Stiftung Warentest Mähroboter auf die Probe gestellt: Fast jeder war für Kinder gefährlich

Kein Mähroboter besteht bei Stiftung Warentest alle Sicherheitsprüfungen. Ein Modell fährt laut Testbericht sogar auf die Attrappe eines krabbelnden Kinderfußes.

Bei Stiftung Warentest hat laut Testbericht kein Mähroboter alle Sicherheitsprüfungen geschafft (Symbolbild).

Bei Stiftung Warentest hat laut Testbericht kein Mähroboter alle Sicherheitsprüfungen geschafft (Symbolbild).

Foto: dpa/Benjamin Nolte

Gießen, Unkraut jäten, Rasen mähen – ein Garten kann vor allem in den warmen Monaten ganz schön viel Arbeit machen. Bei letzterer Aufgabe gibt es seit einigen Jahren technische Hilfe: Mähroboter, die man nicht schieben muss, sondern die selbstständig auf der Wiese herumfahren und das Gras kürzen sollen. Acht solcher Geräte hat Stiftung Warentest aktuell untersucht und kommt zu dem Schluss: Alle haben Sicherheitsprobleme.

So hat Stiftung Warentest die Sicherheit von Mährobotern untersucht

Im Test waren sechs Mähroboter, die mit Begrenzungsdraht arbeiten, und zwei mit Kamera. Alle Modelle wurden in den Kategorien Mähen, Handhabung, Umwelt, Datensendeverhalten zugehöriger Apps sowie Sicherheit untersucht. Die Sicherheitsprüfung bestand aus den Punkten elektrische Sicherheit, Akkus sowie mechanische Sicherheit.

Bei der elektrischen Sicherheit ging es um Aufbau und Kennzeichnung der Mäher sowie deren Ladestationen. Bei den Akkus wurden die Sicherheitszertifikate bewertet. Die Prüfung der mechanischen Sicherheit drehte sich zum Beispiel um die Stopp-Funktion. Reagieren die Sensoren auf den Fuß eines Erwachsenen oder eines krabbelnden Kindes? Halten die Mähroboter vor einem liegenden Kinderarm an? Das wurde natürlich mit Attrappen getestet und nicht mit echten Menschen.

Stiftung Warentest: Sieben Mähroboter halten bei liegendem Kinderarm nicht an

Das Ergebnis: Von den acht Modellen schaffte laut Testbericht keines alle Sicherheitsprüfungen. Sieben Mähroboter hielten demnach nicht an, als eine Kinderarm-Attrappe flach vor ihnen lag. Dennoch bewertete Stiftung Warentest sie in der Kategorie Sicherheit noch mit „Ausreichend“. Denn dieser Test ist keine Normprüfung.

Anders sieht es dagegen bei der Prüfung aus, ob ein Mähroboter vor der Attrappe eines krabbelnden Kinderfußes stoppen würde. Das ist laut Stiftung Warentest eine europäische Sicherheitsnorm. Dem Testbericht zufolge bestand eines der Modelle die Prüfung nicht: der G 600 von Stiga. Er bekam deshalb die Note „Mangelhaft“ in der Kategorie Sicherheit und damit auch ein „Mangelhaft“ als Gesamtbewertung.

So hat Stiftung Warentest die Mähroboter insgesamt bewertet

Generell vergab Stiftung Warentest fünf mal die Gesamtnote „Befriedigend“, zwei mal „Ausreichend“ und ein mal „Mangelhaft“. Laut Testbericht konnten viele der Roboter zum Beispiel auch bei der Mähprüfung nicht überzeugen.

Den ganzen Testbericht mit allen Ergebnissen gibt es in der Ausgabe 4/2024 des Hefts test oder online auf der Homepage der Stiftung Warentest (kostenpflichtig).

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