Mallorca - warum sich auch eine Reise im Winter lohnt

Mallorca : Mallorca - Warum sich auch eine Reise im Winter lohnt

Palma de Mallorca. Mallorca ist in Deutschland vor allem als Hochburg für Party- und Strandurlaub bekannt: In der Hochsaison im Sommer strömen Partyfans scharenweise an den Ballermann. In all dem Trubel wird jedoch die Kultur und Natur der Insel gern vergessen - genau dafür bietet sich die Nebensaison im Winter umso mehr an! Ein Einblick.

Milde Temperaturen und magische Weihnachtsatmosphäre im Palma

Kaum aus dem Flieger ausgestiegen, wird der im Dezember kälte- und nässegeplagte Mitteleuropäer von den angenehm milden Temperaturen auf Mallorca überrascht: In der Mittags- und Nachmittagszeit klettern die Temperaturen gerne mal auf bis zu 16 Grad. Warme Kleidung sollte man sich trotzdem einpacken: Am Abend und in der Nacht kann das Thermometer in manchen Regionen auch auf knapp oberhalb des Gefrierpunkts fallen. Damit ist zwar im Dezember kein passendes Wetter mehr, um sich ins Mittelmeer zu stürzen, dafür locken Kletter- und Wandertouren in die Serra de Tramuntana - eine Bergregion im Nordwesten der Insel - oder ein Bummel durch das weihnachtliche Palma de Mallorca.

Wer sich vorab einen Mietwagen über spezialisierte Webportale reserviert hat, kann die Insel vom Flughafen aus flexibel und mobil erkunden: Von dort sehr schnell zu erreichen ist zunächst die Altstadt von Palma. Wer Mallorca zu Weihnachten besucht, kann dort einen Bummel über die bunt geschmückten Weihnachtsmärkte auf dem Plaça Major oder dem Plaça d'Espanya unternehmen. Ein besonderes Highlight ist ein Besuch in der hell beleuchteten Kathedrale La Seu von Palma. Dort finden seit Jahrzehnten auch deutschsprachige Gottesdienste statt - so auch an Heiligabend. Wem das nicht reicht: Allein die Altstadt von Palma bietet noch 31 weitere Sakralbauten. Die meisten sind kunsthistorisch der Gotik zuzuordnen. Unweit der Stadt befindet sich zudem das Castell de Bellver. Die mittelalterliche Festungsanlage thront etwa drei Kilometer westlich über der Stadt. So kommen Kultururlauber allein in der Hauptstadt der Insel bereits voll auf ihre Kosten und können sich dort mühelos einige schöne Tage in eine andere Epoche zurückversetzen lassen.

Klettern und Wandern in der Serra de Tramuntana

Wer weniger Kultur und dafür umso mehr Natur erleben möchte, fährt mit dem Auto vom Castell de Bellver noch weiter in westlicher bzw. in nordwestlicher Richtung aus Palma heraus. Inmitten des Gebirgszuges Serra de Tramuntana bieten sich herrliche Möglichkeiten für ausgiebige Wanderungen in der Natur. 2011 ernannte die UNESCO die ganze Region zum Welterbe. Wen es eher in höhere Lagen zieht, der geht rund um den Puig Major wandern - dem mit 1.445 Metern höchsten Berg Mallorcas. Die Spitze ist allerdings militärisches Sperrgebiet und darf nur mit zwei vorher einzuholenden Sondergenehmigungen bestiegen werden. Die Region rund um den Puig Major ist dennoch einen Besuch wert: Am Fuße des Ber ges befinden sich zwei Stauseen und die umliegenden Berge zeichnen sich durch schroffe Felsformationen aus, die nicht nur leidenschaftlichen Bergsteigern, sondern auch Panorama- und Naturfotografen die Herzen höher schlagen lassen.

Wer statt Berge und Stauseen lieber von Felsen eingefasste Buchten bestaunen möchte, ist in der Cala Tuent unterhalb des Puig Major besser aufgehoben. Dort lädt ein 180 Meter langer Traumstrand vor einer Felsen- und Kiefernkulisse zum Verweilen ein. Doch auch für Freunde von Roadtrips ist die Serra de Tramuntana mit ihren Serpentinenstraßen durch die schroffen Felsformationen ein absolutes Highlight. Wem diese Ausflugsziele noch nicht reichen, der findet in diesem Blogbeitrag noch weitere Anregungen für eine Fahrt durch das Gebirge: Die Autorin empfiehlt etwa die Passstraße nach Sa Calobra - einem beschaulichen Fischerdorf inmitten einer bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebten Bucht.

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