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Europaweiter "Tag der Logopädie"

Europaweiter "Tag der Logopädie"

Der Europäische Tag der Logopädie am 6. März hat das Thema "Hören verbindet - Ursachen, Folgen und Therapie von Hörstörungen aus logopädischer Sicht." Gutes Hören ist Voraussetzung für gutes Sprechen.

Ein Kind, das schlecht hört, zeigt häufig Verzögerungen in der Sprachentwicklung oder isoliert in der Aussprache, was zur Folge hat, dass die kommunikativen Fähigkeiten nicht altersgemäß reifen können.

Das Kind hat Probleme beim Zuhören, so dass viele Anregungen, die die allgemeine Entwicklung unterstützen, an ihm vorbeilaufen und es zu Fehleinschätzungen der Intelligenz kommen kann. In der Gruppe ist das Kind häufig unruhig und stört, woraufhin es oft als unkonzentriert oder verhaltensauffällig eingestuft wird. Die Ursachen für schlechtes Hören können zum einen im Bereich des Ohres (Mittelohr/Innenohr) oder im Bereich der zentralen Hörzentren (Hörverarbeitung) liegen. Bei Störungen im Mittelohr ist häufig ein kleiner Eingriff (Entfernen von Polypen, Röhrchen im Trommelfell) sehr hilfreich. Ist die Beeinträchtigung im Innenohr angesiedelt, können Hörgeräte oder ein Cochlea-Implantat das Hörvermögen verbessern.

Sind die medizinischen Voraussetzungen geschaffen, kann die Sprachentwicklung des Kindes durch eine logopädische Therapie optimal gefördert werden. Reifeverzögerungen der zentralen Hörwahrnehmung und -verarbeitung zeigen sich zum Beispiel in einer reduzierten Merkfähigkeit, einer unsicheren Lautunterscheidung oder der Schwäche, Höreindrücke aus einem Geräuschhintergrund herauszufiltern. Im Vorschulalter fallen diese Kinder oft durch Artikulationsstörungen auf. Im Schulalter sind die Probleme häufig beim Lese-Rechtschreiberwerb zu finden. Auch hier kann eine gezielte logopädische Therapie helfen, die auftretenden Schwächen zu verbessern.

Ärztliche Kontrollen von Geburt an sichern



HNO-ärztliche Kontrollen sichern die frühzeitige Erkennung und medizinische Behandlung von Hörstörungen. Intensive logopädische Therapie ermöglicht es, Entwicklungsdefiziten vorzubeugen beziehungsweise diese aufzuarbeiten.