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Richtig sparen im Zinstief: Tipps für Anleger

Zinsen für Tagesgeld und Sparanlagen sind im Durchschnitt so niedrig wie nie zuvor. Doch auch im Zinstief gibt es lohnenswerte Anbieter. Vergleichen lohnt sich.

Die Deutschen sind Sparfüchse. Gerne wird Geld auf Konten oder in bar beiseite gelegt. Private Haushalte in Deutschland horten insgesamt 2,2 Billionen Euro in bar und auf Konten, das entspricht 40 Prozent ihres Geldvermögens. Dabei ist Sparen äußerst unattraktiv geworden. Die Zinsen für das täglich verfügbare Tagesgeld ist auf ein Tief von 0,15 Prozent im Jahr gesunken. Finanzexperten raten, drei Netto-Gehälter auf einem Tagesgeld- oder Sparkonto zu parken. Das restliche Kapital sollte in einen längerfristigen Vermögensaufbau investiert werden. Hier bestehen höhere Chancen auf Rendite.

Gibt es noch Geldanlagen, die Zinsen über der Inflationsrate versprechen?

Die gibt es, zum Beispiel langfristig laufende Festgeld-Anlagen. Diese können die Inflationsrate von 1,5 schlagen. Für eine Laufzeit von fünf Jahren gibt es bis zu 2,5 Prozent pro Jahr und bei zehn Jahren Laufzeit 3 Prozent. Sparer sollten also langfristig denken und ihre Anlagen vor Inflationsverlust schützen.

Weiterhin empfehlenswert ist die Investition in Immobilien. Die Kosten für Instandhaltung und Steuern dürfen jedoch nicht vergessen werden. Auch auf dem Immobilienmarkt können die Preise fallen.

Tipp für Anleger: Aktien ein größeres Gewicht verleihen. Anleger können dazu zu Investmentfonds greifen. 2018 soll erneut ein profitables Aktienjahr werden.

Deutsche Bank beobachtet Vogel-Strauß-Taktik

Abwarten und auf Zinsen hoffen. Nach diesem Prinzip verfahren ca. 50 Prozent der Befragten einer Umfrage der Deutschen Bank. Diese abwartende Haltung ist jedoch nicht auf den Optimismus der Bankkunden zurückzuführen. 64 Prozent gehen davon aus, dass das Zinstief massive Folgen haben wird. Doch kaum ein Bürger möchte von den traditionellen und sicheren Anlageformen wie Sparbuch und Tagesgeldkonto abweichen. 20 Prozent setzen daher weiter auf diese Spareinlagen. Sicherheit wird bei deutschen Bankkunden groß geschrieben. 73 Prozent der Befragten wünschen sich die größtmögliche Sicherheit der Geldanlage.

Kombi-Angebote werden immer attraktiver

Wer in eine Fondsanlage einsteigen will, kann dies am besten über ein Kombi-Angebot tun. Hier wird eine planbare Zinsanlage über einen bestimmten Zeitraum mit der Investition in einen Investmentfonds kombiniert. Die Zinsen sind höher als bei traditionellen Sparangeboten. Nach sechs Monaten können Anleger über den Festgeldbetrag inklusive der Verzinsung frei verfügen.

Fragen gibt es hinsichtlich des Zinstiefes viele. Verbraucher sollten sich von ihrer Bank beraten lassen und individuelle Wege finden.