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Titanfall 2: Mein Kumpel, der Kampfroboter

Titanfall 2: Mein Kumpel, der Kampfroboter

Titanfall war 2015 eine positive Überraschung. Der reine Multiplayertitel vermied das ultrahektische Tempo etablierter Mehrspielerarenen wie Call of Duty und setzte stattdessen auf durchdachte und abwechslungsreiche Gefechte mit agilen Fußsoldaten und mächtigen Kampftitanen. Der jetzt erschienene zweite Teil bringt auch eine Kampagne für Solospieler mit - eine der besten auf dem aktuellen Shootermarkt..



BT ist ein meterhoher Kampfroboter, der gewaltigen Schaden anrichten kann. Ausgestattet ist er mit einem Waffenarsenal von Laserkanonen, Maschinengewehren, Raketenwerfern und riesigen Schwertern friedliche Koexistenz ist hier offenbar nicht die erste Priorität. Trotzdem ist BT zu mir immer äußerst nett. Ich bin schließlich sein Pilot.

BT erklärt mir die Lage, nachdem sein Vorbesitzer zum Spielbeginn abgetreten ist und mir seinen Titanen quasi hinterlassen hat. Er zeigt mir, was jetzt zu tun ist (die Welt retten), wie ich das schaffe (auf Gegner schießen) und warum ihm das alles so wichtig ist (Protokoll eins: die Mission erfüllen). Und so kommt es, wie es kommen muss. Ich schieße, sprenge, zerstöre und überwinde. So lange, bis die Welt gerettet ist. BT ist dabei mein großer Kumpel, um dessen Sicherheit ich mir irgendwann mehr Sorgen mache als um die Mission. Denn der Weg zur Rettung der Welt führt über die schrottreifen Überreste vieler feindlicher Titanen hinweg.

Schließlich ist die Welt gerettet, der Abspann läuft, ich lehne mich kurz zurück und denke: Eine derart vielseitige, bombastische und stark strukturierte Solokampagne habe ich schon sehr lange nicht mehr gespielt. Da ist wirklich alles drin. Ein Level basiert sogar auf Zeitreisen. Ein Bosskampf läuft auf der Oberfläche eines abstürzenden Raumschiffs. Und immer ist BT mein allgegenwärtiger Partner, quasi mein Buddy. Wie in einem Action-Trash-Film der 80er mit Silvester Stallone.

Ich atme nochmal kurz durch und trete dann zum zweiten und zentralen Modus von Titanfall 2 an - den Multiplayer. Hier habe ich es nicht mehr mit computergenerierten Vollpfosten zu tun, sondern mit teuflisch starken menschlichen Gegnern. Ich wappne mich für den unvermeidbaren Frust, wenn ich in den ersten Matches als Level-1-Rookie gegen Level-50-Veteranen geworfen werde, und denke: durchhalten. Das würde BT genauso sehen. Jörg PistoriusTitanfall 2 würde entwickelt von Respawn und veröffentlicht von Electronic Arts. Der Titel ist erschienen für Xbox One (getestet), Playstation 4 und Windows PC. Er ist frei ab 18 Jahren.