Von Wien aus in die Welt

Das Wiener Schnitzel gehört heute zu den bekanntesten Spezialitäten der österreichischen Küche. Dabei hat es längst seinen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Das Wiener Schnitzel wird aus Kalbsfleisch zubereitet und paniert.

Das panierte Schnitzel wird dann in Fett ausgebacken, das Fleisch selbst ist sehr dünn bemessen.
Forscher gehen davon aus, dass das Wiener Schnitzel nach der Art des Wiener Backhendls zubereitet wurde. Dieses wird genauso in Fett ausgebacken, wie das Wiener Schnitzel, was vermuten lässt, dass diese Art der Zubereitung einfach auch bei anderen Speisen ausprobiert wurde. Erstmals erwähnt wurde das Wiener Schnitzel im Übrigen gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Doch selbst 1907 war auch die Bezeichnung "eingebröselte Kalbsschnitze" noch durchaus geläufig. Das Wiener Schnitzel gehört zu den etwas aufwändigeren Schnitzeln, denn das Kalbsfleisch muss zunächst im Schmetterlingsschnitt aufgeschnitten und auseinander gefaltet werden.

Nur vier Millimeter darf die Dicke betragen, damit es sich um ein echtes Wiener Schnitzel handelt. Das Ausbacken in Fett ist ebenfalls eine Kunst für sich, für all jene, die Wert auf eine schlanke Figur legen, wird es sich grausam anhören. Denn das panierte Schnitzel muss im Fett schwimmen. Gerade dadurch wird jedoch verhindert, dass es zu stark in die Panade einzieht und diese fettig wird. Gereicht wird ein Wiener Schnitzel mit Salat, Petersilienkartoffeln oder Kartoffelsalat, wenn es nach der klassischen Variante geht. Heute werden aber auch Pommes, Bratkartoffeln oder Reis als Beilage gewählt.

Zwar finden sich mittlerweile auch einige Variationen des Gerichts, die nicht mit Kalbs-, sondern mit Schweinefleisch zubereitet werden, doch entsprechen diese nicht den Grundlagen für ein echtes Wiener Schnitzel.