Manuka Honig: Gelbes Gold oder nur ein gehyptes Lebensmittel?

Naturheilmittel oder Lebensmittel : Manuka Honig: Gelbes Gold oder nur ein gehyptes Lebensmittel?

Kaum ein Produkt wurde in den letzten Jahren so stark gehypt, wie das beim Manuka Honig der Fall ist. Gerade deshalb stellen sich viele Menschen die Frage, ob es sich dabei tatsächlich um ein vollwertiges Naturheilmittel, das bei Krankheiten helfen kann, handelt oder nur um ein überteuertes Lebensmittel.

Im Folgenden klären wir daher, was Manuka Honig eigentlich ist, welche Inhaltsstoffe er besitzt, auf was beim Kauf zu achten ist und wie er konkret angewendet wird.

Wie wird Manuka Honig hergestellt und welche Inhaltsstoffe hat er?

Er soll sowohl bei Magen-Darm-Beschwerden, als auch bei Erkältungen und Infektionen der Atemwege helfen, sowie die Heilung von Wunden erheblich beschleunigen. Die Rede ist von dem sagenumwobenen Manuka Honig, der ursprünglich aus Neuseeland und Südost-Australie n stammt, wo er aus der dort beheimateten Südseemyrte bzw. deren Blütennektar von den Bienen erzeugt wird.

Obwohl Manuka Honig erst seit vergleichsweise kurzer Zeit in Deutschland populär ist, geht seine Geschichte bis zu den Ureinwohnern Neuseelands, den sogenannten Maori, zurück. Diese verwendeten den Honig äußerlich zur Desinfektion von Wunden und zur Behandlung oberflächlicher Entzündungen. Gleichfalls kam er aber auch zur innerlichen Anwendung unter anderem gegen Erkältungen und Infektionen der Atemwege.

Das Besondere am Manuka Honig ist sein hoher MGO-Gehalt, der um bis zu 100 Mal höher ausfällt als bei anderen Honig-Sorten. MGO steht für Methylglyxocal, ein Zuckerabbauprodukt, das bereits in der Honigwabe entsteht, wenn dem im Blütennektar enthaltenen Inhaltsstoff Dihydroxyaceton Wasser entzogen wird. Neben MGO befinden sich in echtem Manuka Honig übrigens noch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Wo kann Manuka Honig erworben werden und gibt es Unterschiede?

Mittlerweile gibt es den Honig nicht nur in zahlreichen Drogeriemärkten, sondern auch im Internet zu kaufen. Dort sollte allerdings darauf geachtet werden, dass es sich um ein Produkt handelt, das aus autorisierten Quellen bestenfalls direkt importiert worden ist. Gleichfalls sollte auch der Händler vertrauenswürdig sein und dem Honig ein Zertifikat beiliegen, aus dem der MGO-Gehalt hervorgeht.

Dieser ist nicht nur hauptausschlaggebendes Qualitätsmerkmal, sondern beeinflusst als wichtigster Faktor den Preis des Produkts. Hohe Qualität kann von Manuka Honig ab einem MGO-Gehalt von etwa 400+ erwartet werden, es gibt allerdings je nach Hersteller auch preiswertere Produkte mit deutlich geringerer Konzentration.

Häufig stoßen Käufer von Manuka Honig auf die sogenannten UMF-Klassifizierungen. "UMF" steht für "Unique Manuka Factor", wobei die gängigen Kategorisierungen bei UMF 10 bis UMF 25 liegen und in Fünferschritten gestaffelt sind. So steht beispielsweise UMF 10 für eine MGO-Konzentration von 100 Milligramm pro Kilogramm, UMF 20 hingegen für 400 Milligramm pro Kilogramm.

Welche Wirkungen entfaltet der Honig und wie wird er angewendet?

Spannend ist die Frage, welche Wirkungen von der Einnahme von Manuka Honig zu erwarten sind und wie diese erfolgen sollte. Grundsätzlich besitzt dieser Honig laut unzähliger deutscher und internationaler Studien potenziell ein sehr breites Wirkspektrum, das sich im Wesentlichen wie folgt charakterisieren lässt:

- Antiseptisch
- Antibakteriell
- Antiviral
- Antioxidativ
- Entzündungshemmend
- Wundheilend

Manuka Honig hat nicht nur das Potenzial, auf der Ausbreitung von Viren und Bakterien basierende Infektionen der Atemwege respektive Erkältungen effektiv zu behandeln, sondern er kann auch gegen Magen-Darm-Beschwerden, Pilzinfektionen und äußere Verletzungen der Haut wirksam sein. Außerdem ist unter seiner Verwendung eine Stärkung des Immunsystems möglich.

Auf Anwendungsebene kann Manuka Honig je nach Erkrankung z.B. verdünnt in Wasser oder Tee getrunken sowie inhaliert oder zur oberflächlichen Behandlung auf die betreffende Hautstelle mit dem Finger aufgetragen werden.

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