Landfrauen in Leichlingen nähen für den Hospizdienst

Schöne Aktion : Landfrauen in Leichlingen nähen für den Hospizdienst

Leichlingen. Die Landfrauen in Leichlingen haben den ortsansässigen Hospizdienst mit neuen Kochschürzen ausgestattet. Die Schürzen werden dann erstmalig bei einer gemeinsamen Kochveranstaltung eingesetzt.

Der Hospizdienst von Leichlingen erhält Unterstützung von den Landfrauen. Die Damen des Nähkreises, die das Handwerk an der Nähmaschine seit Jahren beherrschen, haben für den Hospizdienst eine Reihe neuer Kochschürzen genäht. Das erste Mal sollen die bunten Schürzen von den Trauernden bei einem gemeinsamen Kochevent genutzt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Landfrauen der Stadt mit ihrer Arbeit unter die Arme greifen. Schon seit längerer Zeit gibt es die selbstgenähten Stoffbeutel der Frauen, die sich in der bekannten Blütenstadt zu einem wahren Bestseller entwickelt haben. Die Nachfrage nach den Beuteln ist groß. Zuspruch finden diese dabei nicht nur bei Bürgern und Vereinen, sondern auch bei zahlreichen Institutionen vor Ort. "Selbstgenähtes steht hoch im Kurs. Seit Jahren steigt die Zahl der Kinder und Erwachsenen, die sich wieder selbst an der Nähmaschine ausprobieren möchten.”, wie die Kreativ-Experten von HOBBYLUX erklären.

Schon seit 2015 fertigen die Landfrauen, die mit Leidenschaft nähen, für die Blütenstadt die verschiedensten Kreationen. Für die Anfertigung der bunten Beutel werden ausschließlich gespendete Stoffe verwendet. Der Erlös, der durch den Verkauf der Stoffbeutel entsteht, wird schließlich an örtliche Vereine und Organisationen weitergegeben. Neben dem Hospiz konnten so auch der Verein "Mittendrin in Leichlingen” sowie das Kinder- und Jugenddorf St. Heribert zuletzt umfassend unterstützt werden.

Dass die Nachfrage für Selbstgenähtes hoch ist, zeigt ein neues Projekt. Die Landfrauen widmen sich seit kurzer Zeit einem vollkommen neuen Modeaccessoire. So kreieren sie mit ihren Nähkünsten seit kurzer Zeit elegante Schürzen. Die Stoffspenden, die die Frauen des Nähvereins dabei erhalten, sind ganz unterschiedlich und reichen von ausrangierten Jeans über schicke Tischtücher bis hin zu Gardinen, die mit viel Geschick recycelt werden und eine neue Aufgabe erhalten.

Die Kochschürzen für die Trauernden wurden nun direkt in den Räumen des ökumenischen Hospizdienstes genäht, der sich in der Brückenstraße befindet. Die Landfrauen, die sich an der Aktion beteiligten, haben die Gelegenheit genutzt, um sich mit den Mitarbeitern ebenso über die Arbeit des Hospizdienstes auszutauschen.

Der Hospizdienst der Region Leichlingen begleitet Menschen und Familien, die mit dem Tod konfrontiert wurden oder werden. Viele Menschen, denen der Dienst hilft, sind schwer krank. Nach dem Tod werden auch die Angehörigen weiter im Alltag begleitet. Derzeit sind für den Hospizdienst insgesamt sechs Trauer-Begleiterinnen tätig, die als solche eine spezielle Ausbildung genossen haben. Eines der Projekte des Dienstes ist das Café Horizont, das jeden zweiten Mittwoch stattfindet. Es richtet sich an Trauernde. Sie bekommen hier die Möglichkeit sich mit anderen Menschen auszutauschen, die ein ähnliches Schicksal erlebt haben. Weiterhin vereint der regionale Hospizdienst verschiedene ehrenamtliche Trauer-Begleiterinnen, die ebenso den Angehörigen zur Seite stehen. Das Kochevent des Dienstes findet nun unter dem Motto "Trauerkloß + Ulknudel - Sinne, Sinnlichkeit & Sinnhaftigkeit wieder entdecken” statt.

Eines der ersten Ziele des Hospizvereins ist es dabei, die Menschen zusammenzubringen und ihnen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein. Für das Kochevent haben sich die Landfrauen besonders ins Zeug gelegt und die Aufgaben des Nähteams clever verteilt. So gibt es neben den Näherinnen auch Designer sowie Stecker und Bügler. Durch die Aufteilung erhoffen sich die Nähfrauen unter anderem eine größere Menge an Schürzen fertigstellen zu können.

Mehr von Volksfreund