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Das richtige Bett für Arthrose und Rheuma

Probeliegen ist Pflicht : Das richtige Bett für Arthrose und Rheuma

Ob Arthrose oder Rheuma - in Deutschland leiden viele unter Gelenkerkrankungen. Egal ob eine Arthrose oder eine rheumatische Arthritis (die häufigste Form von Rheuma in Deutschland), beide Krankheiten beeinträchtigen die Lebensqualität massiv und sorgen bei falscher Therapie oder gar untherapiert für nahezu dauerhafte, chronische Schmerzen.

Das Problem dabei ist, dass beide Erkrankungen nicht geheilt werden können. Wenn sich in einem Gelenk erst einmal eine Arthrose gebildet hat, kann das Gelenk nicht mehr regeneriert werden. In beiden Fällen kommt es in fast allen Fällen zu sogenannten Anlaufschmerzen, bei denen die Gelenke morgens nach dem Schlafen oder wenn Betroffene lange gesessen haben, besonders schmerzhaft sind und sich kaum bewegen lassen.

Bei einer Arthrose kommt es auch bei regelmäßiger Bewegung, die im Zentrum jeder Athrose-Therapie stehen sollte, zu Anlaufschwierigkeiten. Lassen sich diese Schmerzen durch die Wahl des richtigen Bettes beeinflussen? Lohnt es sich für Betroffene ein Wasserbett zu kaufen?

Was muss eine Matratze bei Gelenkerkrankungen leisten?

In der Vergangenheit rieten Mediziner bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Rheuma zu harten Matratzen, damit der Körper nicht in der Matratze einsinkt und sich hieraus keine Fehllagerungen entwickeln.

Die Idee war, dass eine weiche Matratze dazu führen würde, dass Gelenke und vor allem die Wirbelsäule durch das Gewicht des Körpers in eine falsche Stellung während des Schlafes gezwungen würde. Dies würde die Krankheit und die Schmerzen weiter verschlimmern.

Heute wissen wir, dass eine harte Matratze nicht so gesund ist, wie oft angenommen. Denn auch auf einer harten Matratze wird das Körpergewicht nicht optimal verteilt. Stattdessen sollten Betroffene auf orthopädische Matratzen setzen, die das Körpergewicht tatsächlich optimal verteilen. Auch eine Wasserbettmatratze kann hilfreich sein. Der Vorteil von Wasserbetten: ein modernes Wasserbett kann beheizt werden. Ein beheiztes Bett ist eine wahre Wohltat für jeden Körper, der von Gelenkschmerzen geplagt wird.

Bei herkömmlichen Matratzen auf Punktelastizität achten

Wer anstelle eines Wasserbettes auf eine konventionelle Matratze setzen möchte, weil sie teilweise günstiger sind oder sich aus dem Gewicht der Matratze keine Probleme mit dem Gewicht ergeben, der sollte darauf achten, dass die Matratze eine gute Punktelastizität bietet.

Aus diesem Grund sie die klassischen Federkernmatratzen für Menschen mit Gelenkerkrankungen eine schlechte Wahl. Oft muss es aber keine extra entsprechend beworbene Matratze handeln. Auch eine günstige Kaltschaummatratze kann bei Gelenkerkrankungen schon eine gute Wahl sein. Ein kleiner Test beim Kauf der Matratze reicht schon aus: Einfach mit einem Finger auf die Matratze drücken - je kleiner der einsinkende Bereich der Matratze ist, desto besser ist die Matratze.

Die Krux mit Gelmatratzen

Oft für Menschen mit Gelenkerkrankungen beworbene Matratzen sind Gelmatratzen. Diese bieten ein ähnliches Schlafgefühl wie ein Wasserbett. Das Problem bei Gelmatratzen ist aber, dass sie das Gewicht nicht so gleichmäßig verteilen wie ein Wasserbett, den Körper nicht unterstützen und auch nicht beheizt sind. Es ist aber in den meisten Fällen eben jene Beheizung, die die größte Wohltat für Patienten mit schmerzenden Gelenken und Knochen ist. Deswegen sollten Betroffene keine Gelmatratze wählen. Stattdessen ist eine gute Kaltschaummatratze eine bessere Wahl, wenn das Budget für ein beheiztes Wasserbett nicht ausreicht.