Geht’s noch realistischer? Die Zukunft von Games

In die Spielwelt eintauchen : Geht’s noch realistischer? Die Zukunft von Games

Pokémon Go! war der erste große Spiele-Hit, der Augmented Reality in ein Mobile Game integrierte und dadurch eine Verbindung zwischen echter Welt und programmierten Welten schuf.

Und auch andere Spiele bemühen sich um derartige Schnittstellen: So werden beispielsweise im Online Live Casino immer häufiger Live Dealer zum Einsatz gebracht, die das virtuelle Glücksspiel um eine Dimension aus der echten Welt erweitern. Und die neue Technologie der virtuellen Realität soll es den Usern ermöglichen, tatsächlich in die Spielwelt einzutauchen und sich darin zu bewegen. Doch werden Spiele wirklich so realistisch wie die Simulationen auf Raumschiff Enterprise, die sogar die Sahara ins Weltall bringen können? Dieser Artikel forscht nach.

Live Elemente: eine Mischform

Derzeit bestehen noch sehr klare Trennlinien zwischen der virtuellen und der echten Welt, sodass keine der anderen zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch wenn mittlerweile bei LeoVegas ein Live Dealer Karten verteilt oder am Roulette-Rad dreht, wissen die User immer noch ganz genau, dass sie sich nicht in einer echten Spielhalle befinden. Ebenso wissen Pokémon Go!-Spieler, dass vor ihnen auf dem Gehweg nicht wirklich ein Pummeluff hockt und sie ihn höchstens virtuell zu fassen bekommen können. Die Mischform ist dennoch für die User höchst attraktiv. Sie lässt die Games realistischer wirken, ohne dass sich die Spieler völlig darin verlieren. Dementsprechend wahrscheinlich ist es, dass immer mehr Spiele Live Elemente einbauen werden.

Virtuelle Realität: noch in den Kinderschuhen

Noch aufregender finden viele allerdings die Technologie der virtuellen Realität. Doch wirklich durchsetzungsfähig ist diese bisher noch nicht. Denn Brillen wie HTC Vive oder Oculus Rift sind derzeit noch zu teuer, um für die breite Masse erschwinglich zu sein. Auch die Technologie selbst weist noch Mängel auf, sodass selbst User mit größerer Kaufkraft sie nicht unbedingt übernehmen. Auf lange Sicht jedoch ist das Potential virtueller Realität groß. Die Spielerfahrung wird dadurch noch fesselnder und ermöglicht eine noch bessere Alltagsflucht, wie sie viele Gamer suchen. Vor dem großen Durchbruch in der Unterhaltungsindustrie wird die Technologie bereits in Bereichen wie Medizin oder beruflicher Fortbildung genutzt. Auch in der therapeutischen Behandlung können mithilfe von Virtueller Realität Erfolge gefeiert werden.

Lebensnah: das Problem realistischer Grafiken

Viele Fans sind so sehr gefesselt von der Geschichte eines PC-Spiels, dass sie am liebsten ganz in die fremde Welt eintauchen möchten. Das ist harmlos, wenn es darum geht, Ackerbau zu betreiben - aber problematischer, wenn in dieser Welt blutige Nahkämpfe ausgetragen werden. Bereits jetzt sind die Grafiken mancher Videospiele geradezu schockierend akkurat und bescheren dem User Bilder, die eine Altersfreigabe ab 18 Jahren mehr als rechtfertigen. Je fantastischer die Prämisse des Spiels, desto grausamer sind häufig auch die Hinrichtungsmethoden, die zur Auslöschung eines Gegners verwendet werden. Während in klassischen Egoshootern "lediglich" todbringende Schüsse abgefeuert werden, werden Gegner bei Spielen wie "Mortal Kombat" ausgeweidet oder ihre Schädel aufgebrochen. Die realistischen Grafiken geben den Bildern zusätzliche Kraft in der Übertragung ihrer gewaltbereiten Botschaft.

Zumindest in letzterem Punkt müssen also Grenzen gefunden werden, inwieweit der Realismus von Games ausgebaut werden kann. Schließlich sind derartige Bilder auch potentiell schädlich für ihre Konsumenten. In virtueller und augmentierter Realität sowie deren Mischformen sind allerdings Chancen zu erkennen, die sich zukünftig auch weiter entwickeln werden.

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