24 Türchen Adventskalender für Kinder – Tipps auf den letzten Drücker

Spielzeugautos, Lego-Steine oder Pferde-Feeling? Wieder einmal ist die Auswahl an Adventskalendern groß. Wir haben getestet, was die Hersteller für die Kinder in diesem Jahr anbieten.

Adventskalender für Kinder gibt es zum Beispiel mit der Maus.

Adventskalender für Kinder gibt es zum Beispiel mit der Maus.

Foto: TV/Robert Märländer

Viele Adventskalender für Kinder sind 2023 auf dem Markt. Sie richten sich an unterschiedliche Interessen, und die großen Spielzeug-Marken mischen dabei kräftig mit. Wir haben uns genauer angesehen, ob sie wirklich den großen Spaß bringen, den sich Kinder erhoffen. Tatsächlich erhalten nicht alle der folgenden Kalender eine klare Kaufempfehlung von uns.

Hot Wheels Adventskalender 2023 – solider Auto-Spaß für Kinder

Zunächst sehen wir uns den Hot Wheels Spielzeugauto-Adventskalender 2023 von Mattel an. Der Adventskalender für Kinder ab drei Jahren für eine unverbindliche Preisempfehlung von 26.99 Euro kommt mit acht Spielzeugautos und 16 weihnachtlichen Accessoires. Zu den Accessoires zählen sechs Teile, die mit den Fahrzeugen kombinierbar sind. Dazu gehören beispielsweise ein Schlitten, auf den eines der Autos gestellt wird, ein Schneepflug oder Ski. Leider werden die meisten der Accessoires auf die Räder der Autos gesteckt und blockieren sie somit. Die Autos fahren also nicht mehr normal. Zum Spielen lädt eine ebenfalls enthaltene Rampe ein. Die restlichen Inhalte sind eher dekorativ. In einem Fall konnte unser Tester nicht feststellen, was er überhaupt in der Hand hielt.

Hot Wheels Adventskalender – das ist alles drin​
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Hot Wheels Adventskalender – das ist alles drin

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Foto: TV/Torben Witek

Die Autos sind qualitativ gut und entsprechen damit dem Standard von Hot Wheels. Die Accessoires sind qualitativ immerhin noch annehmbar. Auch wenn die Dekorationsstücke eine nette Dreingabe sind und für weihnachtliche Stimmung sorgen, sind natürlich die Autos das Highlight hinter den 24 Türchen. Besonders für Kinder, die der Adventskalender als Zielgruppe hat, dürften zumindest einige der Dekoelemente keine große Rolle spielen.

Für 26,99 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wer sich etwas Mühe macht, kann einen verbesserten Adventskalender selbst erstellen. Die gewünschte Menge an Hot Wheels im Kalender kann man individuell zusammenstellen und die restlichen Türchen mit Süßigkeiten oder anderem befüllen, das Freude bringt.

Escape-Adventskalender mit der Maus – ein hübscher Knobelspaß

Das nächste Produkt kommt aus einer Kategorie, in der es mehr ums Rätseln und Entdecken geht. Es gibt inzwischen nämlich auch Escape-Kalender für Kinder. Wir haben von der Firma Franzis den Escape-Adventskalender mit der Maus getestet. Er ist für eine unverbindliche Preisempfehlung von 34,95 Euro erhältlich. Mit der bekannten Fernsehfigur gehen die Kinder auf eine Reise ins Mittelalter. Die Aufgabe: Finde zusammen mit der Maus den Schatz, der sich in einer Burg versteckt hat.

Escape Adventskalender mit der Maus – ein Blick auf den Inhalt​
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Escape Adventskalender mit der Maus – ein Blick auf den Inhalt

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Foto: TV/Robert Märländer

Jeden Tag gibt es einen kleinen Teil der Geschichte zum Lesen und dazu eine passende Aufgabe, die das Kind zusammen mit der Maus bewältigen muss – dabei hilft auch das Zusatzmaterial, das an einigen Tagen beigelegt ist. Das alles ist in 24 Umschläge verpackt. Jeden Tag erhält das Kind in einem Türchen den Hinweis darauf, welches Bild sich auf dem nun benötigten Umschlag befindet.

Natürlich sind die Rätsel nicht so knifflig, wie man es in den Escape-Kalendern für Erwachsene oft erleben kann. Die Aufgaben jedes Tages sind kindgerecht gestaltet und nicht darauf angelegt, jemanden zur Verzweiflung zu bringen. Vielmehr bekommen die Kinder einen bunten Mix aus Suchspielen, einfachen Rechenaufgaben und kleinen Logik-Rätseln. Ab einem Alter von sieben Jahren wird der Kalender vom Hersteller empfohlen. Die Aufgaben sind auf einem entsprechenden Niveau angesiedelt. Grundkenntnisse im Lesen und Rechnen sollten vorhanden sein.

Dieser Adventskalender für Kinder führt auf lustige Art an die Welt der Escape-Spiele heran. Es ist kein Problem, wenn man doch einmal nicht weiter weiß. Online gibt es für jeden Tag eine Hilfestellung zur Lösung des Problems. An jedem Tag gibt es außerdem einen Aufkleber, der auf ein großes Maus-Poster gehört. Damit können die Kinder selbst überprüfen, ob ihre Antworten stimmen. Manchmal gibt es stattdessen auch einen Hinweis darauf, welcher Umschlag man als Nächstes öffnen soll. Es ist aber niemals notwendig, eine Antwort richtig zu erraten, um den nächsten Umschlag zu finden. Denn völlig unabhängig vom Vortag erfährt das Kind über die 24 Türchen, wie es weitergeht. Das Escape-Konzept wirkt damit kindgerecht umgesetzt. Am Ende wünscht man sich nur, dass die Maus ein bisschen öfter als Bild gezeigt würde. Bei der Schatzsuche ist sie zwar im Text immer dabei, doch wie es mit der Maus halt so ist: Sie zeigt und zwinkert mit den Augen, aber sagen tut sie nichts.

Adventskalender Circus Magic/Roncalli – durchwachsener Inhalt

Sieht spannend aus und kommt mit einem bekannten Namen daher: Dieser Adventskalender für Kinder ab acht Jahren wird mit der Bezeichnung Circus Roncalli beworben. Auf dem Karton heißt er Circus Magic, trägt aber deutlich sichtbar das Logo des legendären Circusbetriebs.

Adventskalender Circus Roncalli – was steckt alles drin?​
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Adventskalender Circus Roncalli – was steckt alles drin?

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Foto: TV/Robert Märländer

Zunächst müssen wir klären, was die Kinder überhaupt bekommen. Denn der Ausdruck Circus Magic könnte zu der Vermutung führen, das hier sei ein Zauberkasten mit 24 Türchen. Das stimmt aber nur zum Teil. Tatsächlich sind auch so einige Zaubertricks in diesem Adventskalender enthalten. Das Thema ist aber mehr der Zirkus an sich. So findet man darin beispielsweise auch Tücher zum Jonglieren und Requisiten wie eine Clownsnase.

Vor allem findet man an vielen Tagen aber sehr wenig in den einzelnen Schachteln, von denen die Kinder eine pro Tag öffnen sollen. Die Ideen sind nett, in der Umsetzung aber teils schwach. So bekommen die Kinder an einem Tag ein paar hübsch gedruckte Eintrittskarten für ihre eigene Circus-Show. Allerdings sind es nur vier kleine Pappkarten, obwohl die Schachtel dieses Tages Platz für ein Vielfaches dieser Zahl Platz geboten hätte. Ähnlich sieht es aus mit der schönen Idee, Visitenkarten für die frischgebackenen Zirkuskünstler beizulegen. Auch hier holt man nur vier Kärtchen aus einer verdammt großen Schachtel – als hätte man unbedingt an ein wenig Pappe sparen wollen. An einem anderen Tag gibt es dann nur eine Papphülle für eben diese Pappkarten. Ganze drei Tage werden mit Seifenblasen bestritten. Die Flüssigkeit gibt es nur einmal mitgeliefert. An einem der folgenden Tage gibt es nur einen Strohhalm als Ergänzung dazu. Kurz vor Schluss findet sich als Überraschung des Tages lediglich ein Zettel für Notizen.

Neben den guten Tagen, an denen es zum Beispiel das Zubehör für wirklich hübsche Magie gibt, enthält dieser Adventskalender sehr viel Luft. Positiv zu bemerken sind trotzdem die insgesamt schöne Gestaltung und das gut verständliche Anleitungsheft. Die Kinder erfahren nicht nur, wie man ein Kunststück vorführt, sondern auch, wie eine gute Präsentation aussehen könnte.

Lego Friends Adventskalender 2023 – das steckt alles drin​
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Lego Friends Adventskalender 2023 – das steckt alles drin

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Foto: TV/Robert Märländer

Lego-Adventskalender: der Klassiker fürs Kinderzimmer

Auch die ganz großen Marken der Spielzeugwelt haben wir uns angesehen. Bei Lego hatten wir drei von fünf Adventskalendern im Test. Alle sind natürlich für Kinder gemacht oder zumindest sehr gut für Kinder geeignet.

Lego Harry Potter Adventskalender 2023 – das steckt alles drin​
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Lego Harry Potter Adventskalender 2023 – das steckt alles drin

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Foto: TV/Robert Märländer

Es fällt aber ins Auge, wie unterschiedlich der Inhalt ist. Wenn es unter den Adventskalendern eine Empfehlung gibt, ist es ganz klar der Kalender aus der Reihe Lego City. Hier bekommt man für 26,99 Euro unverbindliche Preisempfehlung so einigen Spielspaß und vor allem auch acht Minifiguren zum Spielen. Für den gleichen Preis kann man auch Lego Friends bekommen, die Spielwelt mit klarem Fokus auf Mädchen. Nur zwei Minifiguren sind bei diesem Produkt dabei, insgesamt scheint man hier deutlich weniger fürs Geld zu bekommen. Ein weiterer Lego-Adventskalender kommt aus der Reihe Harry Potter. Hier zeigt sich, dass der Preis bei den Filmlizenzen weit nach oben schießt. 37,99 Euro kostet der Kalender plötzlich und hat dabei sogar zwei Minifiguren weniger als der City-Kalender. Das Kind muss schon ein richtig großer Potter-Fan sein, damit sich der Inhalt irgendwie lohnt.

Man bekommt bei Lego immer noch sehr gute Qualität, wenn man einen Adventskalender für Kinder sucht. Allerdings sind die einzelnen Produkte überhaupt nicht miteinander vergleichbar und schwanken deshalb in unserer Bewertung zwischen gut und schlecht. Es empfiehlt sich ein genauer Blick auf den Inhalt. Mehr Details dazu erfahren Sie auch in unserer detaillierten Rezension der Lego-Adventskalender.

Lego City Adventskalender 2023 – das steckt alles drin​
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Lego City Adventskalender 2023 – das steckt alles drin

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Foto: TV/Robert Märländer

Playmobil-Adventskalender: für Kinder eine Menge Spielspaß

Auch von Playmobil gibt es wieder ein breites Angebot, aus dem wir uns zwei Adventskalender zum Test herausgegriffen haben. Für jeweils 24,99 Euro bekommt man ein Polizei-Thema oder auch eine winterliche Schlittenfahrt mit Pferd. Es gibt hier also klassische Spielthemen, die bei Jungen und Mädchen verschiedener Altersklassen beliebt sind.

Playmobil-Adventskalender „Horses of Waterfall“ – was ist drin?
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Der Playmobil-Adventskalender „Horses of Waterfall“ – So sieht der Inhalt aus

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Foto: TV/Torben Witek

Angenehm ist bei diesen Adventskalendern für Kinder, dass man mit den Playmobil-Produkten richtig was zum Anfassen bekommt. Der Maßstab der Figuren und des gesamten Zubehörs sorgt dafür, dass die Kinder an vielen Tagen ordentlichen Inhalt bekommen. Unangenehm fiel aber auf, dass die Anzahl der Spielfiguren sehr gering ist. Nur ein bis zwei waren in den getesteten Kalendern enthalten. Falls man das verschmerzen kann, sind diese Kalender insgesamt gut.

Playmobil-Adventskalender „Museumsdiebstahl“ – Das ist drin
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Der Playmobil-Adventskalender „Museumsdiebstahl“: Wir zeigen, was drin ist

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Foto: TV/Torben Witek

Wer aber noch nicht ausreichend Figuren fürs Spiel mit Playmobil in der Spielzeugkiste hat, sollte sich vielleicht lieber anders orientieren. Sonst kann man nicht allzu viel anfangen mit dem netten Zubehör, das in diesen Produkten geliefert wird.

Ob sich nun letztlich die Adventskalender von Playmobil oder von Lego mehr für die Kinder lohnen, erfahren Sie genauer in unserem Vergleichstest.

CheXperiment Adventskalender lädt zum Mitmachen ein

Bei vielen Kindern ist Checker Tobi sehr beliebt, denn in seiner Sendung CheXperiment stellt er sich ganz schön kniffligen Fragen. Experimentieren und dabei etwas lernen – das ist dann auch das Thema des Adventskalenders zum erfolgreichen Format des Bayerischen Rundfunks. Für 34,95 Euro unverbindliche Preisempfehlung ist der Kalender zu haben. Er richtet sich an Kinder ab acht Jahren.

Checker Tobi präsentiert den CheXperiment Adventskalender.

Checker Tobi präsentiert den CheXperiment Adventskalender.

Foto: TV/Robert Märländer

An jedem der 24 Tage gibt es für die Kinder etwas zu tun. Das bedeutet natürlich auch, dass die beaufsichtigenden Erwachsenen etwas zu tun haben. Aber man kann unbesorgt sein, denn die Experimente in diesem Adventskalender für Kinder sind zwar interessant, aber nicht kompliziert umzusetzen. Das Herzstück des Adventskalenders ist das Begleitbuch, das jeden Tag genau erklärt, was zu tun ist. Das Experiment des Tages wird anschaulich dargestellt und anschließend gibt es die Checker Frage für die Kinder. Können sie sich erklären, wie genau das Ergebnis des Experiments zustande gekommen ist? Natürlich erklärt Checker Tobi direkt im Anschluss die Lösung.

Da die Experimente simpel aufgebaut sind, findet man in den 24 Schachteln des Kalenders auch eher einfaches Zubehör, von dem man manches wahrscheinlich zu Hause greifbar hätte, das meiste aber eben doch nicht von alleine zur Hand hat. Einige Hilfsmittel aus der Küche oder aus dem Schulmaterial sind trotzdem noch erforderlich. Das können Gläser, Löffel oder auch ein Lineal sein.

So finden die Kinder etwas Chemie zum Staunen, optische Effekte, mechanische Knobeleien und ähnliches. Alle Experimente sind so gewählt, dass es ganz klar etwas zu sehen gibt. Alle Kinder, die gerne etwas selbst entdecken, können deshalb Spaß an diesem Adventskalender haben.

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