Hightech nur an ausgewählte Kunden

Zufrieden mit den Geschäften auf dem chinesischen Markt ist Hans Peter Stang, Geschäftsführer und Inhaber des Bernkastel-Kueser Textilmaschinenherstellers Mageba. Allerdings ist die Entwicklung rückläufig: "Wir bieten nicht mehr jedes Produkt in China an, um Kopierern vorzubeugen", erläutert er.

Doch die Aussichten sind gut, denn es werden mehr Hightech-Geräte verlangt. Standardmaschinen stellen die Chinesen selbst her - in geringer Qualität reichen sie für lokale Produktionen aus. "Wir verkaufen Hightech-Maschinen nur an ausgewählte Kunden oder an internationale Firmen, die eine Niederlassung in China haben, um dem Kopieren Einhalt zu gebieten", sagt Stang. Gerade solche Maschinen seien sehr gefragt, weil die chinesischen Abnehmer damit hochwertige Waren herstellen können. Ein hoher Qualitäts standard, der eine lange Lebensdauer der Produktionsmaschinen garantiere, sei das Kriterium für den Erfolg in China.
"Die Kunden wollen alles bis ins kleinste Detail wissen - nicht zuletzt, um die Produkte nachzubauen", erzählt Stang. Der Patentschutz reiche in China nicht aus, rechtliche Hilfe sei so gut wie nicht vorhanden. "Wenn Unternehmen die Maschinen nachgebaut haben, schließen sie einfach ihren Laden und machen an der nächsten Ecke weiter." Darin lägen auch die Risiken von Geschäften mit China, berichtet Stang. "Also heißt es manchmal, besser nicht verkaufen oder nicht das Neueste und Beste." cst