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Corona-Schnelltest: Im Laden schon wissen, welcher Test gut ist

Gesundheit : Wie sicher ist mein Corona-Schnelltest? So finden Sie es schon im Laden heraus

Im Laden liegen oft verschiedene Corona-Schnelltests für den Heimgebrauch nebeneinander. Der Kunde ahnt vielleicht schon, dass nicht alle gleich gut funktionieren. Inzwischen kann man sofort prüfen, welcher Test besser ist.

Es gibt eine lange Liste von Antigen-Schnelltests, die in Deutschland zugelassen sind. Welche davon am zuverlässigsten funktionieren, ist für den Kunden im Laden leider nicht erkennbar. Dabei gibt es drastische Abweichungen zwischen den Ergebnissen unterschiedlicher Produkte. Bei manchen liegt die Wirksamkeit unterhalb der Schwelle, die das staatliche Paul-Ehrlich-Institut als akzeptabel betrachtet.

Ein eher neues Online-Tool ermöglicht es jetzt, schnell mit dem Smartphone zu checken, was ein bestimmter Corona-Schnelltest taugt.

Wie kann ich online den Schnelltest-Test durchführen?

Der Verbraucher muss lediglich die Seite schnelltesttest.de aufrufen. Dort gibt es zwei Optionen. Erstens kann man den Strichcode der Schnelltest-Verpackung einscannen. Das geht einfach mit der Kamera des Smartphones. Die Seite findet dann automatisch das Produkt und kann das Ergebnis anzeigen. Die zweite Möglichkeit ist es, durch die Eingabe von Text zu suchen. Dafür gibt der Verbraucher zum Beispiel den Namen des Tests oder den Namen des Herstellers ein.

Wenn das Ergebnis einen grünen Haken zeigt, hat der Test die Anforderungen des Paul-Ehrlich-Insituts (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) erfüllt. schnelltesttest.de zeigt außerdem einige weitere Informationen zur gemessenen Zuverlässigkeit des Corona-Schnelltests an.

Wer steckt hinter schnelltesttest.de und woher kommen die Daten?

Das Paul-Ehrlich-Institut hatte bereits im November 2021 eine Auswertung zu diesem Thema vorgelegt. Das Institut ist unter anderem zuständig für die staatliche Kontrolle verschiedener Arzneimittel. Die Ergebnisse aller Untersuchungen lagen aber nur als große, unhandliche Tabelle vor. Ein schneller, digitaler Abgleich war für Verbraucher kaum möglich. Diese Lücke hat nun das Hacker-Kollektiv „zerforschung“ mit dem Schnelltest-Test geschlossen. Durch die ehrenamtliche Leistung der Mitwirkenden werden die vorhandenen Daten erstmals leicht zugänglich gemacht.

Was sagt die Bewertung über den einzelnen Corona-Schnelltest aus?

Die Zuverlässigkeit hängt bei einem Schnelltest auch vom Einzelfall ab. Deshalb verwenden die Untersuchungen einen vorab definierten Wert der Viruslast, bei dem die Schnelltests im Durchschnitt bestehen müssen. Die Sensitivität eines Tests wird als akzeptabel eingestuft, wenn er bei einer hohen Virenmenge zu mindestens 75 Prozent positiv ausfällt. Den gemessenen Wert für die Sensitivität bei geringerer Virusbelastung gibt der Schnelltest-Test ebenfalls an.

Warum finde ich im Schnelltest-Test nicht jedes Produkt?

Die Macher von „zerforschung“ erklären, dass die Datenbank nicht für jeden Strichcode ein Ergebnis liefern wird. Das liegt nicht daran, dass Produkte in den Daten des Paul-Ehrlich-Instituts fehlen. Es liegt daran, dass noch nicht alle Packungen für alle Corona-Schnelltests erfasst sind. Der gleiche Test kann zum Beispiel in unterschiedlichen Packungsgrößen mit verschiedenen Strichcodes verkauft werden. In solchen Fällen bittet „zerforschung“ darum, ein Bild der Packung und des Codes zu schicken, damit die Datenbank damit aufgestockt wird. Bis die Aktualisierung auf der Website auftaucht, kann es aber etwas dauern. Das Einpflegen solcher Daten geschieht nicht nur ehrenamtlich, sondern auch in Handarbeit.