Goldgräberstimmung in Deutschland - an diesen Orten ist es möglich

Verborgene Schätze : Goldgräberstimmung in Deutschland - an diesen Orten ist es möglich

Der Wilde Westen fasziniert noch heute Millionen von Menschen und ist ein eigenständiger Teil der Popkultur. Ein Grund dafür ist vor allem das Goldschürfen, das seit jeher begeistert. Einmal einen großen Schatz zu finden, ist der Traum vieler.

Wer diese Idee im Jahr 2019 in Deutschland für lächerlich erklärt, sollte sich das jedoch zweimal überlegen. Im ganzen Land sollen schließlich noch so einige Schätze verborgen sein...

Wo befindet sich das Bernsteinzimmer?

Die Einwohner der Städte Deutschneudorf, Wuppertal oder Weimar kennen sich bereits mit Touristen aus, die sich auf die Suche nach einem großen Schatz begeben. Bei diesem handelt es ich um das Bernsteinzimmer, das sich laut unterschiedlicher Quellen genau an diesen Orten befinden soll. Doch beginnen wir am Anfang, als Friedrich I. das Bernsteinzimmer für seine Frau Sophie Charlotte konstruieren ließ. Zar Peter der Große wurde schließlich 1716 zum offiziellen Eigentümer des Zimmers, welches zwei Jahrhunderte lang Besuchern der Herrscher den Atem raubte. Es folgte der Zweite Weltkrieg, welcher das Ende der Monarchie und des Bernsteinzimmers bedeutete. Um die Konstruktion und die wertvollen Schätze vor Bombardierungen zu schützen, wurden die Wertgegenstände in 27 Kisten im Königsberger Schloss eingelagert. Nachdem die erwarteten Bomben 1945 auf die Stadt gefallen waren, waren die Kisten jedoch ohne jegliche Spur verschwunden. Immer wieder finden sich kleine Teile des auf bis zu 250 Millionen Euro Wert geschätzten Zimmers im Antiquitätenhandel. Ob der vollständige Inhalt des Bernsteinzimmers jemals wiederentdeckt und zusammengebaut werden kann?

Tauchen nach dem Nibelungenschatz

Das Bernsteinzimmer wird als äußerst wertvoll eingeschätzt - doch wie sieht das mit dem sagenumwobenen Nibelungenschatz aus? Letzterer soll Expertenangaben zufolge mindestens 400 Millionen Euro wert sein. Es handelt sich hierbei um einen Goldschatz, der aus dem Nibelungenlied bekannt ist. In Hinblick auf den stabilen Goldpreis und der Tatsache, dass Gold als ein sehr wertvoller und gefragter Wertspeicher gilt, der noch heute vor allem auf Finanzmärkten eine große Rolle spielt, würde es sich für den Finder natürlich besonders lohnen, den Schatz aus dem Rhein zu bergen, wo er sich angeblich aufhalten soll. Er beinhaltet neben rotem Gold übrigens auch Edelsteine. Der letzte bekannte Ort des Goldschatzes war in der Nähe von Worms. Allerdings kann sich dieser durch die Strömung und die natürliche Veränderung des Flusslaufs längst geändert haben. Der Schatz gehört den Überlieferungen zufolge zu den Burgundern, deren Heimat aus dem heutigen Schweden bis an die Warthe in Germanien reichte. Noch wurde der Schatz und auch dessen Einzelgegenstände nicht gefunden, was allerdings nicht daran liegt, dass es keiner versuchen würde.

Silberschatz ist zum Teil noch immer verborgen

Für alle Schatzsucher, denen Bernstein und Goldschätze weniger zusagen, eignet sich womöglich der Schatz der Sachsen. Hier handelt es sich um einen Ende des Zweiten Weltkriegs vergrabenen Schatz, der in insgesamt 43 Kisten aufgeteilt wurde. Das diente dem Zweck, den Besitz von Ernst Heinrich Prinz von Sachsen rund um das Schloss Moritzburg vor der sowjetischen Besatzungsmacht zu verstecken. Der Großteil des Schatzes war das bekannte Silber aus dem Erzgebirge. Funktioniert hat diese Aktion letztlich jedoch nicht wirklich. Ein Großteil des Silberschatzes wurde nämlich durch die Sowjetunion ausgegraben. Dabei nutzten die Besatzer Folter gegenüber dem Förster des betroffenen Waldes. Letzterer verriet infolgedessen den Ort des Verstecks. Noch sind drei der 43 Kisten allerdings verschollen. In diesen befinden sich geschätzt Summen in Höhe von 12 Millionen Euro. Wer also demnächst eine Reise in Richtung des Schlosses Moritzburg unternimmt, wird mit der Schaufel vor Ort vielleicht sogar fündig.