Kostüme und andere Fallstricke Auto, Rad, E-Scooter: Das sollten Sie an Karneval unbedingt beachten

Trier/Luxemburg · Zu Fastnacht wird sich nicht nur verkleidet, sondern auch viel Alkohol getrunken. Im Straßenverkehr gibt es dafür aber strenge Vorgaben, was die Promille-Grenzen angeht. Manche Kostüme können ebenfalls problematisch werden.

 Auch an Karneval gelten die Regeln für Alkohol am Steuer (Symbolbild).

Auch an Karneval gelten die Regeln für Alkohol am Steuer (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn/Christin Klose

Am Rosenmontag und Fastnachtsdienstag wird gefeiert, und dazu gehören für viele Narren zwei Dinge: ein Kostüm und Alkohol. Beides kann aber im Straßenverkehr problematisch werden. Der ADAC erklärt, worauf Auto-, E-Scooter- und Fahrradfahrer achten müssen.

Kostüme beim Autofahren: Wo es Probleme geben könnte

In Verkleidung Auto zu fahren, ist grundsätzlich nicht verboten. Es gibt jedoch laut ADAC einige Regeln:

  • Sicht, Gehör und Bewegungsfreiheit dürfen nicht eingeschränkt sein
  • Gesicht des Fahrers darf nicht verdeckt oder verhüllt sein
  • Keine Schuhe, die ungeeignet zum Fahren sind (z.B. große Clownsschuhe)

Bei Verstößen drohen 60 Euro Bußgeld. Passiert deswegen ein Unfall, kann es sein, dass die Vollkaskoversicherung den Schaden nicht übernimmt oder im Haftpflichtfall die Ansprüche kürzt.

Alkohol am Steuer: Das sind die Promille-Grenzen

Auch an Fastnacht gibt es beim Thema Alkohol keine Narrenfreiheit. Für Autofahrer gelten laut ADAC generell folgende Promille-Grenzen:

  • 0,5 oder mehr Promille Blutalkohol: mindestens 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg, ein Monat Fahrverbot
  • Bei Unfall oder auffälligem Fahren: bereits ab 0,3 Promille Straftat, Geldstrafe und mindestens sechs Monaten Führerscheinentzug
  • 1,1 oder mehr Promille: Straftat, es droht eine hohe Geldstrafe oder bei Wiederholungstätern sogar Freiheitsstrafe, Führerschein wird für mindestens sechs Monate entzogen

Für Fahranfänger und junge Fahrer (in der Probezeit oder unter 21 Jahren) gilt ein absolutes Alkoholverbot. Bei einem Verstoß dagegen gibt es 250 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg, zudem muss ein Aufbauseminar absolviert werden und die Probezeit wird von zwei auf vier Jahre verlängert.

Alkohol auf E-Scooter, E-Bike und Fahrrad – diese Regeln gelten

Auch Narren, die vom Auto auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen, müssen Regeln beachten. Zu E-Scootern schreibt der ADAC: „Für Elektroroller-Fahrer gelten dieselben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer.“

Das ist dem ADAC zufolge auch bei E-Bikes, die allein durch einen elektrischen Motor angetrieben werden, oder Pedelecs mit elektrischer Tretunterstützung bis 45 Stundenkilometer (S-Pedelecs) so. Bedeutet also unter anderem auch: Führerscheinneulinge oder junge Fahrer dürfen solche Gefährte überhaupt nicht alkoholisiert nutzen.

Pedelecs bis 25 Stundenkilometer werden laut ADAC wie Fahrräder behandelt. Für Alkohol auf dem Fahrrad gelten folgende Regeln:

  • ab 1,6 Promille: Straftat, Geldstrafe in Höhe von etwa 30 Tagessätzen (ein monatliches Nettogehalt), zwei Punkte in Flensburg, MPU (wenn sie negativ ausfällt, ist der Führerschein weg – wird auch angeordnet, wenn man noch keinen Führerschein hat)
  • kann aber bei alkoholbedingten Ausfallerscheinungen (z.B. Fahren von Schlangenlinien, alkoholbedingtes Verursachen eines Unfalls) bereits ab 0,3 Promille strafbar sein

Welche Promille-Grenzen gelten für Autofahrer in Luxemburg?

Im Ausland gelten teilweise andere Promille-Grenzen als in Deutschland. In Luxemburg liegt die Grenze für Autofahrer laut ADAC bei 0,5 Promille (Bußgeld ab 145 Euro), für Fahranfänger bei 0,2 Promille (in den ersten zwei Jahren, Bußgeld mindestens 145 Euro). Bei Radfahrern liegt die Grenze ebenfalls bei 0,5 Promille (Bußgeld ab 145 Euro).

Auch am Morgen danach nicht mit Restalkohol ans Steuer

Der ADAC weist im Zusammenhang mit Alkohol am Steuer oder Lenker auch auf die Gefahr von Restalkohol am Morgen nach der Party hin. Wer bis spät in die Nacht feiere und Alkohol trinke, sei häufig auch am nächsten Morgen noch nicht fahrtüchtig.

Eine Alternative ist natürlich der öffentliche Nahverkehr. In Trier wurden zu Fastnacht die Fahrpläne angepasst, sodass in der Nacht nach Weiberdonnerstag und Rosenmontag länger Busse fahren. Außerdem ist in diesen Nächten zusätzlich das Smart-Shuttle buchbar (wie regulär in den Nächten auf Samstag und Sonntag). Weitere Informationen zum Busfahrplan in Trier an Fastnacht gibt es hier.

Als Quelle für diesen Artikel diente der ADAC, der auf seiner Homepage auch über das Thema informiert.

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