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Versicherung lohnt nicht immer
Mit Banksparplan für die eigene Bestattung vorsorgen

Eine Sterbegeldversicherung ist eine „Wette auf die Zukunft“. Wer etwa bis zu seinem 85. Lebensjahr einzahlen muss, hat meist mehr als die Auszahlungssumme aufgebracht, wenn er das Alter erreicht. Foto: Jens Büttner
Eine Sterbegeldversicherung ist eine „Wette auf die Zukunft“. Wer etwa bis zu seinem 85. Lebensjahr einzahlen muss, hat meist mehr als die Auszahlungssumme aufgebracht, wenn er das Alter erreicht. Foto: Jens Büttner FOTO: Jens Büttner
Frankfurt/Main. Damit Hinterbliebene nicht die Kosten tragen müssen, wollen viele Menschen für die Bestattung vorsorgen. Dafür bietet sich laut Verbraucherzentrale Hessen etwa ein Banksparplan an, auf den monatlich etwas Geld eingezahlt wird. dpa

Dieser sollte aber kurzfristig kündbar sein.

Eine weitere Option ist ein Tagesgeldkonto, auf das ebenfalls monatliche Beträge fließen. Unter Umständen ist auch ausreichend Vermögen vorhanden, so dass die Erben davon die Bestattung bezahlen können. Eine Sterbegeldversicherung lohnt sich aus Sicht der Verbraucherschützer dagegen nicht immer. Wer nach ihrem Abschluss noch lange lebt, zahlt demnach drauf.

Die Experten rechnen ein Beispiel vor: Ein 65-Jähriger schließt eine Police mit einer Auszahlungssumme im Todesfall von 5000 Euro und einer Beitragspflicht bis zum 85. Lebensjahr ab. Er zahlt einen monatlichen Beitrag von 32 Euro. Kurz nach dem 78. Lebensjahr hat er so bereits 5000 Euro eingezahlt, muss aber theoretisch noch Jahre weiterzahlen. Die Police sei eine „Wette auf die Zukunft“.

Ohnehin gilt: Bevor man für seine Bestattung vorsorgt, sollte man wissen, wie man sie sich vorstellt. Dafür holt man sich verschiedene Angebote von Bestattern. Wichtig ist auch, die Hinterbliebenen über seine getroffenen Vorkehrungen zu informieren und seine Wünsche für den Ablauf der Bestattung am besten schriftlich festzuhalten.

Mitteilung Verbraucherzentrale Hessen