Testbericht von 2024 Mehrere Hundert Euro sparen: So günstig kann sehr gutes Katzenfutter sein

Stiftung Warentest hat 27 Katzen-Nassfutter-Produkte untersucht, darunter auch Eigenmarken von Supermärkten oder Discountern. Aufs Jahr gerechnet sind die Preisunterschiede teils deutlich.

Na, schmeckt’s? Stiftung Warentest hat 27 verschiedene Nassfutter-Produkte für Katzen untersucht (Symbolbild).

Na, schmeckt’s? Stiftung Warentest hat 27 verschiedene Nassfutter-Produkte für Katzen untersucht (Symbolbild).

Foto: dpa/Soeren Stache

„Miau“: Wenn die Katze sich zu Wort meldet, kann das viel heißen. „Gib mir Aufmerksamkeit“, „lass mich in Ruhe“, „lass mich raus“, „lass mich rein“ – oder „ich hab‘ Hunger“. Für letzteres Abhilfe zu schaffen, ist bei manchen Feinschmecker-Fellnasen gar nicht mal so einfach. Und auch gar nicht mal so billig. Stiftung Warentest macht die Modellrechnung auf, dass eine Tagesration Nassfutter im Mittel 1,58 Euro kostet, was für eine „typische, vier Kilo schwere Katze“ rund 577 Euro im Jahr bedeutet.

In einem aktuellen Katzen-Nassfutter-Test zeigt Stiftung Warentest aber, dass es auch günstiger geht. Denn demnach sind neun von zwölf getesteten Eigenmarken etwa aus dem Discounter oder dem Supermarkt zu empfehlen. Das günstigste mit „Sehr gut“ bewertete Futter kostet rund 135 Euro im Jahr.

Wie Stiftung Warentest Katzenfutter getestet hat

Neben dem zwölf Eigenmarken für Katzen-Nassfutter sind auch 15 Markenfutter getestet worden, von denen Stiftung Warentest laut aktuellem Testbericht aber nur sieben empfehlen kann. Alle Futtermittel wurden in verschiedene Kategorien untersucht:

  • Ernährungsphysiologische Qualität: Kann das Nassfutter als Alleinfutter die Katze optimal versorgen? (gerechnet auf eine „deutsche Durchschnittskatze“ mit vier Kilo)
  • Fütterungsempfehlungen: Decken die angegebenen Futtermengen etwa den Energiebedarf von Katzen unterschiedlicher Gewichtsklassen? Gibt es Hinweise auf den Verpackungen, zum Beispiel zu Unterschieden nach Rasse, Aktivität oder Alter?
  • Schadstoffe
  • Nutzerfreundlichkeit der Verpackung
  • Deklaration und Werbeaussagen: Sind die Angaben auf den Packungen vollständig, korrekt, übersichtlich und lesbar?
  • Weitere Untersuchungen, zum Beispiel auf Spuren tierischer Bestandteile wie Haare, Horn oder Borsten

Das ist das günstigste sehr gute Katzen-Nassfutter im Test

Das Ergebnis des Tests: sieben Mal „Sehr Gut“, neun Mal „Gut“, vier Mal „Befriedigend“, vier Mal „Ausreichend“ und drei Mal „Mangelhaft“. Testsieger ist das Nassfutter „Whiskas mit Geflügel in Sauce“, bei dem der mittlere Preis pro Tagesration laut Stiftung Warentest bei circa 0,93 Euro liegt.

Das laut Testbericht günstigste mit „Sehr gut“ bewertete Katzen-Nassfutter ist „Lidl Coshida Schlemmerhappen mit Rind & Leber in Sauce“. Dessen mittlerer Preis pro Tagesration liegt Stiftung Warentest zufolge bei circa 0,37 Euro – womit man hochgerechnet auf die bereits erwähnten rund 135 Euro im Jahr kommt. Auch andere Supermarkt- und Discounterprodukte finden sich auf den ersten Plätzen des Tests.

Warum Stiftung Warentest drei Katzen-Nassfutter durchfallen lässt

Die mit „Mangelhaft“ durchgefallenen Futter versorgen Katzen dem Test zufolge dagegen nicht ausreichend gut – was laut Stiftung Warentest auch gesundheitliche Folgen haben kann, zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion.

Deswegen: Augen auf bei der Futterwahl. Aber natürlich sitzt der kritischste Tester zuhause vor dem Napf. Denn egal, wie gut bewertet ein Futter ist – die Katze muss es schließlich auch fressen. Und das ist nicht immer so leicht.

Den ganzen Test gibt es auf der Homepage der Stiftung Warentest (kostenpflichtig).

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