Kopenhagen: Lonely Planet kürt bestes Ziel für Städtereisen in 2019

Städtereisen : Kopenhagen: Lonely Planet kürt bestes Ziel für Städtereisen in 2019

Alljährlich kürt der kultige Reiseführer "Lonely Planet" die vielversprechendsten Destinationen für Städtereisen. 2019 wird das Feld von einer europäischen Stadt angeführt, von der man es nicht unbedingt erwartet hätte: Kopenhagen.

Warum die dänische Hauptstadt so angesagt ist und was es dort in diesem Jahr Neues zu entdecken gibt, verrät unser Artikel.

Etwas überraschend ist es schon, dass ausgerechnet das unscheinbare Kopenhagen die diesjährige Liste der Top-Reisestädte anführt. Immerhin finden sich auf den folgenden Rängen auch so kultige Städte wie Miami (Rang 4), Exoten wie Kathmandu in Nepal (Rang 5), Dakar im Senegal (Rang 7) oder Shenzhen, die chinesische Boomstadt schlechthin, die es auf Rang 2 geschafft hat. Eine deutsche Stadt ist in diesem Jahr nicht unter den Top-10. Als weitere europäische Großstädte neben Kopenhagen haben es Novi Sad in Serbien (Rang 3) und Zadar in Kroatien (Rang 9) auf die Liste geschafft.

Doch der erste Platz für Kopenhagen ist mehr als berechtigt. Als Begründung heißt es auf der Website des Lonely Planet unter anderem, dass Mitte 2019 die Cityringen-Metro eröffnet werden soll. Damit enden langjährige Bauarbeiten, die auch die bis dato größte archäologische Ausgrabung Nordeuropas, die um das Jahr 2011 stattfand, ermöglichten. Künftig sollen Millionen Fahrgäste auf der 15,5 Kilometer langen U-Bahn-Strecke mit 17 U-Bahnhöfen unterwegs sein. Die Stadt Kopenhagen rechnet für 2025 bereits mit 130 Millionen Fahrgästen.

Damit können Touristen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt noch schneller und komfortabler erreichen. So sollen sich die Fahrzeiten "dramatisch verkürzen": Vom nördlichsten Punkt der Linie, dem Poul Henningsens Plads (Poul-Henningsens-Platz), bis zum innerstädtischen Rådhuspladsen (Rathausplatz) soll die U-Bahn gerade einmal 8 Minuten brauchen. Zu entdecken gibt es in der Stadt viel: Neben der Bronzestatue der Kleinen Meerjungfrau, dem Wahrzeichenzeichen Kopenhagens, sind vor allem die Schlösser sehenwert. Und von denen hat Kopenhagen gleich eine ganze Reihe zu bieten: Besonders erwähnenswert sind Christiansborg, Amalienborg, Rosenborg und das Schloss Frederiksberg.

Auch ein Besuch des Tivoli, dem weltbekannten Vergnügungspark Kopenhagens, und des Nyhavn ("Neuer Hafen") gehören zum Pflichtprogramm. Auch einmalig: Die 2017 in Betrieb genommene Müllverbrennungsanlage Amager Slope. Auf dem schrägen Dach der riesigen Anlage befinden sich insgesamt 1.500 Meter an künstlichen Skipisten und eine touristisch sehr attraktive Aussichtsplattform. Der Lonely Planet lobt zudem die "Streetfood-Szene beim Reboot des Food- und Kunstgewerbemarkts Reffen auf einem Ex-Werftgelände". Auch das landschaftlich sehr schöne Umland von Kopenhagen macht die Stadt zu dem perfekten Ausgangspunkt für Ausflüge.

Übrigens: Wer Kopenhagen noch vor der Eröffnung der neuen Ring-Metro besuchen möchte, muss keine Angst haben, dass er nicht von A nach B kommt: Am besten gelingt das mit dem Fahrrad. Denn Kopenhagen verfügt über ein perfekt ausgebautes Radwegenetz an. "Mehr als die Hälfte der Einwohner radelt täglich zur Arbeit, also haben wir weniger Verkehr, weniger verschmutzte Luft und Lärm und große Straßen, die Leute sind gesünder", erklärt die freiberufliche Fotografin und Kopenhagenerin Astrid Maria Rasmussen der Süddeutschen Zeitung.

Wer in einem zentral gelegenen Hotel oder in einem der unzähligen Ferienapartments wohnt, die man über Portale wie Holidu findet, kann mit einem Mietfahrrad die Stadt wie die Kopenhagener selbst erkunden - nachhaltig, gemütlich und mit einem Blick für Details. So empfiehlt auch Rasmussen Besuchern, das Rad zu nehmen: "Ich kann nur wärmstens empfehlen, so die Unterschiede zwischen den einzelnen Vierteln zu erkunden, unsere vielen schönen Fahrradbrücken oder den großen künstlichen Park am Amager Strand".

Mehr von Volksfreund