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Ist Samsung zu heiß für Verbraucher?

Ist Samsung zu heiß für Verbraucher?

Samsung bringt im August das Galaxy Note 7 auf den Markt. Schon kurz nach dem Verkaufsstart berichten Nutzer von überhitzten und brennenden Telefonen.

Nach 35 bestätigten Zwischenfällen reagiert Samsung im September mit einem weltweiten Rückruf. Auch Verbraucherschutzbehörden fordern nach und nach zur Außerbetriebnahme auf.

Allein in den USA häufen sich mit 26 Verbrennungen und 55 Mal Sachbeschädigung die Zwischenfälle. Die Kosten des Rückrufs und der Austausch der Geräte kostet Samsung mindestens 900 Millionen Euro. Am 28. Oktober soll das Note 7 nach einer Wiederaufnahme der Produktion den regulären Handel wieder erreichen, bis Anfang Oktober auch Austauschgeräte in Brand geraten. US-Mobilfunk-Anbieter wie Verizon verzichten fortan ganz auf das Note 7. Samsung setzt die Produktion der Geräte abermals aus. Das Note 7 ist erwiesenermaßen zu heiß für den Kunden. Dass sogar bei einer Wiederaufnahme die Verkaufszahlen für das Note 7 enttäuschen würden, steht mittlerweile fest. Wie sieht es mit anderen Samsung Geräten aus? Können sich Kunden nach dem brandgefährlichen Samsung-Skandal noch auf den Hersteller verlassen?

Smartphones der S-7-Reihe macht der Rückruf zu schaffen

Obwohl Samsung das Galaxy Note 7 berechtigterweise vom Markt genommen hat, bleiben Modelle wie das Galaxy S7 oder Galaxy S7 edge dem Verbraucher nach wie vor erhalten. Besitzer der Samsung-Smartphones haben mittlerweile vom Hersteller persönlich Nachricht erhalten. Das Samsung Galaxy S7 (edge) ist nicht vom Rückruf betroffen, so heißt es in den Kurzmitteilungen von Samsung. Nichtsdestotrotz wird sich der Skandal um das Galaxy Note 7 nach Meinung von Experten vermutlich auch auf andere Samsung-Modelle auswirken. Aufgrund der seit Neuestem vereinheitlichten Namensgebung tun sich potenzielle Kunden schwerer, zwischen den einzelnen Modellen zu unterscheiden.

Kurzmitteilungen an Besitzer des Galaxy S7 und Galaxy S7 edge beruhigen vielleicht Altbesitzer. Beim Neukauf wird sich die Kundschaft vermutlich aber vermehrt gegen Samsung entscheiden. Obwohl die Galaxy-S7-Serie weiterhin normal benutzt werden kann, wird Samsung jetzt mit Adlersaugen unter die Lupe genommen. Dem Samsung Galaxy S7 edge werden mittlerweile überspannte Displaybögen unterstellt und weitere Kritikpunkte sind für die Folgewochen kurz nach dem Skandal zu erwarten. Allerdings sollten sich Verbraucher bezüglich anderer Modelle der S-7-Reihe nicht verunsichern lassen. Besonders das Galaxy S7 edge kann als voll funktionsfähige und sichere Alternative zum Note 7 aufgefasst werden, der nur Iris-Scanner und Stylus fehlen.

Wer smart ist, kauft jetzt Samsung Smartphones

Modelle wie das Galaxy S7 edge sind innerhalb Deutschlands aktuell Bestandteil etlicher Aktionen und bei verschiedenen Providern zu preisgünstigen Angeboten mit Allnet-Flatrate zu haben. Wer beim Handykauf wirklich smart sein möchte, kauft jetzt ein Samsung-Modell und vergibt dem Hersteller die Negativschlagzeilen. Vergleichbare Skandale hat es in der Smartphone-Geschichte mehr als einmal gegeben: so zuletzt vergangenes Jahr mit dem Prozessor Snapdragon 810, der das Sony Xperia Z3+ und HTC One M9 zur Überhitzung gebracht hat. So wie Sony und HTC vergeben wurde, so kann und wird auch der Samsung Skandal wieder in Vergessenheit geraten. Darauf setzt zumindest Hersteller Samsung selbst, der die Produktion für Modelle der S-7-Reihe nach dem Skandal deutlich angehoben hat.