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Fair Fashion für Anfänger: So setzten Sie die guten Vorsätze um

Fair Fashion für Anfänger: : So setzten Sie die guten Vorsätze um

In Zeiten von Klimawandel und Umweltverschmutzung fassen immer mehr Menschen den Entschluss, ihr Leben nachhaltiger zu gestalten. Diese Entscheidung beeinflusst dann allerdings mehr als nur einen Lebensbereich.

Von einer Veränderung des Essverhaltens zu vegetarischer oder veganer Ernährung bis hin zur Umstellung des Kaufverhaltens zu bewusstem Konsum, all das gehört zu einer nachhaltigeren Lebensweise. Viele stoßen dabei auch auf den Begriff Fair Fashion. Was es damit auf sich hat und wie Sie Fair Fashion für Ihren Kleiderschrank finden:

Was steckt hinter Fair Fashion?

Der Großteil der heutigen Mode ist Fast Fashion: kurzlebige Kleidung, die auf Kosten von Mensch und Umwelt billig produziert wird. Fair Fashion dagegen versucht, alle Prozesse rund um das Thema Mode für Verbraucher, Mitarbeiter und Natur nachhaltiger zu gestalten. Dabei unterscheidet man zwei Grundideen von fairer Mode. Zum einen geht es um den bewussten Kauf von fair produzierter Mode, ganz nach dem Motto Qualität statt Quantität. Zum anderen setzt der Fair Fashion Trend auf gebrauchte Kleidung, die sich bereits im Umlauf befindet, sodass keine neuen Ressourcen in Anspruch genommen werden müssen.

Tipps für Fair Fashion Einsteiger

Wer den Entschluss gefasst hat, den eigenen Kleiderschrank auf Fair Fashion umzustellen, der weiß oft nicht, wo am besten anzufangen ist. Mit den folgenden Tipps und Tricks können Sie Ihre Kleidung Stück für Stück nachhaltiger machen.

1. Kleiderschrank aufräumen und ausmisten

Der erste Schritt in die richtige Richtung lautet Bestandsaufnahme.

- Welche Teile besitzen Sie?

- Welche tragen Sie regelmäßig?

- Was liegt nur im Schrank?

Ihre Lieblingsteile dürfen Sie auf jeden Fall behalten. Alles, was nur im Schrank Staub fängt, muss weg. Die aussortierte Kleidung können Sie dann verkaufen oder spenden. Es ist allerdings nicht im Sinne von Fair Fashion, wenn Sie Ihren gesamten Kleiderschrank wegwerfen, nur weil es sich vielleicht um Fast Fashion handelt. Faire Mode ist auch Mode, die so lange wie möglich genutzt wird.

Wem die Entscheidungen beim Ausmisten schwerfallen, der kann sich an zwei Fragen orientieren:

- Wie gut kann ich dieses Kleidungsstück kombinieren?

- Wie oft und wie gerne trage ich es?

Nachdem Sie ausgemistet haben, hilft es, System in Ihren Schrank zu bringen. Egal, ob Sie nach Farbe, nach Jahreszeit oder nach Art der Kleidung sortieren, Hauptsache Sie haben am Ende einen guten Überblick über all Ihre Teile.

2. Auf Basics setzen

Das beste Grundgerüst für jeden Kleiderschrank bilden gut kombinierbare Basics, die zu allem passen. Und genau bei diesen Basics sollten sie auf qualitativ hochwertige und faire Teile achten, die lange Freude machen. Natürlich heißt das nicht, dass Sie nur in noch in einfachen schwarzen Pullovern und T-Shirts herumlaufen müssen. Die Basic-Teile bilden lediglich den Grundstein Ihres Kleiderschrankes, während Sie ihn immer noch mit Statement-Pieces aufwerten können. Wichtig ist nur, dass alle Teile zu Ihrem Stil passen, damit Sie sich immer wohlfühlen können.

3. Shopping-Detox: was brauchen Sie wirklich?

Statt bei Shopping-Laune einfach loszumarschieren, sollten Sie sich in Geduld üben und Ihre Kleider-Wünsche erst einmal aufschreiben. Oft kaufen Menschen Dinge nämlich nur aus einer Laune heraus, obwohl sie diese eigentlich nicht benötigen. So kommen oft auch die Staubfänger in Ihren Kleiderschrank. Wenn Sie allerdings vier Wochen später wieder einen Blick auf Ihre Wunschliste werfen und immer noch das Gefühl haben, dass sie das neue Teil brauchen, dann können Sie sich auf die Suche machen.

4. Vom klassischen Shopping lösen

Nicht nur auf den klassischen, großen Einkaufsstraßen können Sie neue Schätze finden. Es gibt noch viele andere und vor allem nachhaltigere Möglichkeiten, Kleidung zu kaufen. In Secondhand-Läden, auf Flohmärkten oder auf Online-Plattformen können Sie gute Kleidungsstücke zu geringen Preisen erwerben. So bekommen die Kleider ein zweites Leben, statt einfach im Müll zu landen. Besonders in Secondhand-Läden haben Sie oft gute Chancen, um coole Einzelstücke zu finden, die sonst keiner hat.

Außerdem gibt es aktuell noch einen ganz anderen Trend in der Modebranche: Kleidung leihen oder mieten, statt sie zu kaufen.

5. Fair Fashion kaufen

Ganz ohne Neuanschaffungen geht es dann am Ende meistens trotzdem nicht. Zum Glück können Sie dann guten Gewissens zu Mode von Fair Fashion Labels greifen. In größeren Städten finden Sie mittlerweile oft kleine Läden, die faire Mode anbieten. Außerdem gibt es eine Vielfalt an Online-Stores. So ist Fair Fashion für jeden online erhältlich. Da die nachhaltigen Kleidungsstücke oft etwas teurer sind als andere, hier eine kleine Checkliste für Ihren Fair Fashion Kauf:

- Trägt das Kleidungsstück ein bestimmtes Siegel und wenn ja, welches?

- Wurde es aus Bio-Rohstoffen hergestellt?

- Passt es perfekt zu Ihnen und zu Ihren anderen Kleidungsstücken?

Wie diese fünf Tipps zeigen, es ist gar nicht so schwer, den eigenen Kleiderschrank nachhaltiger zu gestalten. Schon kleine Schritte bringen Sie ein ganzes Stück weiter, zu einem fairen und nachhaltigem Modebewusstsein.