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Aktien
Warum auch 2018 ein gutes Jahr für Aktionäre wird

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Auch 2018 wird, ungeachtet hoher Bewertungen und möglicher politischer Unsicherheiten, wohl ein erfolgreiches Jahr für all jene, die in den deutschen Aktienmarkt investieren. Die Mehrheit der Banken geht davon aus, dass der DAX am Ende des Jahres die 14.000 Punkte-Grenze erreichen wird. Das wäre ein Plus von rund 7 Prozent. Ob Anleihe, Aktieninvestment oder ETF - Gewinne sind scheinbar vorprogrammiert.

Anleger brauchen 2018 keine Angst vor EU-kritischen Parteien zu haben

Die Angst vor den Rechtspopulisten war im Jahr 2017 so groß wie noch nie. Könnte die Europäische Union zerbrechen? Eine Angst, die im Jahr 2018 jedoch unbegründet ist. Gewählt wird in Ungarn, in Slowenien, Lettland und in Italien. Die Wahrscheinlichkeit, dass die italienische Fünf-Sterne-Bewegung, eine EU-kritische Partei, die Sozialdemokraten überholen wird, ist gering. "Natürlich gibt es zahlreiche politische Risiken. Doch das robuste Wachstum federt die Angst vor drastischen Veränderungen ab", so ein Experte der DZ Bank. Nicht nur in Deutschland dürfen sich die Unternehmen über steigende Gewinne freuen - auch in den anderen Mitgliedsstaaten ist die Stimmung so gut wie schon lange nicht mehr. Des Weiteren spielt auch die Kauflaune der Verbraucher eine wesentliche Rolle. "In Deutschland ist der Konsum überrascht stark", so David Kohl (Julius Bär). Die Wirtschaft werde auch von einem immer stärker werdenden Immobilienmarkt gestützt.

Knackt der DAX die 14.000 Punkte-Grenze?

Sieben Finanzhäuser sind der Meinung, der DAX werde im Jahr 2018 die 14.000 Punkte-Grenze erreichen. UniCredit sei sogar der Ansicht, dass 14.500 Punkte möglich sein können. Das wäre ein Anstieg von rund 11 Prozent. Eine gewagte Prognose, denn durchschnittlich konnte der DAX in den letzten Jahren rund 8 Prozent zulegen. Nur 2017 legte der DAX 14 Prozent zu, entsprechende CFDs noch mehr. Eine Wiederholung, so die UniCredit, sei aber nicht ausgeschlossen. Auch der Euro Stoxx 50 wird, so die Experten, den Anlegern viel Freude bereiten. Die Deutsche Bank geht davon aus, der Euro Stoxx 50 wird auf 3.850 Punkte ansteigen. Noch optimistischer ist die DZ Bank - hier erwartet man einen Anstieg um 12 Prozent (4.000 Punkte). Doch wie lange wird dieser Aufschwung, der im Jahr 2013 begann, noch anhalten? Nur einmal konnte eine derartige Wachstumsphase in der Bundesrepublik beobachtet werden - das war von 1982 bis zum Mauerfall.

Anleger müssen trotzdem vorsichtig sein

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"Natürlich gibt es einige Anzeichen einer Überhitzung", so Christian Kahler. Klassische Indikatoren seien zahlreiche Börsengänge oder auch viele Aktienrückkaufprogramme. Auch die Experten der Sparkassen seien kritisch. "Die Aktienanleger haben schon sehr viele Vorschusslorbeeren verteilt. Viele sind bereits sehr sorglos geworden", so Gertrud Traud (Helaba-Chefvolkswirtin). Auch die Experten der Deka-Bank sind der Meinung, der DAX werde im Jahr 2018 nicht über 13.500 Punkte klettern. "Solange die Zinsen niedrig bleiben, solange wird es auch nicht zu einem Einbruch kommen. Steigt der Leitzinssatz, so wird es zu Kursrückgängen kommen", so ein Portfolio-Manager der Bank. Erste Anzeichen, dass die "ultralockere Geldpolitik" demnächst beendet werde, gäbe es bereits. So soll das Anleihekaufprogramm der EZB gegen Ende des Jahres auslaufen. Schon jetzt werden um 50 Prozent weniger in Anleihen investiert.