Die Versicherungsbranche ist durch Naturereignisse völlig neu gefordert

Versicherungen : Die Versicherungsbranche ist durch Naturereignisse völlig neu gefordert

Bereits seit vielen Jahren ist auch deutschlandweit ein erhöhter Anstieg an Naturereignissen zu verzeichnen. Stürme, Hochwasser oder Hagel - diese und weitere Naturgewalten fordern jährlich Versicherungsschäden in Millionenhöhe. Die Versicherungsbranche ist gefordert, neue Lösungen für dieses Problem zu finden. Der Blick auf die Entwicklungen 2018 beweist, wie wichtig diese Initiative ist.

2018: ein Jahr voller Naturkatastrophen

Das Jahr 2018 ist noch nicht einmal vorbei. Dennoch kann bereits eine erste Bilanz gezogen werden. Kurz nach dem Jahreswechsel sorgte das Sturmtief Burglind für Schäden im dreistelligen Millionenbereich. Nur kurze Zeit später fegte der zweitschwerste Wintersturm seit der Mitte der 1970er Jahre über große Teile des Landes hinweg und verursachte Schäden, die an den unteren Milliardenbereich grenzen. Die nachfolgenden Monate waren von Hagel, Starkregen und heftigen Stürmen bestimmt. Und ganz gewiss wird die Monate lang anhaltende Dürre in der deutschen Versicherungsbranche auch ihre Spuren hinterlassen.

Die Risiken steigen

Wie auch die Versicherungsprofis von Moneycheck.de bestätigen, ist es nicht ausgeschlossen, dass noch in diesem Jahr die Zwei-Milliarden-Euro-Marke für die Schadenaufwendungen durch Naturereignisse überschritten wird. Schließlich ist nicht nur laut Meinung der Versicherungsexperten davon auszugehen, dass die Anzahl klimabedingter Naturkatastrophen kontinuierlich ansteigen wird. Erste Schritte sind bereits erfolgt. Denn schon im Jahr 2011 wurde eine Klimastudie veröffentlicht, die belegt, dass Sturmschäden bis zum Jahr 2100 um mehr als 50 Prozent zunehmen könnten. Zudem befürchten einige Klimaforscher, dass das Risiko der durch Überschwemmungen verursachten Schäden ebenfalls um das Doppelte ansteigt. Umso wichtiger ist es, Problematiken wie "Prävention" oder "Versicherungsschutz" noch stärker zu thematisieren. Derartige Tendenzen könnten beispielsweise durch landesweite Informationskampagnen angesprochen werden.

Erste Maßnahmen wurden bereits durchgeführt

In diesem Zusammenhang fand schon 2014 eine Naturgefahrenkonferenz statt, in deren Rahmen deutsche Versicherer weitere Informationen über Naturgewalten einforderten. Die Umweltministerkonferenz sprach sich im Oktober des gleichen Jahres für eine bundesweite Elementarschadenkampagne aus. Laut Aussagen der Politiker und Versicherungsexperten seien Vorsorge und Aufklärungsarbeit die effektivsten Schutzmaßnahmen vor Naturkatastrophen. Schließlich könnten sich Menschen erst dann effizient vor den Gefahren schützen, wenn sie sich derer auch bewusst sind. Gewiss sind erste Schritte in die richtige Richtung getan. Doch es bedarf noch viel Aufklärungsarbeit, bis die Versicherungsbranche diesbezüglich gesteckte Ziele auch nur halbwegs erreicht hat.

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