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Geldanlage - Tipps für sichere und profitable Varianten

Klassische Sparprodukte unattraktiv? : Geldanlage - Tipps für sichere und profitable Varianten

Um die 10 Prozent des Einkommens legen die Deutschen Jahr für Jahr zur Seite. Doch in erster Linie geht es heutzutage nicht mehr um die Frage, wie viel Geld gespart wird, sondern darum, wo man sein Geld anlegt.

Denn die Niedrigzinspolitik - die man durchaus auch als Nullzinspolitik bezeichnen kann - der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) hat klassische Sparprodukte unattraktiv werden lassen. Heutzutage sollte man sein Geld vorwiegend in Aktien, Fonds, digitale Währungen oder auch in Sachwerte, beispielsweise in Gold, anlegen. Sparbücher oder sogenannte Tages- wie Festgeldkonten sollten im Rahmen einer gewinnbringenden Veranlagung keine Rolle mehr spielen.

Bevor man jedoch sein Geld veranlagt, ist es ratsam, wenn man für sich selbst herausfindet, was einem persönlich wichtig ist. Geht es in erster Linie um die Sicherheit des Ersparten oder um den möglichen Gewinn? Wie lange soll das Geld veranlagt werden? Wann soll - im Idealfall - welche Summe wieder zur Verfügung stehen?

Warum es ratsam ist, sein Geld in Aktien zu investieren

Zu Beginn geht es um die Gesamtbetrachtung. Das heißt, man sollte Überlegungen anstellen, wie lange das Geld angelegt und welche Summe dann erreicht werden soll. Bis zu fünf Jahren wird von einem kurzen Anlagehorizont gesprochen; ein Zeitraum der die zehn Jahre übersteigt, wird hingegen als langer Anlagehorizont gesehen.

Je länger das Geld veranlagt wird, desto höhere Beträge werden in sogenannte Aktienfonds fließen. Bei einem langen Anlagehorizont sinkt nämlich das Risiko etwaiger Kursverluste. Wer beispielsweise von 1975 bis 2018 in den Aktienindex MSCI World investiert hat, der durfte sich über eine durchschnittliche Rendite von rund 8,7 Prozent/Jahr freuen - miteingerechnet die jährlichen Verwaltungskosten (0,2 Prozent). Hier kann kein traditionelles Sparprodukt mithalten.

Natürlich gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Eine hohe Aktienquote ist immer eine Gefahr, da Verluste nie ausgeschlossen werden dürfen. Wer jedoch auf eine breite Streuung achtet, der agiert jedoch ebenfalls risikoreduzierend. Das heißt, man sollte in Aktiengesellschaften investieren, die sich in verschiedenen Branchen und in unterschiedlichen Ländern befinden.

Gebühren nagen an den Renditen

Zu beachten ist, dass das Verfolgen eines langfristigen Anlagehorizonts aber nicht bedeutet, dass man nicht in regelmäßigen Abständen einen Blick auf das investierte Geld werfen sollte. Natürlich ist es nicht erforderlich, tagtäglich zu überprüfen, wie sich die Veranlagung entwickelt, jedoch mag es doch ratsam sein, sich mehrmals im Jahr einen Überblick zu verschaffen. Denn mitunter kann die vor fünf oder zehn Jahren begonnene Geldanlage heute auch nicht mehr den eigenen Ansprüchen entsprechen - vielleicht möchte man mehr Geld investieren oder auch das Ersparte in andere Aktiengesellschaften umschichten.

Im Rahmen einer Umschichtung sollte man natürlich immer auf die Kosten achten - wobei die Frage, wie hoch die Gebühren sind, schon ganz zu Beginn gestellt werden sollte. Denn anfallende Kosten nagen natürlich immer an den Gewinnen. Aus diesem Grund sollte im Zuge eines Vergleichs immer besonders auf das Gebührenmodell Acht genommen werden.

Man kann sein Geld auch in Sachwerte stecken

Eine durchaus interessante Möglichkeit stellen Sachwerte wie aber auch Edelmetalle dar. So ist es ratsam, wenn ein Teil des Vermögens in Gold veranlagt wird. Hier geht es jedoch auch um die Frage, wo dann die Barren oder Münzen verstaut werden - denn Banken verlangen hier oftmals recht hohe Gebühren, sodass es ebenfalls zu einer Schmälerung der Rendite kommt.

Das "digitale Gold", der Bitcoin, der auch über Bitcoin Profit gehandelt werden kann, mag vor allem risikoaffinen Anlegern empfohlen werden. Aufgrund der Tatsache, dass der Kryptomarkt ausgesprochen volatil ist, muss man besonders achtsam sein. Hohe Gewinne sind hier genauso möglich wie hohe Verluste.

Wer sein Geld in Sachwerte investiert, so beispielsweise in Antiquitäten oder auch Handtaschen wie Weine, muss sich bewusst sein, dass es ebenfalls eine nicht ganz einfach zu prognostizierende Wertentwicklung gibt. Oftmals mag der persönliche Sammlerwert nämlich wesentlich höher als der tatsächliche Preis sein, den man dann für das Stück bekommt.