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Sicherheit
8 Tipps für perfekten Einbruchschutz in der Urlaubszeit

FOTO: pixbay.com / mohammed_hassan
Unter Palmen oder im Kunstmuseum denkt man natürlich nicht daran, aber in Gedanken noch im Urlaub, kommt man dann vielleicht zurück ins traute Heim und traut aber seinen Augen kaum. Die Tür steht sperrangelweit offen und das Fenster auch. Wie einem ein Einbruch während des Urlaubs erspart bleibt, gibt es im Folgenden zu lesen.

Für gewöhnlich geht man ja durch Türen aus und ein. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir diese auch als Einbruchschutz besonders in der Urlaubszeit gewissenhaft zusperren. Wenn allerdings ein Fenster gekippt ist, bringt das doppelt und dreifache Absperren der Haustür aber leider auch nichts mehr. Man muss nicht mal sonderlich geübt sein, um ein gekipptes Fenster von außen aufzubekommen.

Deshalb ist oberstes Gebot, alle Türen und Fenster zu prüfen und gegebenenfalls mit zusätzlichen Schutzverriegelungen auszustatten. Da man im Obergeschoss oft nicht so sehr darauf achtet, sollte zumindest alles, was als Aufstiegshilfe dienen könnte, unzugänglich sein.

Einbruchschutz für die Mietwohnung

Bei Mietwohnungen sind einem bezüglich der Umbaumöglichkeiten (auch bei jenen zum Einbruchschutz der Wohnung) oft die Hände gebunden. Es gehört zwar zu den Pflichten eines Vermieters, einen standardmäßigen Einbruchschutz zu gewährleisten, das ist aber dem ein oder anderen Mieter vielleicht zu wenig.

Mit Einverständnis des Vermieters hat man grundsätzlich alle Freiheiten, die Wohnung durch die Verstärkung des Schutzes an Türen und Fenstern sicherer zu machen. Allerdings bleibt man dann auf den Kosten sitzen. Selbst bei Auszug kann man keine Ablöse vom Vermieter verlangen.

Im Gegenteil ist man eigentlich eher dazu verpflichtet, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen; wobei der Vermieter sicherlich froh um ein zusätzliches und für ihn kostenloses Querriegelschloss oder eine verstärkte Balkontürsicherung ist.

Einbruchvermeidendes Verhalten

Man kann natürlich nicht behaupten, jemand wäre durch sein Verhalten selbst schuld, wenn in deren Haus oder Wohnung eingebrochen würde. Es gibt allerdings manche Verhaltensweisen, die einen Einbruch unwahrscheinlicher bzw. schwieriger machen. Zum einen muss ja nicht jeder wissen, dass man gerade nicht anwesend ist (zum Anwesenheit vortäuschen gleich noch mehr). Den Urlaub auf mehreren Wegen anzukündigen ist vielleicht an der Stelle nicht unbedingt angebracht.

Außerdem hat jedes der üblichen und auch jedes der eher unüblichen Schlüsselverstecke ausgedient. Dort stattdessen Schlüssel zu verstecken, die nirgends mehr sperren, raubt dem potentiellen Einbrecher wertvolle Zeit. Die richtigen Schlüssel übergibt man unterdessen am besten einer Vertrauensperson.

Licht und Videokamera zur Abschreckung

Einbrecher nutzen gerne den Schutz der Nacht, denn sie wollen logischerweise unentdeckt bleiben. Löst aber der Bewegungsmelder plötzlich die Außenbeleuchtung aus, war’s das mit der schützenden Dunkelheit. Wer durch das Licht Gefahr läuft, entdeckt zu werden, gibt den Einbruchsversuch wahrscheinlich schnell wieder auf.

Videokameras funktionieren nach dem gleichen Prinzip, wie das Licht: sie bedeuten leichter entdeckt bzw. gefunden zu werden, und wenn auch erst nach dem Einbruch. Dabei muss die Videokamera gar nicht funktionieren. Allein die Aussicht auf entlarvendes Beweismaterial stellt bereits ein Risiko für den Übeltäter dar.

Vermeintliche Anwesenheit als Schutz vor Einbruch

Wenn gerade die Urlaubsabwesenheit die Attraktivität des Einbruchs ausmacht, muss man ganz einfach vortäuschen, man wäre gar nicht auf Urlaub. Zeitschaltuhren sind hierbei das Stichwort. Fernseher, Radio, Licht, Jalousien betätigt man für gewöhnlich nur, wenn man zuhause ist, oder man lässt die Elektronik das für einen erledigen.

Kurz gesagt: Alles soll so aussehen, als wären die Bewohner nur kurz unterwegs, gleich wieder da, bzw. ohnehin zugegen. Klinische Sauberkeit und absolute Aufgeräumtheit im Innenraum sieht meistens schon so aus, als wäre niemand zuhause. Am besten man verlässt das Haus für den Urlaub genauso, wie man es immer verlässt – bis auf die gut versperrten Fenster und Türen eben.

Wohin aber mit dem Zweitauto, wenn man mit dem ersten auf Urlaub fährt, bzw. wie täuscht man Anwesenheit ohne anwesendes Auto vor? Zunächst könnte ja das Auto in der Garage stehen und, wenn die Garagenfenster abgedeckt sind, werden Interessierte auch nie erfahren, ob das auch so ist.

Babysitting fürs Haus: Haussitting

Wenn das Auto sich außerdem ein paar Tage lang nicht bewegt, schöpft man auch schnell Verdacht, dass hier niemand zugegen ist. Eine Vertrauensperson könnte sich wiederum ums Auto kümmern, bzw. das ihrige ab und zu in der Einfahrt parken.

Und wenn diese Person schon da ist, kann sie auch vielleicht mal durchlüften, sich um den Garten kümmern und die Post ins Haus holen, denn nichts sieht mehr nach abwesenden Hausbesitzern aus, als ein langer Rasen und ein voller Postkasten.

Das Ganze hat sogar einen Namen: Haussitting. Dafür gibt es auch eigene Agenturen, wenn niemand der Verwandten, Freunde oder Nachbarn verfügbar ist. Haussitter kümmern sich um das Haus, zuhause gebliebene Kinder oder Großeltern und je nachdem sogar um einen vollen Kühlschrank am Ende des Urlaubs.

Wertvolle Gegenstände in Sicherheit bringen

Die nächste Sicherheitsebene betrifft den Innenraum. Sollte nämlich jemand wider Erwarten doch einen Zugang gefunden haben, kann man immerhin noch das Wichtigste schützen und den Einbruch zumindest unnötig machen. Notebook, Dokumente, Bargeld, Schmuck und sonstige Gegenstände von materiellem und emotionalem Wert kommen am besten in einen hochsicheren Tresor, der zudem nicht sofort ersichtlich ist.

Dinge, die nicht in den Tresor passen, wie große Fernseher, gar eine teure Couch oder ähnliches dokumentiert man am besten mit datierten Fotos, die man in der Cloud oder an einem anderen sicheren und für einen selbst schnell zugänglichen Ort lagert. So hat man vor der Polizei oder Diebstahlversicherung etwas in der Hand für den Fall der Fälle.