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Risikolebensversicherung: Wann ist ein Abschluss sinnvoll?

Wer seine Familie vor finanziellen Nöten schützen möchte, sollte den Abschluss einer Risikolebensversicherung erwägen.
Wer seine Familie vor finanziellen Nöten schützen möchte, sollte den Abschluss einer Risikolebensversicherung erwägen. FOTO: pixabay.com / TheVirtualDenise
Der Sinn einer Risikolebensversicherung besteht darin, die nächsten Angehörigen im Falle eines plötzliches Todes abzusichern.

Der Abschluss einer solchen Versicherung empfiehlt sich besonders für den Hauptversorger einer Familie, die durch dessen Ableben ansonsten in arge finanzielle Bedrängnis geraten könnte. Zum Beispiel, wenn kleine Kinder da sind, deren Ausbildung der Partner bei Wegfallen eines Einkommens nicht mehr ohne Weiteres finanzieren könnte. Aber auch in anderen Situationen kann eine Risikolebensversicherung durchaus ratsam sein:

  • Für unverheiratete Paare, denen per Gesetz nach Ableben des Partners keine zusteht. Wenn beide Partner berufstätig sind und zum Haushaltseinkommen beitragen, dann besteht auch die Möglichkeit, sich gegenseitig durch eine verbundene Risikolebensversicherung vor finanziellem Unbill zu schützen.

  • Für Geschäftspartner: Insbesondere bei neu gegründeten Unternehmen und Start-Ups kann der Verlust des Partners eventuell das Aus für die Firma bedeuten. Eine verbundene Risikolebensversicherung kann das Weiterbestehen des Unternehmens garantieren.

  • Für die Absicherung eines Darlehens. Auch für Familien, die langfristige Kredite laufen haben, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Beispielweise, wenn es gilt, einen Immobilien- oder Autokredit abzuzahlen, den die restliche Familie bei Wegfallen eines Einkommens nicht mehr ohne Weiteres bedienen könnte.

Unbedingt Angebote vergleichen!

Wer sich den günstigsten Tarif sichern möchte, sollte unbedingt Angebote von verschiedenen Versicherungen online vergleichen. Viele Anbieter versprechen ähnliche Leistungen zu teilweise sehr unterschiedlichen Tarifen - Seiten wie Risikolebensversicherung-Vergleich.info bieten einen schnellen Überblick über die gängigen Tarife je nach Altersgruppe und Lebensstil.

Wer seine Familie vor finanziellen Nöten schützen möchte, sollte den Abschluss einer Risikolebensversicherung erwägen.

Ein frühzeitiger Abschluss garantiert niedrigere Beiträge

Die Höhe der Beitragszahlungen für Risikolebensversicherungen hängen von den persönlichen Lebensumständen ab: Eine Rolle für die Errechnung der Beitragshöhe spielen beispielsweise Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand, Beruf und Lebenswandel. Junge, gesundheitsbewusste Menschen zahlen generell weniger als vorbelastete, ältere Personen oder Menschen mit einem risikobehafteten Beruf oder Hobby. Ebenfalls eine Rolle spielt die Vertragslaufzeit und die Höhe der Versicherungssumme: Je länger die Vertragslaufzeit, desto geringer die monatlichen Beiträge.

Raucher und Menschen mit risikoreichem Beruf oder Hobby zahlen oft empfindlich höhere Versicherungsbeiträge.
Raucher und Menschen mit risikoreichem Beruf oder Hobby zahlen oft empfindlich höhere Versicherungsbeiträge. FOTO: pixabay.com / Pexels

Übrigens sollten die Angaben zum eigenen Gesundheitszustand unbedingt ehrlich ausfallen. Sollten manche Antworten sich als unwahrheitsgemäß herausstellen, hat der Versicherer nämlich das Recht, im Nachhinein Leistungen zu verweigern.

Welche Nachteile hat eine Risikolebensversicherung?

Wie jede Versicherung hat auch eine Risikolebensversicherung nicht nur Vorteile. Wer eine abschließt, sollte sich im Klaren über die Bedingungen sein: Eine Risikolebensversicherung bietet nämlich nur einen Schutz für den Todesfall, im Unterschied zu einer herkömmlichen Lebensversicherung. Weil kein Kapital aufgebaut wird, sind bei einer Risikolebensversicherung keine Auszahlungen zum Vertragsende möglich.

Außerdem sind Raucher und Menschen mit Vorerkrankungen deutlich im Nachteil: Sie bezahlen oft bis zu dreimal so viel wie Nichtraucher und gesundheitsbewusste Personen. Der Grund dafür ist, dass die Versicherung hier ein gewisses Risiko eingeht: Denn die Auszahlung der gesamten Summe erfolgt auch dann, wenn der Versicherte bereits kurz nach Abschluss der Versicherung verstirbt - also zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht sehr viele Beiträge eingezahlt wurden. So betrachtet ist es verständlich, dass die Versicherungen höhere Beiträge von Menschen verlangen, die Ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Raucher und Menschen mit risikoreichem Beruf oder Hobby zahlen oft empfindlich höhere Versicherungsbeiträge.

Was genau bedeutet eine verbundene Risikolebensversicherung?

Wie bereits oben erwähnt, empfiehlt sich eine verbundene Risikolebensversicherung hauptsächlich für unverheiratete Paare und Geschäftspartner. Die Besonderheit dieser Variante liegt darin, dass mit einer einzigen Versicherung zwei Personen gleichzeitig abgesichert werden. Ausgeschüttet werden kann die Versicherung aber nur einmal: Und zwar, wenn der erste der Partner innerhalb der Vertragslaufzeit stirbt. Sollten beide Partner gleichzeitig sterben - etwa bei einem Verkehrsunfall - wird die Summe ebenfalls einmalig an die Verbliebenen ausgeschüttet. Im Falle einer Trennung ist es möglich, eine neue Person als Versicherungsbegünstigten einzutragen.

Drum prüfe, wer sich bindet

Wie jede Versicherung ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung ein bindender Vertrag, der finanzielle Verpflichtungen nach sich zieht. Risikolebensversicherungen sind zwar frühzeitig kündbar, jedoch werden bereits eingezahlte Beiträge bei einer Kündigung nicht zurückerstattet. Außerdem gibt es nach Ende der Laufzeit kein Geld zurück: Die Versicherungssumme ist wirklich nur für die Absicherung von Hinterbliebenen im Todesfall gedacht und verfällt ansonsten nach Ablauf der Versicherungszeit.