Testbericht von 2024 Die besten Zahnpasten bei Stiftung Warentest kosten nicht mal einen Euro

21 Sensitiv-Zahncremes hat die Stiftung einem Test unterzogen, fünf Mal gab’s die Note „Gut“. An der Spitze: zwei im Vergleich günstige Produkte.

 Wer eine gute Sensitiv-Zahnpasta will, braucht laut Stiftung Warentest nicht unbedingt viel Geld ausgeben (Symbolbild).

Wer eine gute Sensitiv-Zahnpasta will, braucht laut Stiftung Warentest nicht unbedingt viel Geld ausgeben (Symbolbild).

Foto: dpa-tmn/Benjamin Nolte

Fünf Euro für eine Zahnpasta? Das muss nicht sein – jedenfalls, wenn es nach Stiftung Warentest geht. Denn in einem aktuellen Zahnpasta-Test liegen nicht etwa teure Produkte vorne, sondern zwei Cremes, die beide laut Testbericht weniger als einen Euro die Tube kosten.

Wie Stiftung Warentest Sensitiv-Zahnpasta untersucht hat

Untersucht hat Stiftung Warentest dieses Mal Sensitiv-Zahnpasta, die unter anderem eine schonende Reinigung und Reduzierung der Schmerzempfindlichkeit verspricht. Im Test waren 21 Produkte verschiedener Preisklassen.

Bewertet wurden sie in verschiedenen Kategorien: Kariesprophylaxe durch Fluorid, Entfernen von Verfärbungen, Verpackung, Deklaration und Werbeaussagen und das Enthalten von Titandioxid. Zu letzterem erklärt die Stiftung Warentest: „Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucher­schutzes raten wir zu Zahn­cremes ohne diesen Stoff, da er möglicher­weise das Erbgut schädigen kann.“ Außerdem wurden weitere Untersuchungen durchgeführt, zum Beispiel, um den Abrieb am Zahn zu bestimmen.

Sensitiv-Zahnpasta bei Stiftung Warentest: Die Testsieger sind günstig

Das Ergebnis: Nur fünf der sensitiven Zahnpasten bekamen die Gesamtnote„Gut“, zwölf „Befriedigend“ und vier „Ausreichend“. Die beiden Testsieger (jeweils Note 1,7) kosten laut Testbericht nicht einmal einen Euro pro Tube:

  • „Aldi Eurodont Sensitive Spezialzahncreme sanft und schonend“ für ca. 0,85 Euro (ca. 0,68 Euro pro 100 Milliliter)
  • „Rossmann Prokudent Sensitiv“ für ca. 0,89 Euro (ca. 0,71 Euro pro 100 Milliliter)

Die Preise beruhen auf den Angaben im Testbericht und sind demnach mittlere Ladenpreise auf dem Stand vom 13. März 2024.

Darum schnitt Zahnpasta im Test teils nicht gut ab

Was war bei den Zahnpasten, die nicht so gut abschnitten, das Problem? Laut Stiftung Warentest haben die Cremes meist einen „wichtigen Balanceakt“ nicht beherrscht, nämlich gleichzeitig sanft zu reinigen und Verfärbungen effektiv zu entfernen. Bei ein paar Produkten beurteilt die Stiftung den Abrieb als zu hoch für eine Sensitiv-Zahnpasta.

Fünf Pasten enthalten das erwähnte Titandioxid, was zwar erlaubt ist. Stiftung Warentest sieht das aber eigenen Angaben zufolge kritisch und gibt eine Note Abzug, da Titandioxid laut Testbericht in Lebensmitteln verboten ist und im Verdacht steht, das Erbgut zu schädigen, wenn es geschluckt wird.

Den ganzen Test gibt es auf der Homepage der Stiftung Warentest (kostenpflichtig) oder in der Ausgabe 6/2024 des Hefts test.

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