Online Dating im Wandel der Zeit

Die Liebe im digitalen Zeitalter : Online Dating im Wandel der Zeit

Über die Jahrhunderte gibt es eine Sache, welche sich nicht geändert hat: Die Suche nach dem Partner für's Leben. Viele Singles wünschen sich eine stabile und harmonische Beziehung. Der Gedanke daran alleine bleiben zu müssen, ist für viele Menschen eine Horrorvorstellung. Doch die Partnersuche hat sich dank des Internets stark gewandelt.

Die Liebe wird heute digital gefunden

Das World Wide Web bietet in puncto Partnersuche nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Denn im Netz tummeln sich viele Singles, die auf der Suche nach einer Partnerschaft sind. Die Auswahl ist somit riesig und die Wahrscheinlichkeit fündig zu werden, sehr hoch.

Früher waren es noch Kontaktanzeigen

Lange bevor es die zahlreichen Singlebörsen im Internet gab, haben wir noch per Kontaktanzeige nach dem richtigen Partner gesucht. Diese Form der Partnersuche gibt es zwar immer noch, dürfte aber so langsam vom "Aussterben" bedroht sein. Die Kontaktanzeigen landeten früher noch in der Tageszeitung und wurden dementsprechend auch nur von Menschen aus der Region gelesen. Die Kontaktanzeigen können aber auch im Netz veröffentlicht werden. Dafür stehen zahlreiche Singlebörsen zur Verfügung, welche nicht nur deutschlandweit, sondern zum Teil auf der ganzen Welt vertreten sind. Doch dabei handelt es sich eher um eine überholte Variante der Partnersuche. Heute wird eine der zahlreichen Plattformen genutzt, um darin ein Profil zu erstellen und die eigene Person zu bewerben. Einige Partnerbörsen arbeiten im Vorfeld mit Persönlichkeitstests, welche angeblich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und das Match (also die höchstmögliche Übereinstimmung) mit einem anderen Profil wird via Algorithmus anzeigt.

Von der Zeitung in die App

Die Kontaktanzeige gestaltete sich insofern als Herausforderung, da es auf die richtige Formulierung ankam. Denn mit einem Foto konnten die Anzeigen in der Regel nicht untermauert werden. Die Resonanz endete also immer in einem Blind Date und man wusste im Vorfeld nicht, was einen erwartet. Zumal die Anzeigenschaltung natürlich nicht gratis war. Heute ist es deutlich einfacher geworden. Viele Anbieter fokussieren sich auf Apps und schenken der Desktop-Version ihrer Singlebörse nur wenig Aufmerksamkeit. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn die Apps gelten als äußerst beliebt und werden gern unterwegs auf dem Smartphone genutzt. Zu diesen Dating-Apps gehören unter anderem:

Lovoo

Badoo

Tinder etc.

Diese Apps zeichnen sich durch ihre unendliche Reichweite aus. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich dort zu registrieren. Und die Anmeldung ist schon mit ein paar wenigen Klicks erledigt. Dann heißt es: Profil ausfüllen. Hier bleibt es jedem selbst überlassen, ob er von vorn herein vieles über sich Preis gibt oder das Feld für den individuellen Text lieber freilässt. Deshalb sind häufig nur kurze Hinweise in den einzelnen Profilen zu lesen. Zum Beispiel, dass One Night Stands, Affären oder eine Freundschaft Plus nicht gewünscht sind.

Singles binden sich heute schneller

Allerdings hat sich im Wandel der Zeit nicht nur die Partnersuche selbst, sondern auch das Liebesleben der Menschen deutlich geändert. In der Mitte des letzten Jahrhunderts war es noch üblich, sich mehrere Wochen oder sogar Monate zu daten, bevor es zu einer ernsthaften Beziehung kam. Heute ist das anders. Da die Auswahl auf Datingplattformen im Internet so groß ist, findet man auch schneller einen passenden Partner. Wie bereits erwähnt, gibt es auch Portale, welche ihren Mitgliedern die passenden Partner vorschlagen. Diese Möglichkeiten sorgen dafür, dass wir nicht mehr lange suchen müssen, um einen Partner mit denselben Interessen zu finden.

Es muss nicht immer eine Beziehung sein!

Viele Menschen sind beruflich so eingespannt, dass für eine ernsthafte Beziehung keine Zeit bleibt. Diese Menschen wollen jedoch nicht auf Sex verzichten und nutzen deshalb das sogenannte Casual Dating. Dabei geht es darum, nach einem One Night Stand, einer Affäre oder der aktuell so in Mode geratenen Freundschaft Plus zu suchen. Mitglieder dieser Singlebörsen suchen spezifisch nach Gleichgesinnten, weshalb der Wunsch nach Sex, körperlicher Nähe und Ungebundenheit keinesfalls als verwerflich betrachtet wird. Ganz im Gegenteil. Bis vor einigen Jahren war dies noch unvorstellbar. Früher galt es als verrufen, wenn das Sexleben sehr aktiv und vor allem mit verschiedenen Partnern gestaltet wurde. Heute heißt es: Umschauen! Heute werden dafür entsprechende Portale besucht, die genau dieses Ziel unterstützen. Zum Beispiel c-date.de oder fremdgehen69.de. Auf unabhängigen Vergleichsplattformen wie Datinginsider werden entsprechende Portale unabhängig und seriös verglichen.

Die oberflächliche Partnersuche basierend auf Bildern

Die Suche gestaltet sich dabei als sehr oberflächlich. Gerade Apps wie Tinder sorgen dafür, dass die Persönlichkeit nicht in den Vordergrund gerückt wird. Hier geht es in erster Linie um das Aussehen. Die Profilbilder werden nach und nach angezeigt und man kann wählen, ob man das Profil als ansprechend betrachtet oder nicht. Hat man sich für das Profil entschieden, wird die Person auf der anderen Seite via Push-Mitteilung darüber informiert, dass sich jemand für das Profil interessiert. Stimmt dieser Mensch dann ebenfalls zu, entsteht ein Match. In vielen Apps heißt es nun: Feuer frei für den Kennenlern-Smalltalk. Denn die meisten Anbieter haben ihre Apps so aufgebaut, dass ein Dialog erst dann möglich ist, wenn es zu einem Match gekommen ist. Die Nutzung dieser Apps ist damit kostenlos und erfreut sich gerade deshalb so großer Beliebtheit.

Die schmale Gratwanderung zwischen dem Online-Flirt und einem realen Date

Das bringt allerdings auch Nachteile mit sich. Da es bei der Partnersuche im Netz primär um das Aussehen geht, sind viele Singles ambitioniert, sich von ihrer Schokoladenseite zu präsentieren. Die Profilbilder sind perfekt in Szene gesetzt worden. Da werden zum Teil die skurrilsten Posen eingenommen, Photoshop kommt zum Einsatz und das Bild ist mit Filtern völlig überlagert. Das hat oft nicht mehr viel mit der Realität zu tun. Wer sich dann aufgrund gestellter Bilder in die Person verguckt, muss beim ersten Date mit Überraschungen rechnen. Da kommt dann häufig die Frage auf: Das bist du auf dem Foto? Zu Recht, denn teilweise werden Bilder ins Profil gestellt, die 10 Jahre und älter sind. Beim Kennenlernen im realen Umfeld kann die Enttäuschung dann ziemlich groß sein. Ein weiterer Nachteil sind die zahlreichen Fake-Profile, welche in den Apps erstellt werden.

Wer es stattdessen seriöser mag, wählt Plattformen wie:

Elitepartner.de

Paarship.de

Lovescout24.de

eDarling.de

Lemonswan.de etc.

Der Vorteil dieser Singlebörsen stellt auch gleichzeitig den Nachteil dar: Diese Plattformen sind im Regelfall kostenpflichtig. Der Pluspunkt dabei ist jedoch, dass die dort angemeldeten Singles es ernst meinen und ebenfalls bereit sind, die hohen Beiträge zu zahlen. Auf diese Weise kann man davon ausgehen, dass sich die Suche als sehr seriös gestaltet. Fake-Profile sind hier kaum bis gar nicht zu finden.

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