Battlefield 1: Kriegsgeschichten

Battlefield 1: Kriegsgeschichten

Schon lange vor dem Verkaufsstart hat Battlefield 1 jede Menge Auszeichnungen gesammelt, darunter die Wahl zum besten Actionspiel der E3 und den offiziellen Gamescom-Award in der Kategorie Consumer. Der Titel hat die Erwartungen von Fans und Kritikern erfüllt. Für Solisten ist Battlefield 1 ein überdurchschnittlich starker Titel. Doch den Kern des Spiels bilden die Multiplayer-Modi, und hier wird Battlefield 1 zur absoluten Pflicht.


Die Einzelspieler-Kampagne von Battlefield 1 besteht aus mehreren, voneinander unabhängigen Kriegsgeschichten, die persönliche Erlebnisse verschiedener Protagonisten aus der ganzen Welt erzählen. Von den Wüsten des Mittleren Ostens bis zum Himmel über der Westfront werden innerhalb von einzelnen Episoden Erlebnisse aus der Perspektive unterschiedlicher Charaktere erzählt. In "Nichts steht geschrieben" schlüpfen die Spieler in die Rolle einer Beduinenkriegerin und suchen gemeinsam mit Lawrence von Arabien nach einer Lösung, um den technisch überlegenen Feind zurückzuschlagen. Lawrence von Arabien wird dabei von Schauspieler Tom Wlaschiha zum Leben erweckt, der bekannt ist für seine Rolle des Mannes ohne Gesicht im US-Serienhit Game of Thrones.

Dieser erzählerische Ansatz gelingt hervorragend. Der konsequente Wechsel der Perspektive erweitert die Qualität der Solokampagne enorm, die Dramaturgie erinnert an die "War Stories" des irischen Graphic-Novel-Autors Garth Ennis.

Doch wer Battlefield spielt, der erwartet natürlich das Multiplayer-Erlebnis. Das bietet kein anderer Titel: Gefechte mit bis zu 64 Spielern, dynamische Wettereffekte und durch Zerstörungen des Kriegsgeschehens immer wieder veränderte Umgebungen, die das taktische Geschick herausfordern. Die Behemoths, die größten spielbaren Fahrzeuge in der Geschichte von Battlefield, greifen immer dann ins Spielgeschehen ein, wenn für ein Team bereits alles verloren scheint. Großartig: Im neuen Mehrspieler-Modus Operationen findet sich der Spieler inmitten einer Reihe miteinander verknüpfter Schlachten wieder, die auf tatsächlichen Gefechten des Ersten Weltkriegs basieren und mehrere Maps umfassen.

Als das Entwicklertsudio Dice Battlefield 1 im Mai 2016 erstmals präsentierte, wurde es von Fans und Kritikern gleichermaßen für das mutige Setting gelobt, da es hinsichtlich des Gameplays völlig neue Möglichkeiten eröffnete. Währenddessen ist der Ankündigungstrailer von Battlefield 1 mit mehr als 2 Millionen Likes plattformübergreifend zum beliebtesten Trailer auf YouTube geworden. Jörg Pistorius

Battlefield 1 wurde von der USK ab 16 Jahren freigegeben und ist für Xbox One (getestet), Playstation4 und Origin auf PC erhältlich. Der Titel ist frei ab 16 Jahren.