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Was ist im Sterbefall zu unternehmen? Der Bestatter hilft

Ist der Tod nicht im Krankenhaus eingetreten, informieren Sie den Hausarzt des Verstorbenen. Rufen Sie dann einen Bestatter Ihres Vertrauens an.

Informieren Sie die Angehörigen. Formalitäten werden überwiegend vom Bestatter übernommen.
Ein guter Bestatter ist 24 Stunden täglich erreichbar und wird den Hinterbliebenen mit seiner Erfahrung helfend zur Seite stehen. Die Übernahme sämtlicher Formalitäten sowie die Organisation der Beisetzung und der Trauerfeier nach den eigenen Vorstellungen kann man ihm übergeben. Auch anschließend wird der Bestatter einen begleiten, damit man den persönlichen Schmerz bewältigen kann.
Welche Bestattungs arten gibt es?


Laut Bundesverband Deutscher Bestatter in Düsseldorf wird derzeit noch rund die Hälfte der Toten in Deutschland per klassischer Erdbestattung beigesetzt. Der Körper des Verstorbenen wird in einen Sarg gebettet und der Erde übergeben. Der Sarg hat, je nach Region, eine Ruhefrist von 20 bis 30 Jahren. "Vor 20 Jahren lag der Anteil der Erdbestattungen noch bei 70 Prozent", sagt Verbandssprecherin Kerstin Gernig.
Bei der Feuerbestattung wird der Körper des Verstorbenen in einem Krematorium eingeäschert. Die Asche wird meist in einer Urne auf dem Friedhof beigesetzt.
Verschiedene Reedereien bieten auch eine Seebestattung an. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte mit der genauen Bestimmung des Beisetzungsortes und es werden meist von der Reederei regelmäßige Gedenkfahrten dorthin angeboten.
Gräber in der freien Natur


Eine neue alternative Bestattungsform ist der sogenannte Friedwald.
Die Asche Verstorbener wird an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Insgesamt 2124 Hektar Bestattungswald gibt es derzeit in Deutschland, verteilt auf 41 Standorte. Seit der ersten Bestattung 2001 wurden in Deutschland über 26 000 Menschen in Friedwäldern beigesetzt. In Rheinland-Pfalz gibt es zwei Friedwälder, beide in der Pfalz.
Im Friedwald sind die Gräber schlicht und einfach, ein Namensschild am Baum macht auf die Grabstätte aufmerksam. Wer eine anonyme Bestattung möchte, kann auch auf dieses Schild verzichten. Angehörige haben dennoch die Möglichkeit, die Grabstätte jederzeit zu finden, die Bäume sind gekennzeichnet und in Registern eingetragen.