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Zecken-Risikogebiete: Fünf neue Regionen vom RKI bestimmt

Gesundheit : RKI bestimmt fünf weitere FSME-Risikogebiete

Die von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME breitet sich weiter in Deutschland aus. Fünf weitere Kreise sind deshalb vom RKI als Risikogebiete eingestuft worden.

In Deutschland sind fünf weitere FSME-Risikogebiete ausgezeichnet worden. Das zeigt das aktuelle Epidemiologisches Bulletin 9/2021 des Robert-Koch-Institutes. Vier der neuen Risikogebiete grenzen demnach an bisherige Risikogebiete.

Neu hinzugekommen sind zudem jeweils ein Kreis in Bayern (Dillingen a. d. Donau), Hessen (Fulda), Sachsen (Mittelsachsen) und Thüringen (Weimarer Land). Insgesamt gibt es in Deutschland damit 169 Kreise, die als FSME-Risikogebiet definiert sind.

Wie das 24-seitige Dokument ebenfalls zeigt, besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen. Auch in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. In Rheinland-Pfalz gilt der Landkreis Birkenfeld seit einigen Jahren als Risikogebiet.

Laut RKI wurden im Jahr 2020 die bisher höchste Anzahl an FSME-Erkrankungen seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet. 704 Erkankungen wurden bekannt. Dies ist das Doppelte des jährlichen Medianwertes von 301 Erkrankungen.

Ab wann ist ein Kreis ein FSME-Risikogebiet? Dazu müssen die Erkankungszahlen über dem Schwellenwert liegen, ab dem ein Risikogebiet definiert wird. Dieser ist dann überschritten, wenn in einem Zeitraum von fünf Jahren im Kreis oder in der Kreisregion (besteht aus dem Kreis und allen angrenzenden Kreisen) mehr als ein Fall pro 100.000 Einwohner aufgetreten ist. Im Landkreis Birkenfeld (1,24) und im Eifelkreis Bitburg-Prüm (1,01) ist dieser Wert überschritten.

Die lebensbedrohliche Viruserkrankung FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) wird von Zecken übertragen, genauer gesagt vom Gemeinen Holzbock. Personen, die in einem FSME-Risikogebiet leben oder dort zum Beispiel einen Wanderurlaub planen, sollten sich impfen lassen.