So behalten Sie beim Vermarkten der Ferienwohnung alles im Griff

Hochsaison in den Sommerferien : So behalten Sie beim Vermarkten der Ferienwohnung alles im Griff

Die Sommerferien rücken immer näher. Was Schulkinder freut, treibt Vermietern von Ferienwohnungen die Schweißperlen auf die Stirn: Jetzt ist für die meisten Hochsaison für die Ferienwohnung.

In diesen Monaten entscheidet sich, ob die Wohnung über die Sommermonate voll belegt ist. Dabei muss man die Balance finden zwischen gekonnter Vermarktung und rechtlicher Absicherung.

Vorsicht vor Doppelbuchungen

Viele Vermieter "funken" auf allen Kanälen, um die Ferienwohnung zu vermarkten. Sie haben eine Webseite, auf der die Wohnung beschrieben wird, schalten Anzeigen und bieten die Ferienwohnung im Internet über verschiedene Portale an. Buchungen gehen daher per Telefon ein, per E-Mail oder über die Portale.

Die Gäste möchten am liebsten sofort die Buchungsbestätigung erhalten. Oft ist das nicht zeitnah möglich, schon flattert die nächste Buchung oder Umbuchung herein. Es ist mühsam, da den Überblick zu behalten. Vermieter sind versucht, schnell Buchungen zu bestätigen, ohne genau abzugleichen. Achtung: Mietrecht-Anwälte warnen davor, Buchungen für die Ferienwohnung zu bestätigen, wenn schon eine Buchung vorliegt. Auch wenn es aus Versehen passiert, ist der Vermieter bei einer Doppelvermietung schadenersatzpflichtig. Behalten Sie unbedingt den Überblick über Buchungen! Alle Buchungen über ein Portal wie BestFeWo abzuwickeln, kann davor schützen, in diese Falle zu tappen. Hier werden die Buchungen und Umbuchungen der Gäste automatisch abgeglichen. Das Angenehme für Vermieter: Es wird auch sofort eine automatische Bestätigung der Buchung an den Gast versendet.

Mieter finden - um jeden Preis?

So verlockend es auch ist, die Wohnung in den höchsten Tönen zu loben: Werbetexte müssen realistisch sein, sonst riskiert man Haftungsansprüche. Vielleicht ist die Wohnung nicht so "ruhig" wie angepriesen? Oder sind Wege zu Sehenswürdigkeiten oder zum Badesee viel länger als im Text beschrieben? Das führt bei den Gästen zu Frust. Man sollte sich als Vermieter auch keine eigenen "Sterne" vergeben. Es gibt Möglichkeiten, die Ferienwohnung offiziell klassifizieren zu lassen. Diese Einschätzung darf man dann auch bei der Vermarktung der Ferien-Immobilie verwenden.

Es gibt ein paar weitere Stolperstricke, über die sich viele Vermieter von Ferienwohnungen nicht im Klaren sind. So wissen viele nicht, dass man im Werbetext der Mietwohnung immer Endpreise nennen muss.

Das neue EU-Reiserecht

Das neue EU-Reiserecht hat weitere Besonderheiten mit sich gebracht. Jetzt kann man zum "Reiseveranstalter" werden, obwohl man nur eine Ferienwohnung vermietet. Wie? Indem man Zusatzleistungen anbietet. Dazu gehört z. B. ein Frühstücksangebot, eine Beförderung vom Bahnhof zum Ferienhaus oder von der Ferienwohnung zu einem Ausflugsziel. Der Ausweg: Ganz klar schriftlich darstellen, dass Sie als Vermieter nur diese zusätzlichen Services vermitteln. Sie sind nicht selber Anbieter des Service und die individuellen Kosten dafür kommen zusätzlich zu denen für die Ferienwohnung hinzu.

Das Ziel: Zufriedene Gäste

Das Ziel für jeden Anbieter von Ferienwohnungen: Dass die Gäste wiederkommen. Neue Gäste zu finden und zu überzeugen kostet viel mehr Zeit und Geld. Fragen Sie den Eindruck der Gäste mit einem kurzen Formular ab oder im persönlichen Gespräch, so wird Ihre Ferienwohnung bald treue Stammgäste haben.

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