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Zinsen
Finanzielle Ziele 2018 - Die Auswirkungen der Niedrigzinsen

Kurz vor der Jahreswende machte die EZB mit der Verlängerung der Anleihekäufe deutlich, dass die Phase niedriger Zinsen auch im neuen Jahr nicht zu einem Ende kommen wird. Da sich der Leitzins inzwischen auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,0 Prozent befindet, sind viele Sparer in Deutschland zu einem Umdenken gezwungen. Doch welche Auswirkungen haben die Niedrigzinsen im Detail auf Wirtschaft und Privatanleger, und welche Maßnahmen sind nun zu treffen? Wir werfen darauf einen genauen Blick.

Schwierigkeiten für Sparer

Besonders die Sparer rücken immer wieder in den Fokus der Betrachtung. Als scheinbare Erzfeinde der aktuellen EZB-Politik, sind sie direkt von den finanziellen Auswirkungen betroffen. Besonders die klassischen Geldanlagen, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland stets eine große Rolle spielten, können nun kaum mehr zu einer Rendite führen. Im Gegenzug dazu frisst die schleichende Inflation den Geldwert oft schneller auf, als die mageren Zinsen wieder hinzufließen können. Unter dem Strich keine gelungene Situation, um aktiven Vermögensaufbau zu betreiben.
Besonders deutlich wurde der Einbruch der Renditen im Falle der oft gehandelten Staatsanleihen. Besonders in den vergangenen Jahrzehnten waren diese immer eine sichere Bank für Anleger, die ihr Geld für bis zu zehn Jahre anlegen wollten. Viele Papiere werden inzwischen mit einem Wert unter 0,70 Prozent verzinst. Somit führt selbst die Anlage eines besonders großen Vermögens zu einem kaum spektakulären absoluten Zuwachs der Geldmenge.

Auf der anderen Seite entstanden in der letzten Zeit neue Möglichkeiten für Kreditnehmer. Noch nie zuvor war es möglich, derart günstig an Fremdkapital zu kommen. Im großen Stil sorgte dies für einen regelrechten Bauboom, da viele die Gunst der Stunde für die Aufnahme eines Baukredits nutzen wollten. Doch auch im Kleinen lässt sich eine solche Auswirkung erkennen. Längst bieten viele Geschäfte die sogenannte Null-Prozent-Finanzierung an, die einen Ratenkauf zu besonders günstigen Konditionen möglich macht. Auch hier handelt sich im strengen Sinne lediglich um einen Kredit, welcher im jeweiligen Sonderfall noch an den Erwerb eines bestimmten Produkts gebunden ist.
Die Kreditnehmer selbst erfüllen dabei die genauen Anforderungen, wie sie die EZB stellte. Der eigentliche Grund hinter der künstlichen Senkung der Zinsen bleibt die Stärkung der Konjunktur. Durch die neuen Investitionen, wie sie in den vergangenen Jahren allein durch die günstige Finanzierung zustande kommen konnten, befinden sich die Verantwortlichen auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen.

Lohnt sich das Zurücklegen?

Doch lohnt sich das Sparen für die Allgemeinbevölkerung in diesen Tagen überhaupt noch? Experten bejahen diese Frage deutlich. Allerdings setzen sie voraus, dass neue Möglichkeiten der Geldanlage in den Blick genommen werden. Um den Prozess des Sparens anzukurbeln, raten sie zunächst zu einem Blick auf die laufenden Kosten. Dies betrifft nicht nur mögliche Abonnements, die das Konto Monat für Monat belasten. Auch scheinbar essentielle Ausgaben lassen sich in diesem Bereich etwas senken. Der Internetanbieter Vergleich bietet die Chance, einen Überblick über die Preise einer sehr dynamischen Branche zu gewinnen. Noch bekannter ist beispielsweise der Stromvergleich, welcher schon seit Jahren als Mittel der Wahl angepriesen wird. Wer sich diesen Möglichkeiten nicht verschließt, bekommt durchaus die Möglichkeit, monatlich einen höheren Sparbetrag zu erreichen.

Der besondere Vorteil bei der Reduktion laufender Kosten liegt im Alltag begründet. Während andere Sparmaßnahmen häufig mit einer Einschränkung des persönlichen Komforts verbunden sind, ist dies hier nicht der Fall. Stattdessen ist es auch nach dem Wechsel möglich, die gleiche Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Selbst eine scheinbar kleine Ersparnis von nur fünf Euro im Monat beschert auf mehrere Jahre gerechnet eine attraktive Summe. So rechtfertigt sich der geringe Aufwand, der dafür in Kauf zu nehmen ist, von selbst.
Hinzu kommen weitere Ersparnisse, die nicht nur auf reduzierten laufenden Kosten basieren müssen. Weiterhin ist es möglich, den Blick auf die großen Ausgaben des Alltags zu lenken. Besonders beim Auto sind viele Menschen bereit, hohe Summen in die eigene Mobilität zu investieren. Somit handelt es sich um einen Bereich, der zugleich ein hohes Sparpotenzial mit sich bringt.

Die richtige finanzielle Zielsetzung

Eines der großen finanziellen Ziele, welches viele Deutsche auch im Jahr 2018 verfolgen, konzentriert sich auf den Vermögensaufbau. Bereits die Erkenntnis, dass nicht nur der Verdienst, sondern gerade das Sparen darauf einen wichtigen Einfluss hat, ist ein erster Meilenstein auf dem Weg zum Erfolg. Wie bereits zahlreiche Money-Coaches in ihren Publikationen berichteten, handelt es sich bei der Reduktion laufender Kosten noch nicht um die einzige Möglichkeit, dem persönlichen Ziel einen Schritt näher zu kommen. Bereits die richtige Zielsetzung trägt einen Teil zum Erreichen des Vorhabens bei.

Dazu ist es zunächst notwendig, eine möglichst klare Formulierung zu wählen. Wer sich lediglich vornimmt, im neuen Jahr etwas mehr Geld auf die Seite zu legen, sieht sich mit recht laschen Verpflichtungen konfrontiert. Die sogenannte SMART-Formel ist dazu geeignet, ein höheres Maß an Klarheit in die eigene Formulierung einzubringen und dadurch den persönlichen Zielen einen Schritt näher zu kommen. Dazu sollte ein Ziel spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminierbar sein. Die Formulierung könnte folglich lauten: Im neuen Jahr möchte ich bis zum 31. Dezember zusätzliche Rücklagen in Höhe von 15.000 Euro bilden. Hierbei handelt es sich um ein Ziel, dessen Erreichen leicht am Stand des Kontos am betreffenden Stichtag abgelesen werden kann. Weiterhin ist es auf der Grundlage kleinerer Etappenziele möglich, einen Blick auf den persönlichen Fortschritt zu werfen. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die individuelle Summe am Ende tatsächlich erreicht wurde.

Neben der Erhöhung des Einkommens, die meist nur indirekt bewirkt werden kann, bleibt das Sparen ein wichtiger Punkt auf dem eigenen Weg. Viele Coaches im Bereich des Vermögensaufbaus empfehlen ein automatisiertes System, um die eigenen Ziele noch leichter zu Erreichen. Hierzu wird ein zusätzliches Girokonto eingerichtet, das in Zukunft als Sparkonto dient. Per Dauerauftrag wird nun stets ein fester Anteil des persönlichen Einkommens zu Beginn des neuen Monats auf das Sparkonto überwiesen. Bereits ein Anteil von zehn Prozent reicht in der Regel aus, um sich schnell am Zuwachs der Sparsumme zu erfreuen. In Zukunft steht monatlich von Beginn an weniger Geld zur freien Verfügung. Selbst für Menschen, die große Schwierigkeiten damit haben, langfristig und diszipliniert zu sparen, kann dies bereits ein zentraler Anreiz sein. Derweil wächst der Kontostand des Sparkontos langsam aber stetig. Ist eine gewisse Summe erreicht, lässt sich das Geld zudem gewinnbringend investieren, um einen noch schnelleren Zuwachs zu erreichen.

"Nicht durch Ihr Einkommen, sondern durch Sparen werden sie reich."
- Bodo Schäfer, Money-Coach

Besonders in der medialen Darstellung wird die "Finanzielle Freiheit" als Endstufe der persönlichen finanziellen Entwicklung bezeichnet. In diesem Stadium gelingt es, das persönliche Leben vor allem aus den Einkünften des Kapitalvermögens zu bestreiten und dabei einen hohen Lebensstandard zu pflegen. In der Tat handelt es sich um ein großes Fernziel, welches einem verschwindend geringen Anteil der Bevölkerung vorbehalten sein wird. Doch bereits die einzelnen Vorstufen können ein attraktives Ziel sein, welches die eigenen Sparansätze auch in Zeiten niedriger Zinsen motiviert. Zahlreichen Privatanlegern gelingt es, an der Börse Kapitaleinkünfte zu erzielen, die in guten Jahren zumindest ein persönliches Monatseinkommen ersetzen. So lässt sich kaum bestreiten, dass ein höheres Maß finanzieller Freiheit dadurch generiert werden kann. Ob es jemals möglich sein wird, die Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitseinkommen zu reduzieren, steht derweil auf einem ganz anderen Blatt.

Neue Chancen an der Börse

Ist es erst einmal gelungen, einen gewissen Betrag zurückzulegen, so kommt es auf die passende Anlage des Geldes an. Immer wieder kritisieren Sachverständige die enge Bindung der Deutschen zu klassischen Geldanlagen. Aus vielen Köpfen ist die Assoziation des Sparbuchs noch immer nicht verschwunden, obwohl dort heute oft nur 0,10 Prozent Effektivzins zu erwarten sind. Auf der anderen Seite stehen weniger flexible Anlagen, die scheinbar passende Abhilfe schaffen können. Doch selbst das Tagesgeld oder Festgeld bietet keine Renditen, die zu wesentlichen finanziellen Sprüngen führen können. Dennoch ist es ratsam, sich der Suche nach der passenden Geldanlage nicht zu verschließen.

Um herauszufinden, welches Modell im individuellen Fall am besten geeignet ist, empfehlen Experten zunächst einen Blick auf den Horizont der Anlage. Wird das Geld womöglich innerhalb von vier Jahren wieder benötigt, können Tagesgeld oder Festgeld die richtige Wahl sein. Wer sich dagegen sicher ist, das Geld für einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren nicht zu benötigen, verfügt über ein breites Feld unterschiedlicher Möglichkeiten. Dabei kommt gerade der Anlage in Aktien eine große Bedeutung zu. Das stetige Wachstum des Marktes bescherte den Aktionären in den vergangenen Jahren satte Gewinne. Dennoch sind nur rund zehn Prozent der Deutschen dazu bereit, ihr Geld an der Börse zu investieren. Mit der richtigen Herangehensweise werden die Chancen, die damit verbunden sein können, offensichtlich.

Keinesfalls ist es möglich, beliebige Papiere zu kaufen und auf eine Wertsteigerung zu hoffen. Auf der einen Seite müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Zu einer genauen Einschätzung wäre wiederum der Erwerb des praktischen Fachwissens erforderlich. Doch jeder Privatanleger ist dazu in der Lage, nach dem Prinzip der Diversifikation anzulegen. Dies bedeutet, dass ein möglichst breites Feld unterschiedlicher Wertpapiere in das Depot aufgenommen wird. Eine praktische Anlageform, die einen direkten Zugriff ermöglicht, ist der ETF. Hierbei handelt es sich um einen passiv gemanagten Form, der die wirtschaftliche Entwicklung der in ihm enthaltenen Indizes und Güter nachbildet. Auf diese Weise bietet der Kauf eines einzigen Papieres die Möglichkeit, an der positiven Entwicklung der Weltwirtschaft zu partizipieren und damit eine Rendite zu erzielen.

Auch ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschreibt den Trend der Privatanleger zur Investition an der Börse. Einerseits rührt die noch bestehende Abschreckung nach Meinung der Autoren aus den Nachwirkungen der Dotcom-Blase. Zur Zeit der Jahrtausendwende setzte in Deutschland schon einmal ein Aktien-Boom ein, der immer mehr Anleger an die Börse brachte. Doch nur wenige Firmen der neuen Internet-Bewegung, die zur damaligen Zeit hoch gehandelt wurden, konnten dem großen Druck der Konkurrenz widerstehen. Folglich verloren zahlreiche Anleger ihr Geld, was zu einer größeren Distanz führte.
Weiterhin spielen offensichtlich starke moralische Aspekte eine Rolle bei der Wahl der Geldanlage. Immer mehr Fonds entdecken dabei die Zielgruppe der Privatanleger für sich und möchten sie mit einer nachhaltigen Strategie der Anlage überzeugen. Dies bedeutet, dass keine Anlagen ins Portfolio aufgenommen werden, die rücksichtslos auf ihrem Weg zur gewünschten Rendite sind. Im Blickpunkt steht dabei vor allem der Handel mit Waffen, aber auch der rücksichtslose Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Risikobewusstsein schärfen

Gleichzeitig ist es von Bedeutung, die Risiken der Geldanlage in Zeiten niedriger Zinsen nicht aus dem Blick zu verlieren. Besonders die Börse erlebt immer wieder starke Einbrüche der Kurse, die den Wert des eigenen Depots stark schmälern können. Aus diesem Grund bietet vor allem ein langfristiger Anlagehorizont eine sichere Grundlage für die eigenen Geschäfte. Dies liegt in der stets positiven Tendenz, wie sie die Märkte gerade langfristig auszeichnet. Dadurch sinkt das Risiko finanzieller Verluste, sobald Anleger nicht dazu gezwungen sind, ihre Anteile in einem Zeitraum weniger Jahre zu verkaufen. Kommt es doch zu einem Einbruch des Kurses, so kann dieser ausgesessen werden, bis sich wieder eine bessere wirtschaftliche Zeit anschließt. Ein Verlust entsteht schließlich erst im Moment des Verkaufs der Anteile zu einem niedrigeren Preis.

Gleichzeitig bedeutet die zunehmende Konzentration der Anleger auf die Börse eine neue Form des Geldmanagements. Da das Risiko eines Verlusts beim klassischen Sparbuch quasi bei 0 lag, konnten alle Ersparnisse mit gutem Gewissen dort platziert werden. Im Falle des Aktiendepots ist nicht zu diesem Vorgehen zu raten. Stattdessen lautet die Maßgabe für einen klassischen Privatanleger, nur rund 10 bis 20 Prozent des liquiden Vermögens in diese Anlage zu packen. Auf dieser Grundlage sinkt die eigene Abhängigkeit von den Kursen der Börse und langfristig wird eine bessere Diversifikation erreicht. Auch für kurzfristige Ausgaben, wie sie sich im Alltag nie völlig vermeiden lassen, steht damit leicht zu erreichendes Kapital zur Verfügung.

Die weitere Entwicklung

Doch wie steht es um die weitere wirtschaftliche Entwicklung, die im Kleinen wie im Großen maßgeblich von den Entscheidungen der EZB abhängig ist? Auf der einen Seite wird es nicht unbegrenzt möglich sein, die Politik niedriger Zinsen aufrechtzuerhalten. Die gezielte Förderung der Unternehmen durch günstige Kredite könnte langfristig zur Blasenbildung führen. Ein Einlenken an der richtigen Stelle ist daher erforderlich, um den wirtschaftlichen Einbruch zu vermeiden. Auf der anderen Seite stehen jedoch zahlreiche Akteure, welche die Zinswende nur zu gerne verhindern würden. Allen voran zählen dazu diverse Staaten der EU, die in den vergangenen Jahren hohe Schuldenberge auftürmten. Sollten die Zinsen wieder steigen, so beträfe dies auch die staatliche Verschuldung. Die jährlichen Summen, die allein für die Deckung der Schuldzinsen benötigt werden würden, schnellten dadurch in die Höhe. So mancher Staat, der ohnehin am Rande der wirtschaftlichen Existenz steht, könnte nach Meinung der Experten dadurch in den Abgrund gezogen werden.

Weiterhin hängt die Zinspolitik sehr eng mit dem weiteren wirtschaftlichen Wachstum zusammen. Dieses war im vergangenen Jahr 2017 so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Offizielle Einschätzungen gehen davon aus, dass sich dieser Trend noch mindestens bis in die zweite Jahreshälfte 2019 fortsetzen wird. Erst ab diesem Moment wäre die Zinswende somit wieder eine ernstlich zu überlegende Möglichkeit. Das rechtzeitige Einlegen ist von besonderer Bedeutung, um einer Überhitzung der Wirtschaft zu entgehen. Diese könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Blasenbildung an den Märkten führen. Somit wäre die Grundlage für einen Einbruch der Börsen geschaffen, wie wir ihn zuletzt im Jahr 2008 erlebten. Bereits dieser Aspekt stellt die große Verantwortung deutlich unter Beweis, mit der sich die Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank aktuell vertraut sehen.

Gerade Kreditnehmer wären wiederum schnell von der Kehrtwende betroffen. Viele Darlehen verfügen über keine Zinsbindung. Dies bedeutet, dass es für den Kreditgeber möglich wäre, den fälligen Zinssatz an die Anforderungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation anzupassen. Folglich würden sich die Kosten zahlreicher Verbindlichkeiten plötzlich erhöhen und womöglich die finanzielle Kapazität der Kreditnehmer überspannen. Besonders drastisch wirkt sich die Zinswende somit auf hohe Darlehen aus, wie sie zum Beispiel beim Hausbau notwendig sind. Wer beim Abschluss des Vertrags nicht auf die Zinsbindung setzte, kann somit langfristig mit deutlich höheren Raten konfrontiert werden. Schon aus diesem Grund ist es für jeden Verbraucher wichtig, sich hinsichtlich der möglichen Zinswende auf dem Laufenden zu halten und einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen zu werfen.

Zusammenfassung

Natürlich stellt die aktuelle Niedrigzinsphase neue Anforderungen, denen sich auch Privatanleger widmen müssen. Wer nicht dazu bereit ist, zumindest partiell von der eigenen Anlagestrategie vergangener Tage abzuweiche n, hat allerdings kaum eine Chance, eine attraktive Rendite zu erzielen. Auf der anderen Seite stellen nicht nur die Einschätzungen verschiedener Experten unter Beweis, dass das Sparen nach wie vor eine gelungene Chance darstellt. Bis heute ist es möglich, vom Effekt des Vermögenszuwachses zu profitieren, auch wenn dieser eine andere Herangehensweise fordert.

Zu den großen Profiteuren der aktuellen Entwicklung zählen derweil Kreditnehmer, die die Gunst der Stunde für eine günstige Fremdfinanzierung nutzen. Doch auch sie müssen den Blick in die Zukunft richten. Denn keiner weiß, wie lange diese Vorzeichen der finanziellen Entwicklung noch erhalten bleiben werden und wann der Punkt für einen radikalen Umschwung gekommen ist. Wird die Zinswende eines Tages in die Wege geleitet, so könnte sich dieses Bild schnell wieder in die Richtung klassischer Geldanlagen verschieben. Somit lässt sich auch die große Aufmerksamkeit erklären, die aktuell jeder kleinen Regung von Seiten der EZB entgegengebracht wird.