Grenzenlose Freiheit über den Wolken

Empfehlung : Grenzenlose Freiheit über den Wolken

Der Traum der Fliegerei ist so alt wie die Menschheit selbst. Frei zu sein wie ein Vogel, schnell von A nach B zu gelangen und auf keinerlei Hindernisse zu stoßen, diese Vorstellung fasziniert viele Menschen.

Mit der Erfüllung dieses Traums und der aufkommenden Berufsbezeichnung “Pilot/-in” enstand ein neues Problem: Beim Steuern eines Flugzeugs waren die Piloten vollständig gefordert und hatten keine zusätzliche Hand frei, um nach ihrer Taschenuhr zu sehen. Aus dieser Not heraus entstand im Jahre 1904 die erste Armbanduhr, die nun einen schnellen Blick auf die Zeit ohne Einschränkungen ermöglichte.

Schnell folgten weitere Modelle verschiedener namhafter Hersteller, welche sich auf die Bedürfnisse der Piloten fokussierten. Unter allen Bedingungen mussten die Uhren schnell und einfach abzulesen sein sowie sich leicht bedienen lassen. Die Entwicklung schritt immer weiter voran, eine Uhr im Cockpit erfüllte bald den Zweck eines Navigationsinstrumentes.

Heutzutage sind Armbanduhren im Flugzeug nicht mehr notwendig. Aufwendige Aviatik-Berechnungen erfüllen heute die Bordcomputer, dennoch hat die Fliegeruhr ihren festen Platz in der Geschichte der Aeronautik gefunden.

Fliegeruhren in der Neuzeit

Der Fliegeruhr wird ein Ausmaß an Nostalgie zuteil wie kaum einer anderen Uhrenfamilie. Mit Anhängern aus aller Welt genießen klassische Pilotenuhren eine breite Fangemeinschaft, fast alle Schweizer Hersteller bieten eine funktionale Fliegeruhr an. Doch nicht nur die für ihre Uhrmacherkunst bekannten Schweizer fertigen die beliebten Armbanduhren. Auch deutsche Hersteller mischen ordentlich auf dem Luxusuhrenmarkt mit und warten mit der ein oder anderen interessante Fliegeruhr auf.

Heute sehen die Armbanduhren im Fliegerdesign weitestgehend so aus wie früher. Manche Elemente wurden jedoch angepasst, da sie heutzutage überflüssig geworden sind. So beispielsweise die übergroße Gehäuseform, welche damals der Ablesbarkeit in hektischen Situationen zutrug. Oder überlange Lederarmbänder - heute schnallt man sich eine Armbanduhr eher direkt ums Handgelenk als über die Jacke oder um den Oberschenkel.

Wie definiert sich eine Fliegeruhr?

Die grundlegendste Eigenschaft ist die einfache Ablesbarkeit sowie leichte Handhabung. Um diese zu erreichen, setzen Fliegeruhren auf ein mattschwarzes Zifferblatt, welches Sonnenreflexionen verhindert, sowie kontrastreiche Skalierungen.

Doch auch die obligatorische Leuchtmasse auf Indexen und den klar zu unterscheidenden Zeigern trägt zur erleichterten Ablesbarkeit bei.

Auf dem Zifferblatt sticht sofort der ikonische Nullindex in Form eines Dreiecks ins Auge, welcher sich damals auf militärische Vorgaben bezog. Er hat sich etabliert und ist heute nicht mehr wegzudenken.

Das Gehäuse einer Fliegeruhr darf ebensowenig spiegeln oder ablenken, weshalb sämtliche Oberflächen satiniert, statt poliert werden.

Zudem fällt die Aufzugskrone oft groß und besonders griffig aus, um die Bedienbarkeit auch mit Handschuhen zu gewährleisten.

Wer sich heute einen Zeitmesser im Design einer Fliegeruhr kauft, profitiert definitiv von dem durchdachten Gestaltungskonzept. Auch wenn er oder sie nicht regelmäßig im Flugzeugcockpit sitzt, kann man dennoch mit Fug und Recht behaupten, eine perfekt ablesbare Uhr zu tragen, die einen ebenso hohen Bedienkomfort garantiert.

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