleibt, profitiert Deutschland nicht nur von seinen guten Außenhandelsbeziehungen, sondern ebenfalls von der guten Qualität der exportierten Güter. Die Entwicklung wirkt sich selbstverständlich auch auf Rheinland-Pfalz und den Raum Trier aus.

Zufriedenstellende Konjunktur in Rheinland-Pfalz

Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz bis 2017
Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz bis 2017 FOTO: Statista

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft lässt die ansässigen Unternehmen positiv in die Zukunft blicken. Laut des Konjunkturberichts der Industrie- und Handelskammer erwarten die Firmen in den kommenden 12 Monaten auch weiterhin steigende Umsätze und florierende Exporthandelsgeschäfte. Außerdem können sich rund 20 Prozent der Befragten vorstellen, die Zahl ihrer Mitarbeiter weiter aufzustocken. Doch nicht nur die Gewinne stiegen, durch die gute Auftragslage wurden die Produktionen in verschiedenen Industriezweigen massiv erhöht. Dies sorgte für knapp 40.500 Stellen, die neu geschaffen werden mussten, um die Anfragen überhaupt bedienen zu können.

Wirtschaftsstandort Trier

Bruttoinlandsprodukt von Rheinland-Pfalz bis 2016.
Bruttoinlandsprodukt von Rheinland-Pfalz bis 2016. FOTO: Statista

Der Raum Trier profitiert maßgeblich von seiner günstigen Lage: Inmitten des Weinbaugebiets der Mosel gelegen, ist Trier für seine Nahrungs- und Genussmittelindustrie bekannt. Dieser Wirtschaftszweig generiert jedes Jahr fast die Hälfte aller Umsätze. Weitere Säulen der Trierer Wirtschaft sind außerdem:

· Textilindustrie

· Baugewerbe

· Kunsthandwerk

· Feinmechanik

Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Bundesländern 2016.
Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Bundesländern 2016. FOTO: Statista

Gleichzeitig ist Trier ein sehr beliebter Hochschulstandort, der für Studierende durch die enge Kooperation von Universität und Unternehmen interessant ist. Die versprochene Praxisnähe sowie die Möglichkeit als Absolvent in der Umgebung einen guten Job zu bekommen, lockt jedes Wintersemester rund 13.000 potenzielle Arbeitskräfte in das Mosel-Gebiet.

Von sinkenden Arbeitslosenzahlen & Fachkräftemangel

Die Arbeitslosenzahlen sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Die Agentur für Arbeit teilt mit, dass Mitte 2017 nur 10.567 Menschen pro Monat als arbeitssuchend gemeldet waren - 5,8 Prozent weniger als es noch 2016 der Fall war. Trotzdem gab es rund 16.018 offene Stellen in Trier und Umgebung. In ganz Deutschland werden händeringend qualifizierte Fachkräfte gesucht. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen befürchten, in den nächsten Jahren der Anfrage nicht mehr Herr werden zu können, weil es ihnen angeeignetem Personal mangelt. Die Landesregierung will sich dieser Problematik annehmen und setzt daher bereits im schulischen Bereich an. Die Verbesserung der beruflichen Orientierung der Schüler sowie eine Erweiterung des vorhandenen Bildungsangebotes sollen nur der Anfang sein. Gleichzeitig wird über eine Verbesserung von Arbeit und Familie sowie über eine ausgewogenere Work-Life-Balance debattiert. Gerade bei Arbeitnehmern zwischen 25 und 35 ist der Wunsch nach einer besseren Vereinbarung von Beruf und Alltag groß. Unternehmen müssen sich daher darauf einstellen, dass dies ein wichtiges Kriterium für die Wahl der Bewerber ist. Um sich von der Konkurrenz abzuheben und qualifizierte Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen, bieten immer mehr Firmen sogenannte Zusatzleistungen wie ein Firmenwagen, eine betriebliche Altersvorsorge oder Verpflegungsgeld an. Diese Sonderleistungen sind lukrativ für beide Seiten: Die Mitarbeiter haben am Ende des Monats einen deutlich volleren Geldbeutel, während Unternehmen - durch ein Buchhaltungs- oder Lohnabrechnungsprogramm wie Lohn-Gehalt-Plus vom Hersteller Lexware - die entstehenden Kosten als Betriebsausgaben in der Steuererklärung geltend machen können.

Monatliche Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz bis Januar 2018.
Monatliche Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz bis Januar 2018. FOTO: Statista

Die Digitalisierung schreitet weiter voran

Dass die Digitalisierung in der Wirtschaft einen zunehmend höheren Stellenwert einnimmt, ist seit Jahren absehbar. Der Handel vergrößert stetig sein Online-Angebot, Firmen tauschen Daten mittels Datenexport mit ihren Steuerberatern aus und immer mehr Unternehmensbereiche werden digitalisiert. Die intelligente Vernetzung einzelner Produktionselemente soll viele Vorgänge effizienter gestalten, Ressourcen schonen und Geld einsparen. Die Digitalisierung verlangt allerdings einen Ausbau der bestehenden Breitbandverbindungen. Dieses Problem betrifft nicht nur den Raum Trier - es ist bundesweit vorhanden. Hinzu kommen unsichere Rahmenbedingungen, die zunächst optimiert werden müssten. Rheinland-Pfalz stellt sich seit Jahren der Situation und arbeitet stetig daran, en Breitbandausbau voranzutreiben. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Interessierte auf der Seite des Ministeriums des Inneren und für Sport.