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Technik
Neuer Monitor: Worauf man beim Kauf achten sollte

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Wer den alten Monitor ersetzen oder den Rechner oder das Notebook um einen zweiten Monitor ergänzen möchte, findet zahlreiche unterschiedliche Modelle, die sich schon beim Anschluss unterscheiden: Gab es früher fast ausschließlich den analogen VGA-Anschluss mit blauer Buchse, gibt es heute mit DVI, HDMI, Display-Port und neuerdings auch USB-C zahlreiche Möglichkeiten, um den Bildschirm anzuschließen: Wichtig ist dabei zu beachten, dass auch die Grafikkarte im Computer einen passenden Ausgang für das Video-Signal bietet. Fehlt dieser, benötigt man einen zusätzlichen Adapter zwischen PC und Bildschirm, der aber nicht immer günstig ist: Apple verlangt für seinen Digital AV Multiport Adapter, mit dem sich ein HDMI-Monitor oder Fernseher an die USB-C Buchse der neuen MacBooks anschließen lässt, knapp 80 Euro.

Neben dem richtigen Anschluss ist auch das Format wichtig: Statt den klassischen 4:3 Monitoren gibt es heute fast ausschließlich Bildschirme in den Breitbildformaten 16:9 oder 16:10, spezielle extrabreite Monitore kommen auch in dem Kino-Format 21:9 auf den Schreibtisch. Das ist ideal für Spiele oder Video-Anwendungen, stört aber eher, wenn man mit langen Texten arbeiten möchte: Hier hilft es dann aber, wenn man bei besonders großen Monitoren zwei DIN A4 Blätter in der Textverarbeitung nebeneinander anzeigen kann. Andere Monitore bieten die Möglichkeit, den Bildschirm um 90 Grad zu drehen, um mehr Platz in der Höhe darstellen zu können: Dann muss aber auch unter Windows der Bildschirm gedreht werden.

Bei der Auflösung sollte der Bildschirm zumindest die vom Fernseher bekannte Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) darstellen können. Unterstützt die Grafikkarte auch höhere Auflösungen, kann man den Monitor hierauf abstimmen: Flachbildschirme zeigen nur nämlich nur die Auflösung scharf an, für die sie ausgelegt sind - stellt man eine andere als die empfohlene Auflösung ein, wird das Bild unscharf. Die Grafikkarte kann dagegen verschiedene Anzeigeeinstellungen darstellen und sollte daher auf die native Auflösung des Monitors eingestellt werden.

Monitor-Anschluss: DVI, VGA und HDMI.
Monitor-Anschluss: DVI, VGA und HDMI. FOTO: fotolia.com: #17404422 / Cornelia Pithart

Neben Anschluss, Größe und Auflösung des Displays sollte man auch auf die Art und die Reaktionszeit achten: Bei der Bildschirm-Technik hat die sparsamere LED-Technik die früheren LCD-Displays weitgehend abgelöst, die deutlich teureren OLED-Bildschirme haben sich bisher aber hauptsächlich bei Handys und Fernsehern der Oberklasse durchgesetzt. Die Reaktionszeit des Monitors wird in Millisekunden angegeben und sollte zwischen 5ms und 10ms liegen - für Spiele besser sogar unter 5ms. Die Reaktionszeit beschreibt die Zeit, in der der Bildschirm die Farbe eines Pixels von weiß auf schwarz zu ändern vermag. Eine höhere Reaktionszeit sorgt bei schnellen Bewegungen in Filmen oder Spielen dafür, dass die einzelnen Szenen verwischen.

Zweiter Monitor: Mehr Platz auf dem Bildschirm

Wer den Rechner um einen zweiten Monitor erweitern möchte, bekommt unter Windows plötzlich deutlich mehr Platz: Statt den gleichen Inhalt wie auf dem Hauptbildschirm wiederzugeben, kann man den neuen Monitor auch nutzen, um den angezeigten Desktop zu erweitern. Das muss nicht immer ein neuer Monitor sein: Dank speziellen Programmen kann man auch sein iPad als zweiten Windows-Monitor nutzen: Zum Beispiel, um das Email-Programm immer anzuzeigen. Mit Apps wie Duet Display (für Windows und Mac) oder Air Display (nur für Mac, funktioniert dafür auch für Android) wird das Tablet dann als zweiter Bildschirm angezeigt und lässt sich wie ein richtiger Monitor verwenden.

Statt einem zusätzlichen Monitor lässt sich natürlich auch ein Fernseher oder Beamer anschließen: Das ist ideal für Präsentationen, aber auch um Videos oder Spiele auf einem größeren Display wiedergeben zu können. Die meisten aktuellen Fernseher besitzen einen VGA und HDMI Eingang, bei Beamern gibt es oft noch zusätzlich einen DVI-Port, um den Computer anzuschließen. Für das Arbeiten sind Fernseher aber weniger geeignet, da die meisten Geräte mit verschiedenen Filtern dafür sorgen, bewegte Bilder gut darzustellen. Die Abbildung von Texten ist daher in der Regel nicht mehr so scharf, wie auf einem speziellen Monitor.

Wenn man den Monitor schließlich auf dem Schreibtisch stehen und an den Computer angeschlossen hat, übernimmt dieser die Aktivierung automatisch: Spezielle Treiber sind nur dann erforderlich, wenn die Grafikkarte damit dann zusätzliche Funktionen unterstützt, in der Regel wird der Monitor automatisch erkannt und die optimale Auflösung eingestellt. Soll der Bildschirm als zweites Display genutzt werden, muss man trotzdem die Einstellungen öffnen: Unter Windows klickt man dazu mit der rechten Maustaste auf den leeren Desktop und wählt "Anzeigeeinstellungen" unter macOS klickt man auf "Systemeinstellungen" und dort auf "Monitor.

Hier lässt sich einstellen, ob der neue Monitor das gleiche Bild anzeigen soll wie der Hauptbildschirm oder ob die Anzeige erweitert werden soll. Außerdem lässt sich festlegen, ob er links oder rechts des anderen Bildschirms steht: Das ist wichtig, wenn man mit der Maus ein Fenster von dem einen auf den anderen Bildschirm verschiebt.