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Tarifmerkmale und wie sich damit Geld sparen lässt

Im Schadensfall möchte jeder gut versichert sein. Mit bestimmten Tarifmerkmalen lässt sich dabei sogar sparen.
Im Schadensfall möchte jeder gut versichert sein. Mit bestimmten Tarifmerkmalen lässt sich dabei sogar sparen. FOTO: pixabay.com / kreatikar
Bei Abschluss der Kfz-Versicherung sind in der Regel viele Fragen zu beantworten, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Auto zu tun haben. Das hängt damit zusammen, dass verschiedene persönliche Merkmale Einfluss auf die Beitragshöhe haben können. Wichtig ist dabei, alles korrekt anzugeben. Denn wer etwas falsch meldet und anschließend unterlässt es zu korrigieren, muss mit einer Nachzahlung und möglicherweise sogar mit einer Vertragsstrafe rechnen.

Statistiken sind die Grundlage für die Berechnungen

Wie hoch die monatliche Prämie für die Kfz-Versicherung ist, hängt in erster Linie vom Fahrzeug und der Region, in der es zugelassen wird, ab. Es erfolgt eine Einteilung in Typ- und Regionalklassen. Was genau hinter diesen Begriffen steckt, erklärt der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft unter gdv.de. Auch die Wahl der Versicherung - reine Haftpflichtversicherung oder eine Kaskoversicherung -beeinflusst den Preis. Zusätzlich spielen persönliche Merkmale sowie Statistiken eine wichtige Rolle. Die Versicherungen lesen daraus beispielsweise heraus, welche Fahrer die wenigsten Unfälle verursachen. Diese Kunden erhalten eine günstigere Versicherungsprämie. Da verschiedene Versicherer diese Tarifmerkmale unterschiedlich bewerten, entstehen bei gleichen Merkmalen unterschiedliche Preismodelle. Ein Vergleich ist deshalb ratsam. Das geht sehr einfach beispielsweise unter Autoversicherung-Vergleich.info. Dort geben Interessenten das Ortskennzeichen ein und erhalten eine Übersicht von mehr als 300 Tarifen. Die Differenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tarif kann mitunter bei rund 85 % liegen - vergleichen lohnt sich also immer.

Statistiken bilden häufig die Berechnungsgrundlage für die Versicherungsprämien.
Statistiken bilden häufig die Berechnungsgrundlage für die Versicherungsprämien. FOTO: pixabay.com / ArtisticOperations

Diese Tarifmerkmale können einen Unterschied markieren

· Die Schadensfreiheitsklasse

Vorsichtige Autofahrer bekommen von ihrer Versicherung einen Rabatt. Dieser zeigt sich in den gesammelten Schadenfreiheitsklassen. Mit jedem unfallfreien Jahr steigt der Rabatt.

· Das Alter

Junge Fahrer konnten naturgemäß noch keine Schadenfreiheitsklassen sammeln. Außerdem sind sie Statistiken zufolge häufiger in Unfälle verwickelt. Deshalb ist die Kfz-Versicherung für Fahr-Anfänger besonders teuer. Fährt ein Anfänger das Auto der Eltern, wird deren Versicherung um einiges teurer. Auch für ältere Fahrer verlangen viele Versicherungen - spätestens ab dem 65. Lebensjahr - eine höhere Prämie.

· Wohneigentum und Garage

Versicherte, die Wohneigentum besitzen, gelten statistisch gesehen als zuverlässig und solide. Die Wahrscheinlichkeit, dass Eigenheimbesitzer immer mit Vollgas fahren ist eher gering. Deshalb bekommt dieser Personenkreis von den Versicherern einen Rabatt von durchschnittlich drei Prozent. Wer dann noch sein Auto in die Garage stellt und nicht nachts auf der Straße parkt, kann mit weiteren zwei Prozent Rabatt auf die Kaskoversicherung rechnen.

· Der Beruf

Laut Statistik sind Beamte besonders vorsichtige Autofahrer, weshalb dieser Personenkreis einen ordentlichen Nachlass erhält. Im Durchschnitt belohnen die Versicherer die Wahl dieses Berufs mit 7,3 Prozent Nachlass. Einige Anbieter bieten auch Rabatte für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes oder gemeinnütziger städtischer Unternehmen an.

· Punkte in Flensburg

Wer Punkte in Flensburg gesammelt hat, kann sich entspannen. Versicherer stufen dies nicht als höheres Risiko ein. Kraftfahrer, die dennoch wissen möchten, was im Verkehrszentralregister über sie gespeichert ist, können unter kba.de eine Punkteauskunft beantragen.

· Unfälle und Vorschäden

Alle, die einen Unfall im Vorjahr hatten, verlieren von ihren gesammelten Schadenfreiheitsrabatten. Zusätzlich sollten Versicherungsnehmer mit einer um etwa 5,5 Prozent höheren Prämie rechnen, wenn sie die Versicherung wechseln.

Die Vertragsgestaltung beeinflusst ebenfalls den Preis

Einige der vorgenannten Merkmale, wie beispielsweise Alter oder Beruf, sucht sich niemand aus, um bei der Versicherung einen günstigen Tarif zu erhalten. Dennoch lässt sich mit anderen Tarifmerkmalen zusätzliches Geld sparen. So kann sich beispielsweise die Einschränkung des Fahrerkreises positiv auswirken. Am teuersten ist es, wenn der Fahrerkreis als unbeschränkt angegeben ist. Am günstigsten ist es, wenn nur ein Fahrer angegeben ist. Dabei gilt, dass der Ehe- oder Lebenspartner keinen Aufpreis kostet. Auch die Kilometerleistung wirkt sich auf den Preis aus. Hier sollten Verbraucher eher vorsichtig als großzügig schätzen. Je mehr Kilometer angegeben sind, desto teurer ist meist die Prämie. Wer zu niedrig geschätzt hat, sollte die korrekte Kilometerzahl nachmelden. Im Schadenfall überprüft die Versicherung die Kilometerleistung. Durch die Zahlweise lässt sich ebenfalls Geld sparen. Wer nur einmal jährlich seine Prämie für die Versicherung zahlt, kann gegenüber der vierteljährlichen Zahlweise im Schnitt zwischen sieben und acht Prozent sparen. Monatliche Zahlweise bieten viele Versicherer heute gar nicht mehr an.