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Rekonstruiertes Meisterwerk

Rekonstruiertes Meisterwerk

Welche Zeit wäre besser geeignet für die Aufführung von Passionsmusiken als die Wochen vor Ostern? Der Trierer Bachchor ermöglicht am Wochenende die Begegnung mit der Bach-Passion nach dem Evangelisten Markus.

Trier. Insgesamt hat Johann Sebastian Bach vier Passionsmusiken komponiert, von denen zwei, die Johannes-Passion und die große Matthäus-Passion, vollständig überliefert sind. Eine schlichtere, nur mit einem Chor besetzte Fassung der Matthäus-Passion ist verschollen.

Von der Markus-Passion, die von Bach nachgewiesenermaßen zweimal aufgeführt wurde, ist nur das Textbuch erhalten geblieben, das Notenmaterial ist verschollen. Schon in den 1960er Jahren gab es erste Versuche, den musikalischen Part zu rekonstruieren. Bahnbrechend aber waren die Fassungen, die in den 1990er Jahren entstanden sind. Eine profilierte Version stammt vom wohl prominentesten Bach-Interpreten der Gegenwart, dem niederländischen Organisten und Dirigenten Ton Koopman.

Dessen Fassung kommt am Samstag, 26. März, um 17 Uhr in der Trierer Konstantin-Basilika zur Aufführung. Unter der Leitung von Kantor Martin Bambauer wird sich der Trierer Bachchor in Kooperation mit dem Mädchenchor am Trierer Dom und unterstützt von den Barock-Spezialisten des renommierten Münchener Ensembles L'Arpa festante aus München dem Werk widmen, das in Trier selten zu hören ist. Für Koopmans Fassung ist es sogar die Erstaufführung.

Für die Solopartien hat der Bachchor durchweg angesehene Gäste verpflichtet: Siri Thornhill (Sopran), Schirin Partowi (Alt), Jan Kobow (Tenor) sowie die Bassisten Julian Redlin und Klaus Mertens.

Karten gibt es in den TV- Pressecentern Trier, Bitburg und Wittlich sowie an der Tageskasse. Infos: www.trierer-bachchor.de