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Island
Diese Ausflüge machen Ihren Island Urlaub ganz besonders

FOTO: Guide to Iceland / Iurie Belegurschi
Island zu bereisen, ist ein echtes Abenteuer! Der Inselstaat etabliert sich seit Jahren immer stärker bei Menschen, die sich ursprüngliche Naturerlebnisse wünschen und gewöhnlichem Pauschaltourismus nichts abgewinnen können. Wer genug von Strand und Pool hat und eine ganz andere Seite der Welt kennenlernen will, ist in Island genau richtig.

Doch auch hier gibt es so viele Auswahlmöglichkeiten, dass sich atemberaubende Ausflüge vor Ort nur schwer erkennen lassen. Die fünf folgenden Trips machen die Islandreise jedoch zum "Once-in-a-lifetime”-Erlebnis.

1. Jökulsárlón im Zodiac-Schlauchboot erleben

Die Gletscherlagune Jökulsárlón gehört zu den beliebtesten isländischen Sehenswürdigkeiten. Wer an ihrem Ufer steht und die großen Eisberge auf der Wasseroberfläche treiben sieht, wird fasziniert sein.

Dass Jökulsárlón aber auch zu Wasser erkundet werden kann, macht die Angelegenheit umso spannender, denn dadurch ist es Reisenden möglich, den Eisbergen noch näher zu kommen und sich wie mitten in der Arktis zu fühlen. Schon seit 1985 werden Bootstouren auf der Gletscherlagune angeboten, die teilweise sogar schon Drehort für Hollywood-Filme war.

Heute gibt es mehrere Möglichkeiten, die Lagune zu befahren und dabei sogar Robben zu beobachten. Eine der rasantesten ist das Zodiac-Schlauchboot, das im Vergleich zu Amphibiengefährten wendiger und kleiner ist. Das hat einige Vorteile: im Zodiac können Urlauber mehr von Jökulsárlón sehen, Eisbergen noch näher kommen und bei hohen Geschwindigkeiten sogar etwas Nervenkitzel genießen.

Eine Fahrt mit dem Zodiac-Schlauchboot buchen können Interessierte unter anderem bei Guide to Iceland, einer Plattform, die die größte Auswahl an Ausflügen in Island bereit hält.

2. Durch den Eistunnel ins Innere des Langjökull-Gletschers wandern

Im Westen Islands, wo das Gebiet Borgarfjörður liegt, befindet sich der Ort Húsafell. Wer die kleine Gemeinde besucht, sollte sich einen besonderen Ausflug nicht entgehen lassen: dort befindet sich der Eingang zu einem Eistunnel, der im Jahr 2010 von Menschenhand erschaffen wurde und ein weltweit einzigartiges Projekt darstellt.

Schon äußerlich wirkt der zweitgrößte isländische Gletscher überaus imposant. Das sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in seinem Inneren noch spektakulärer wird. Tour-Teilnehmer werden mit Steigeisen ausgestattet und dringen gemeinsam in die eisige Umgebung ein. Das Schöne an diesem Eistunnel ist, dass er Ausflüglern das gesamte Jahr über zur Verfügung steht und mit einer soliden Beleuchtung ausgestattet ist.

Die Möglichkeit, in vollkommen fremde Umgebungen einzutauchen, gehört zu den wichtigsten Gründen für die wachsende Popularität Islands. Inmitten des Eistunnels bei Húsafell wird schnell klar, warum dem so ist.

3. Die Silfra-Spalte beim Schnorcheln erkunden

Wer sich bereits ein wenig mit Island beschäftigt hat, weiß um seine geographischen und geologischen Besonderheiten. Dass der Inselstaat sowohl auf der amerikanischen als auch der eurasischen Kontinentalplatte liegt, lässt sich auch unter Wasser erleben.

Im Nationalpark Thingvellir bietet sich die Möglichkeit, ins Wasser zu steigen und beim Schnorcheln in eine beeindruckende Unterwasserwelt einzutauchen. Auch bei erfahrenen Tauchern gilt die Silfra-Spalte als einer der atemberaubendsten Tauchspots weltweit, hat sie doch ein riesiges Farbspektrum zu bieten.

Die Spalte selbst ist bis zu 40 Meter tief und mit dem See Thingvallavatn verbunden. Da Gletscherwasser die Silfra-Spalte konstant durchfließt, haben Schnorchler stets eine klare Sicht. Dabei ist sogar oftmals von Sichtweiten von bis zu 100 Metern die Rede.

FOTO: Guide to Iceland / Iurie Belegurschi

4. Papageientaucher kennenlernen

Noch vor vielen Jahren war der Papageientaucher auch auf Helgoland heimisch. Durch die zunehmende Überfischung der Meere und den Klimawandel wurde dieser schöne Vogel jedoch vertrieben und leidet allgemein unter einem Populationsrückgang, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. berichtet.

Wer den Papageientaucher aus nächster Nähe beobachten möchte, findet bei einer Islandreise die perfekte Gelegenheit dazu. Von Reykjavík aus geht es mit dem Boot zu den Inseln Akurey und Lundey, wo die Vögel leben.

Sorgen, dass sich die Papageientaucher von Touristen abschrecken lassen, sind unbegründet. Die Vögel haben nämlich inzwischen erkannt, dass von Naturfreunden in Booten keine Gefahr ausgeht und bleiben daher entspannt. Pflicht im Gepäck bei diesem Ausflug ist ein Fernglas, um die bunten Luftikusse noch etwas besser beobachten zu können.

5. Das Innenleben des Vulkans Thrihnukagigur betreten

In einen Vulkan hinabzusteigen, klingt zunächst wie ein Himmelfahrtskommando. Die isländische Natur aber ermöglicht dieses Erlebnis ganz ohne Lebensgefahr, denn der inaktive Vulkan Thrihnukagigur nahe Reykjavík speit glücklicherweise keine Lava mehr.

Für Ausflügler geht es per Lift rund 120 Meter tief unter die Erde in die Magmakammer. Atemberaubende Gesteinsformationen und eine Höhle, die schon alleine durch ihre Größe überzeugt, machen diesen Ausflug zu einem Erlebnis der besonderen Art.

Da diese Magmakammer als weltweit einzigartig gilt, sind die Touren allerdings extrem begehrt. Daher lohnt es sich, die Teilnahme schon lange vor dem Urlaub zu buchen, um eine Enttäuschung vor Ort zu vermeiden. Auch Thrihnukagigur macht dann deutlich, warum Island in jeder Hinsicht rekordverdächtig ist.