Konkurrenten gehen auf die Jagd

Konkurrenten gehen auf die Jagd

Millionenfach hat sich das iPad bereits verkauft, mangels Konkurrenz erfreut Apple sich eines fast monopolartigen Marktanteils bei den Tablet-PC. Die Mitbewerber holen aber auf. Sie bieten im Gegensatz zum iPad 2 unter anderem Flash-Unterstützung und USB-Anschlüsse und sind teilweise günstiger.

Seit Erscheinen von Apples Flunderkiste haben diverse Computerhersteller in regelmäßigen Abständen schnellere und günstigere Alternativen zum iPad angekündigt - nur, auf den Markt der Tablet-PC schafften es bislang nur wenige Konkurrenzgeräte.

Wetab: Kurz nach dem Start des iPad angekündigt, wurde das Tablet "made in Germany” zunächst als ebenbürtige Alternative hochgejubelt, ernüchterte aber bei Erscheinen die Fachpresse. Mittlerweile gibt es das Wetab in überarbeiteter Version im Handel. Ins Internet verbindet es sich über W-Lan oder UMTS - im Gegensatz zum iPad schluckt das Wetab auch herkömmliche Sim-Karten. Zusatzprogramme gibt es in einem eigenen App-Store. Im Innern des Tablet werkelt ein Atom-Prozessor, der etwa auch in Netbooks eingesetzt wird. Er treibt ein Betriebssystem namens MeeGoo an. Das Wetab kostet je nach Ausführung etwa 300 Euro.

Motorola Xoom und Android 3.0: Im Januar 2011 erstmals vorgestellt, ist das Xoom seit wenigen Wochen in Deutschland erhältlich - in Verbindung mit einem Daten- und Telefonvertrag der Telekom. Andere Mobilfunk-Provider können den mobilen PC erst in drei Monaten anbieten. Ohne Vertrag kostet das 10,1 Zoll große Xoom um die 700 Euro. Das Motorola-Produkt ist das erste Tablet mit dem Google-Betriebssystem Android 3.0, auch als Honeycomb (Bienenwabe) bezeichnet. Während frühere Android-Versionen internetfähige Mobiltelefone antreiben, ist das brandneue Honeycomb speziell für Tablet-PC und deren größeren Bildschirm gedacht. Das Xoom wirbt mit HDMI-Anschluss, zwei Kameras und einem Doppelkern-Prozessor. Weitere Hersteller haben ebenfalls Honeycomb-Tablets angekündigt.

Samsung Galaxy Tab: Statt der iPad-üblichen 10-Zoll-Bildschirmgröße kommt das im vergangenen Jahr erschienene Samsung Galaxy Tab mit nur sieben Zoll aus. Das Galaxy setzt auf dem Honeycomb-Vorgänger Android 2.2 auf und hat somit ähnlich wie Apples Surfkiste Zugriff auf einen zigtausende Anwendungen und Spiele umfassenden App-Store. Allerdings sind viele Mini-Anwendungen noch nicht für die größeren Tablet-Bildschirme ausgerichtet. Im Gegensatz zum ersten iPad punktet das Galaxy Tab mit Front- und Rückkamera sowie Flash-Unterstützung. Das Gerät kostet aktuell um die 300 Euro, Nachfolger mit den Namen Tab 8.9 und Tab 10.1 sind für Mitte 2011 angekündigt. Sie dürften sich leistungsmäßig und preislich am Xoom und iPad 2 orientieren und im Gegensatz zum ersten Galaxy mit Android 3.0 arbeiten.

Dell Streak 7: Zeitgleich mit dem iPad erschien im vergangenen Jahr der erste Tablet-PC des Computerherstellers Dell namens Streak. Nun liegt der Nachfolger mit einem 7-Zoll-großen multitouch-fähigen Bildschirm vor. Auch er läuft wie das Galaxy mit dem Betriebssystem Android 2.2, bietet Flash, Front- und Rückkamera, GPS-Modul und W-Lan. UMTS ist hingegen nicht vorgesehen. Preislich liegt der 500 Gramm schwere und durch Speicherkarten erweiterbare Streak bei etwa 350 Euro. mc
www.motorola.de, dell.de, w www.samsung.de, http://wetab.mobi

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