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Wie funktionieren E-Zigaretten und welche Unterschiede gibt es?

Dampf statt Rauch : Wie funktionieren E-Zigaretten und welche Unterschiede gibt es?

Das Prinzip ist deutlich älter, als die meisten denken dürften. Bereits 1963 meldete Herbert A. Gilbert ein entsprechendes Patent an, welches er zwei Jahre später erhielt. Die rauch- und tabakfreie Zigarette war zum damaligen Zeitpunkt eher eine Angelegenheit für eine kleine Marktnische.

Erst mit der Verdrängung von Tabak aus immer mehr Bereichen des öffentlichen Raums, begann jedoch der eigentliche Siegeszug dieser Erfindung.

Dampf statt Rauch

Doch wie funktioniert nun eigentlich die E-Zigarette? Der wohl wichtigste Unterschied zum klassischen Glimmstängel ist, dass bei der E-Zigarette kein Verbrennungsprozess stattfindet. Vielmehr wird bei dieser eine Flüssigkeit im Innern erhitzt, die dadurch verdampft. Es wird daher bei der E-Zigarette kein Rauch, sondern Dampf inhaliert. Inzwischen gibt es für diesen Vorgang eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken, weshalb sich eine nähere Betrachtung lohnt.

Für Raucher eher ungewohnt

Für Raucher, die auf die E-Zigarette umsteigen, sind die ersten Züge beim Inhalieren meist sehr ungewohnt. Dies liegt daran, dass es Raucher gewohnt sind, einen kurzen, kräftigen Zug aus der Zigarette zu nehmen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Luftsog dafür sorgt, dass die Zigarette weiter brennt. Bei den meisten E-Zigaretten muss jedoch ein kleiner Knopf gedrückt werden, damit der Dampf erzeugt wird. Der Dampf wird also nicht durch das Ziehen erzeugt, sondern durch das Aktivieren des Verdampfers in der E-Zigarette. Langsam zu ziehen ist hier deutlich besser verträglich.

An der E-Zigarette ziehen

Da die jahrelangen Gewohnheiten von Rauchern sich jedoch oft nur schwer ändern lassen, verwundert es nicht, dass es inzwischen auch E-Zigaretten im Handel gibt, bei denen die Produktion des Dampfes durch ein Ziehen an der E-Zigarette mit dem Mund ausgelöst wird. Vielen Rauchern fällt der Wechsel zur E-Zigarette auf diese Weise deutlich leichter.

Neue Zugtechniken lernen

Allerdings wird die gewöhnliche Zugtechnik für herkömmliche Zigaretten von den Nutzern in der Regel schnell adaptiert. Dabei geh t es nicht nur um die bessere Verträglichkeit des Dampfes, sondern auch darum, dass dieser durch die E-Zigarette nach und nach erzeugt wird. Für ein echtes Geschmackserlebnis muss der Zug also entsprechend lang ausfallen. Daher gibt es im Internet eine Vielzahl von Videos, die sich ausschließlich mit den richtigen Zugtechniken für die verschiedenen Arten von E-Zigaretten befassen.

Aufbau der E-Zigarette

Bleibt die Frage, wie es im Innern einer E-Zigarette aussieht. In dieser befindet sich immer ein Tank für die Flüssigkeit, das sogenannte Liquid. Weiterhin ist die E-Zigarette mit einer oder mehreren Heizspiralen ausgestattet, die für die Erhitzung der Flüssigkeit sorgen. Im Hinblick auf die Verdampfung setzen die Hersteller jedoch auf unterschiedliche Techniken. Im Verdampferkopf können sich deshalb Wattebüschel und Glasfaserdochte genauso befinden wie Siebplatten aus Keramik oder Metall. Weiterhin ergeben sich Unterschiede im Hinblick auf die Größe des Flüssigkeitstanks oder auch die Speicherfähigkeit des Akkus. Für Verwender macht es daher Sinn, vor der Kaufentscheidung unterschiedliche Geräte auszuprobieren.