Nachhaltigkeit und Risiko: Vorsicht bei grünen Direktinvestments

Nachhaltigkeit und Risiko : Vorsicht bei grünen Direktinvestments

In Bäume investieren? So können Anleger nachhaltig Geld anlegen und zum Umweltschutz beitragen, versprechen Anbieter. Dabei sind Direktinvestments nicht für alle geeignet.

Anleger, die etwas fürs Klima tun möchten, müssen aufpassen: Manche als nachhaltig beworbene Investments sind besonders risikoreich. Sie gehören zum sogenannten grauen Kapitalmarkt, der nicht reguliert ist.

Darauf macht die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften aufmerksam. Grundsätzlich gelte die Faustregel: Je höher die versprochene Rendite, desto höher das Risiko, viel Geld zu verlieren.

Sparern werden zum Beispiel Direktanlagen in Holzplantagen angeboten, die zweistellige Rendite bieten sollen. Dabei erwerben sie nach Anbieterangaben selbst ein Stück Wald. Durch die Nutzung sollen laufende Erträge generiert werden. Doch anders als versprochen sind Anleger bei einer Insolvenz des Anbieters nicht unbedingt als Eigentümer abgesichert, warnt der Fondsverband BVI.

Der Eigentumserwerb im Ausland scheitert in vielen Fällen an rechtlichen Problemen, hat auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) bereits festgehalten. Nicht alle Anleger kennen sich zudem mit den entsprechenden Märkten aus und könnten die Anlage selbst verwerten, falls der Anbieter pleitegeht, so die Bafin.

Nur bei erheblichen Bedenken für den Anlegerschutz kann die Aufsicht eingreifen. Geschlossene Fonds sind dagegen gesetzlich reguliert und werden von Aufsichtsbehörden überwacht, erklärt der BVI.

Bafin-Journal: Risiken bei Direktinvestments